
Davon kann indes nicht die Rede sein nach vier Siegen aus den ersten fünf Bundesliga-Partien und vier Zählern nach zwei Spieltagen in der Champions League. Der Gegner-Check:
Position
Die Bundesligasaison 2015/16 brachte Borussia Dortmund die Vizemeisterschaft hinter den Bayern mit 78 Punkten, die in den meisten Spielzeiten locker zum Meistertitel gereicht hätten. Mit diesem Aufgebot erneut die Meisterschaft anzugehen, war nicht möglich, weil die Begehrlichkeiten noch größerer Klubs zu einem erheblichen Kaderumbruch führten: Hochkarätigen Abgängen stehen allerdings auch hochkarätige Zugänge gegenüber. Dass der neue Kader schnell eine Einheit bildet, zeigte sich bereits in der Bundesliga und in der Champions League, zuletzt mit dem 2:2 am Dienstag gegen Titelverteidiger Real Madrid.
Personal
Dass Kapitän und Abwehrchef Mats Hummels sich den Bayern anschließen würde, war frühzeitig kommuniziert worden. Auch die Abgänge der Kreativspieler Gündogan (ManCity) und Mkhitaryan (ManUnited) trafen die Borussen nicht unvorbereitet. Die Zuzüge lesen sich nicht minder prominent: die Weltmeister Mario Götze und André Schürrle aus München bzw. Wolfsburg, Europameister Raphaël Guerreiro (Lorient) und der spanische Nationalspieler Marc Bartra aus Barcelona für die Defensive.
Potenzial
In der Innenverteidigung soll Bartra den Fortgang von Hummels kompensieren. Guerreiro wird auf der Außenverteidiger-Position eine hoch talentierte Alternative bilden wie auch im Mittelfeld. Sebastian Rode, der vom FC Bayern kam, macht die Systematik noch variantenreicher. Vom offensiven Mittelfeld bis in die Sturmspitze hinein sind die Zugänge von Mario Götze und André Schürrle natürlich ein Pfund, mit dem die Borussen wuchern können und werden. Ousmane Dembelé und Emre Mor bringen auf den Flügeln enorme Geschwindigkeit und Dribbelstärke ein.
Probleme
Sind aktuell beim BVB kaum auszumachen. Offensiv gibt es unfassbar viele Varianten und Alternativen. Und wenn‘s bei der Borussia einmal rollt, wird‘s richtig ungemütlich für die Gegner, wie die zwei 6:0-Siege gegen Legia Warschau in der Champions League und Darmstadt sowie das 5:1 in Wolfsburg zeigen.
Prognose
Der Umbruch scheint in Dortmund recht rasant zu funktionieren. Der BVB hat nicht vor, seine Position als erster Bayern-Jäger aufzugeben. Und der Borussen-Angriff ist weit mehr als nur Torjäger Aubameyang – erst Recht, wenn auch Marco Reus nach Verletzung wieder zum Kader stößt.


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