Wenn das Stadion heute wie immer zwei Stunden vor dem Anpfiff seine Tore öffnet, gibt’s schon wenig später einen interessanten Programmpunkt. In der Schwadbud werden nämlich zwei ehemalige Bayer 04-Profis zum Traditionsstammtisch erwartet: Dirk Heinen, der zwischen 1993 und 2000 als Torhüter 107 Bundesligaspiele für Schwarz-Rot absolvierte, lebt seit vielen Jahren mit seiner Familie in Irland. Ex-Stürmer Thomas Reichenberger trug von 1998 bis 2000 das Kreuz auf der Brust und kam in dieser Zeit auf 24 Bundesliga-Einsätze (4 Tore). Beide werden heute Abend in der Schwadbud sicher auch für das eine oder andere Autogramm bereitstehen.
Bayer 04 und Werder Bremen treffen heute zum 74. Mal in der Bundesliga aufeinander. 29 dieser Duelle endeten unentschieden – gegen keinen anderen Bundesligisten spielte die Werkself so oft remis. Auf eigenem Platz verlor die Werkself nur eine der vergangen neun Bundesliga-Begegnungen mit Bremen (drei Siege, fünf Remis) – am 2. März 2016, einem Mittwoch, mit 1:4. Bayer 04 blieb nur in einer der vergangenen 15 Bundesliga-Partien gegen Werder Bremen ohne Torerfolg.
In den vergangenen 20 Bundesliga-Spielen hat die Werkself immer getroffen, das ist aktuell die mit Abstand längste Serie ligaweit. Eine längere Torserie im Oberhaus hatte Bayer 04 zuletzt von Mai 2001 bis Januar 2002 (damals 21 Spiele). Bemerkenswert: Die Leverkusener schossen 12 ihrer letzten 15 Tore nach der Pause. Insgesamt 18 Mal traf die Werkself in den zweiten 45 Minuten, das ist Ligahöchstwert. Die Werkself ist seit zehn Bundesliga-Spielen ohne Niederlage (fünf Siege, fünf Remis) – das ist aktuell die längste Serie der Liga! Die letzte Niederlage war das 1:2 bei Hertha BSC am 20. September. Leverkusen verlor keines der vergangenen acht Bundesliga-Heimspiele (drei Siege, fünf Remis) und traf in sieben dieser acht Partien mindestens doppelt. Das letzte Team, das in der BayArena gewann, war Schalke 04 (4:1 im April 2017).
Lars Bender hat in zehn Bundesliga-Spielen unter Trainer Heiko Herrlich schon exakt so viele Tore erzielt (2), wie in 46 BL-Partien unter Roger Schmidt. Der Kapitän der Werkself bereitete zudem drei Treffer seiner Mannschaft vor. „Ich glaube, ich habe in mir selbst die Ruhe gefunden“, sagt Lars. „Für mich ist entscheidend, dass ich auf den Platz gehe, ein gutes Spiel mache und gesund wieder runter komme. Dann bin ich glücklich und dankbar.“ Glücklich wäre der 28-Jährige auch, wenn am Ende des heutigen Tages die drei Punkte in Leverkusen bleiben. Denn: „Wir wollen im letzten Heimspiel des Jahres unsere Fans nach den 90 Minuten mit einem schönen Weihnachtsgeschenk nach Hause schicken.“
Daran will natürlich auch Kai Havertz gerne wieder mitarbeiten. Er schoss in Stuttgart sein 5. Bundesligator im Alter von 18 Jahren, 5 Monaten und 27 Tagen – früher dran waren nur Christian Pulisic (18J, 5M, 14T) und Max Meyer (18J, 4M, 22T). Übrigens: Kein anderes Team der Bundesliga hat in dieser Saison so viele unterschiedliche Torschützen wie die Werkself (13). Apropos Torschützen: Bayer 04-Sportdirektor Rudi Völler hat als ehemaliger Bremer bekanntlich eine besondere Beziehung zum Gegner. Er schoss 97 seiner 132 Bundesliga-Tore im Werder-Trikot. Nur Claudio Pizarro (104) und Marco Bode (101) konnten für Werder häufiger einnetzen (Frank Neubarth ebenfalls 97).
Bayer 04-Cheftrainer Heiko Herrlich spielte in seiner Bundesliga-Karriere 14 Mal gegen Bremen (vier Siege, sechs Remis, vier Niederlagen) und erzielte dabei fünf Tore – nur gegen Köln, Bayern (je sechs) und den HSV (sieben) schaffte er mehr Treffer.
Bayer 04 erzielte ligaweit die meisten Tore per Konter (sechs), ließ selbst aber noch keinen Gegentreffer per schnellem Gegenstoß zu. Besonders aufpassen muss die Werkself heute auf Max Kruse. Der Werder-Stürmer war an den vergangenen sieben Bremer Toren direkt beteiligt, erzielte vier Treffer und legte drei auf. Seit seiner Rückkehr an die Weser im Sommer 2016 war er in 34 Bundesliga-Partien an 29 Toren direkt beteiligt (19 Treffer, 10 Vorlagen).
Wie üblich bei einem Spiel unter der Woche mit später Anstoßzeit wird es heute keinen Werkself-Fantalk in der Schwadbud geben.
Der SV Werder Bremen musste nach dem Pokal-Aus beim DSC Arminia Bielefeld auch zum Bundesliga-Auftakt bei Eintracht Frankfurt eine Niederlage einstecken. Vor ihrem ersten Heimspiel gegen die Werkself am Samstag, 30. August (Anstoß: 15.30 Uhr/live in der Konferenz bei DAZN und im Einzelspiel bei Sky Sport sowie WOW), sind bei den Grün-Weißen nun auch die personellen Nöte noch größer geworden. Der Gegner-Check.
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