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28.09.2017Bundesliga

„Das wird für beide Teams eine schwierige Aufgabe“

Mit elf Jahren wechselte Bastian Oczipka im Jahr 1999 von der SSG Bergisch Gladbach in die Jugend-Abteilung von Bayer 04 Leverkusen. Bis 2008 durchlief der heute 28-Jährige alle Nachwuchsteams, ehe er bei den Profi-Mannschaften des FC Hansa Rostock (42 Zweitliga-Einsätze) und FC St. Pauli (16 Zweitliga- und 20 Erstliga-Einsätze) Spielpraxis sammelte. 2011 kehrte der Linksverteidiger zu Bayer 04 zurück und brachte es bei der Werkself auf neun Bundesliga- und drei Champions League-Einsätze. Ein Jahr später schloss sich der gebürtige Bergisch Gladbacher dem Ligarivalen Eintracht Frankfurt an, ehe es ihn im Sommer zum FC Schalke 04 zog. Vor dem Duell mit seinem Ausbildungsverein haben wir mit Bastian gesprochen...
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Bastian, am Freitag triffst du mit dem FC Schalke 04 auf deinen Jugendverein. Welche Gefühle weckt das bei dir?
Bastian Oczipka: „Spiele gegen Leverkusen sind für mich immer etwas Besonderes, schließlich habe ich mein halbes Leben bei Bayer 04 verbracht. Seit der E-Jugend habe ich dort alle Juniorenteams durchlaufen und kam ja dann auch bei den Profis zum Einsatz. So etwas vergisst man nicht. Eine gewisse Verbundenheit zum Verein ist definitiv noch vorhanden.“

Wie drückt sich die Verbundenheit aus?
Oczipka: „Auch, wenn ich überhaupt nicht mehr nah dran bin, bekommt man irgendwie schon noch mit, was im Verein passiert. Und wenn ich Zeit habe, finde ich es auch immer interessant, die Spiele zu verfolgen.“

Hast du noch Kontakt zu Spielern oder Trainern von Bayer 04?
Oczipka: „Nein, zumindest nicht mit Spielern aus der aktuellen Mannschaft. Hier und da habe ich aber noch Kontakt mit Jörg Bittner, meinem ehemaligen Jugendtrainer.“

Was war dein schönster Moment im Trikot der Werkself?
Oczipka: „In guter Erinnerung ist mir noch der Gewinn der A-Junioren-Meisterschaft im Jahr 2007. Wir haben im Finale gegen die U19 des FC Bayern gespielt und vor toller Kulisse in einer ausverkauften BayArena mit 2:1 gewonnen. Mir ist damals sogar ein Tor gelungen – mit rechts habe ich zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen (lacht).“ 

Kommen wir zu deinem neuen Verein. Wie beurteilst du den Saisonstart des FC Schalke?
Oczipka: Wir haben einen ordentlichen Start hingelegt, zuletzt aber gegen zwei starke Gegner zwei Niederlagen kassiert. Dennoch denke ich, dass wir uns nach der schwierigen letzten Saison auf einem sehr guten Weg befinden. Wie bei Bayer 04 hat es auch hier einen Neustart gegeben, ich sehe da durchaus Parallelen…“

Was meinst du?
Oczipka: „Beide Klubs sind in der vergangenen Saison ihren Ansprüchen hinterhergelaufen. Im Sommer hat sich einiges geändert, unter anderem ist ein neuer Trainer gekommen. Es braucht seine Zeit, bis sich die Spieler an die neue Spielidee oder Spielphilosophie gewöhnen und sie verinnerlicht haben. Wenn wir weiter so gut arbeiten und aus unseren Fehlern lernen und sie abstellen, dann bin ich sicher, dass wir  die Punkte künftig auch wieder einfahren werden. Dazu braucht es Geduld und Ruhe. Auch hier sehe ich den Klub derzeit auf einem guten Weg.“

Was erwartest du für ein Spiel am Freitag in der Veltins Arena?
Oczipka: „Das wird für beide Teams eine schwierige Aufgabe. Ich habe in dieser Saison einige Spiele von Bayer 04 gesehen. Leverkusen hat eine sehr spielstarke Mannschaft, zuletzt gegen den HSV haben sie es sehr gut gemacht. Aber wir haben ein Heimspiel, und bei aller Sympathie für meinen Ex-Verein hoffe ich, dass wir am Ende gewinnen werden.“ 

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