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15.12.2016Bundesliga

Der nächste Gegner: FC Ingolstadt im Check

Zwei Punkte hatten die Schanzer auf dem Konto, als der Bundesliga-Neuling Maik Walpurgis die Aufgabe als Cheftrainer übernahm.
© Bayer 04 Leverkusen Fussball GmbH

Schnell sorgte er bei seiner Mannschaft für neues Selbstvertrauen und fuhr wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg ein. Der jüngste Sieg sorgte dabei über die oberbayerischen Grenzen hinweg für viel Aufsehen. Grund genug, den kommenden Gegner der Werkself (So., 17.30 Uhr, BayArena) mal genau unter die Lupe zu nehmen – im Gegnercheck!

Position

Das wichtigste vorweg: Ingolstadt ist nicht mehr Letzter. Mit dem furiosen und vielbeachteten Sieg gegen Leipzig hat der FCI nicht nur sich selbst eine Freude gemacht, sondern damit laut eigener Aussage der ganzen Liga einen Gefallen getan. „Gern geschehen“, stand auf der eigenen Facebook-Seite. Das Tor des Tages von Innenverteidiger Roger stürzte den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer und sorgte dafür, dass Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sich mit einer „Wagenladung Weißwürste und Weißbier“ beim Nachbarn aus Ingolstadt bedanken wollte. Die Schanzer posteten daraufhin die eigene Adresse. Ein bayerisches Frühstück und Humor können im Abstiegskampf wohl nicht schaden.

Personal

Der Schreckmoment beim sonst so gefeierten Erfolg über Leipzig war der der Verletzung von Stammkeeper Martin Hansen. Der Däne, der den zu Bayer 04 gewechselten Ramazan Özcan als Nummer eins abgelöst hat, musste nach einem Schlag aufs Knie ausgewechselt werden, doch mittlerweile gibt’s Entwarnung. Es ist nur eine Prellung. Sollte er dennoch nicht spielen können, stünde im Norweger Örjan Nyland ein adäquater Ersatz parat. Angreifer Mathew Leckie ist nach seiner Last-Second-Ampelkarte derweil in Leverkusen gesperrt.

Probleme

In der Offensive hakt's. Erst elf Tore haben die Schanzer in dieser Saison geschossen – kein Team hat weniger genetzt. Das wäre nicht so dramatisch, wenn die Defensive so stehen würde wie in der vergangenen Saison, als Ingolstadt am Ende die viertwenigsten Gegentreffer kassiert hatte. Da das bei einer Torbilanz von minus 13 nicht der Fall ist, steckt der FCI tief im Abstiegskampf.

Potenzial

Der Trend zeigt klar nach oben. Seit Maik Walpurgis an der Seitenlinie den glücklosen Markus Kauczinski abgelöst hat, wurden sieben von zwölf möglichen Punkten eingefahren. Und die Siege haben gezeigt, wie es für Ingolstadt gehen kann: Erst wurde Darmstadt bezwungen, zuletzt Leipzig – beide mit 1:0. Diese Effizienz gepaart mit dem „Quäntchen Match-Glück, das wir brauchen“, wie Walpurgis im Interview bei Sport1 erklärte, können das Faustpfand für die Schanzer sein.

Prognose

„Walpurgis und rote Haare – das hätte ich im 15. Jahrhundert nicht überlebt“, sagte der neue Trainer zuletzt mit einem Schmunzeln. Doch jetzt sind seine Hexer-Qualitäten umso mehr gefragt, will er Ingolstadt im so schwierigen zweiten Jahr in der Bundesliga halten. Läuft es so wie in den ersten vier Spielen unter seiner Regie, ist der Klassenerhalt drin. Dann würde aus dem bislang noch recht unbekannten Walpurgis sicher schnell der „Hexer aus Herford“. Die nächsten Wochen und Monate versprechen auf alle Fälle reichlich Spannung.

© Bayer 04 Leverkusen Fussball GmbH

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