
Gleich mal eins vorweg: Gegen kein anderes Team in der Bundesliga tütete die Werkself mehr Siege ein als gegen den VfB Stuttgart – in 76 Duellen gingen die Schwarz-Roten 34 Mal mit der vollen Punkte-Ausbeute vom Feld. Vor allem zu Hause zeigte sich die Werkself gegen die Wasnelf nur wenig gastfreundlich – 18 Mal wurden die Schwaben mit leerem Kofferraum auf die Heimreise geschickt, nur Gladbach (20) und Hamburg (19) fuhren häufiger ohne Zähler heim. Und auch für dieses Mal gilt: Sorry, liebe Schduagerter – auch, wenn ihr 125-jähriges Vereinsjubiläum habt, aber wir brauchen die Punkte diesmal wieder selbst ganz dringend!
Richtig, es ist noch eine Rechnung offen: In der Vorsaison gab es für die Werkself gegen den VfB nämlich zu Hause eine ärgerlich bis unnötige 0:1-Niederlage (am 32. Spieltag). Dem Spielverlauf angemessen war es nicht, wenngleich am Ende leider der erste Stuttgarter Sieg in den letzten 13 Liga-Duellen (3 Unentschieden, 10 Niederlagen aus Gäste-Sicht) heraussprang. Das 0:1 war zudem erst das zweite Mal nach 1998, dass der Werkself zu Hause kein Treffer gegen die Schwaben gelingen wollte. Ansonsten sind die Weiß-Roten eine Bank für Torjubeleien – nur gegen die Gladbacher (137) traf die Werkself in der Liga häufiger (130): In den 18 Liga-Vergleichen vor dem April-Spiel netzte die Murmel insgesamt 45 Mal (rund 2,5 Mal pro Spiel) im Stuttgarter Kasten ein. Warum nicht also heute einfach wieder damit aufhören, womit im Frühjahr dieses Jahres angefangen wurde – und wieder selber Tore machen!?
Oder treffender formuliert: Hinten drückt der Handschuh von Lukas Hradecky. Schon 24 Kugeln sind im ersten Liga-Drittel im Netz der „Spinne“ gelandet (okay, fünf davon haben zu Saisonbeginn bei Rambo eingeschlagen), sieben Gegentreffer gab es allein in den vergangenen beiden Bundesliga-Partien. Das ist selbst dem gönnerhaften Finnen zu viel. Und es ist nur wenig tröstlich, dass auch der VfB Stuttgart bislang ebenfalls 24 Buden kassiert hat. Aber zumindest ein Signal, dass die Cannstatter hinten anfällig sind. Doch aufgepasst: Einzig gegen den VfB hielt die Werkself in der Liga 25 Mal den Kasten sauber! Wiederholung morgen wünschenswert! Ein Spiel zu Null wäre obendrein ein großes schwarz-rotes Schleifchen am Vorab-Geschenk für unsere Nummer 1, die am Freitag ihr 29. Lebensjahr vollendet und die Grundlage für einen schönen Geburtstag am Samstag legen kann. Die Daumen sind gedrückt!
Für die Schwarz-Roten steht am Freitag wieder mal eine Schiedsrichter-Premiere an. Nachdem zuletzt in der Begegnung mit Leipzig bereits Martin Petersen zum ersten Mal in seiner Karriere ein Ligaspiel mit Werkself-Beteiligung pfiff, wurde für das Auftaktspiel des 12. Spieltags nun Robert Schröder mit der Spielleitung betraut. Auch für den 33-Jährigen ist es das erste Bayer 04-Pflichtspiel. An seinem insgesamt 04. Bundesliga-Einsatz kommt zugleich in den Genuss der BayArena. Dem Hannoveraner assistieren Norbert Grudzinski und Sascha Thielert. Vierter Offizieller ist Thorben Siewer.
An dieser Stelle der Hinweis für Kurzentschlossene: Es gibt noch Restkarten für das Spiel! Zu sehen ist das Spiel sonst nur im Pay-TV bei Eurosport. Wie zu jedem Pflichtspiel gibt’s den offiziellen Live-Ticker auf bayer04.de, mobil und in den Smartphone-Apps. Wer die Stadion-Atmosphäre samt Kommentar über die Ohren konsumieren möchte, dem sei das Werkself-Radio ans Herz gelegt. Auch die offiziellen Social Media-Kanäle von Bayer 04 (Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat) bieten vor, während und nach dem Spiel eine Rundum-Versorgung.

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