
Es ist erst das 15. Mal, dass der Aufsteiger zu einem Bundesliga-Spiel rheinabwärts nach Leverkusen reist, und zugleich das erste Düsseldorfer Gastspiel an der Dhünn seit über sechs Jahren. Umso schöner, dass es an diesem Wochenende in und um Leverkusen mal wieder nach einem „Nachbarschafts-Duell“ duftet. Hier kommen 04 Fakten zu #B04F95:
Nachdem die direkten Rivalen aus Hoffenheim (3:0 gegen Hannover) und Wolfsburg (3:0 gegen Mainz) am Samstag gepunktet haben, muss der Bayer nun nachlegen – im Idealfall natürlich mit dem 04. Bundesliga-Sieg in Folge. Dann würde die Werkself sich im Klassement nicht nur Platz 6 zurückerobern, sondern auch in der Rückrunden-Tabelle wieder von den Punkten her mit Bayern München gleichziehen. Dort lagen die Schwarz-Roten vor dem Spieltag übrigens wegen des besseren Torverhältnisses (11:3) vor den Münchnern (11:6). Nur zwei Zähler dahinter folgen übrigens die Düsseldorfer, die aus den jüngsten sechs Liga-Duellen sogar 13 von 18 möglichen Punkten eingefahren haben – in diesem Zeitraum waren nur die Werkself und Bayern München erfolgreicher (beide 15). Besonders mit dem 2:1-Sieg über Dortmund im Dezember sorgte die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel für Aufsehen. Also: Auch, wenn auf der Verpackung in fetten Lettern „Nachbarschafts-Duell“ steht, innen drin steckt definitiv auch jede Menge Spitzenspiel…
Die Werkself kann am Sonntagabend nicht nur zum 04. Mal in Folge in der Bundesliga einen Dreier landen, sondern zugleich auch den 04. Sieg in Folge gegen die Fortuna holen. Es wäre der insgesamt elfte Erfolg im 30. Bundesliga-Spiel gegen den rund 40 Kilometer entfernten Düsseldorfer Turn- und Sportverein von 1895. Doch Obacht: In über 40 Prozent (12 Partien) der Duelle trennten sich beide Mannschaften unentschieden. Auch in der BayArena tat sich die Werkself gegen die Fortuna in der Vergangenheit oftmals eher schwer. Das belegen die bisherigen sechs Unentschieden, die die Düsseldorfer – neben einem Sieg – im Wohnzimmer der Werkself frecherweise erbeutet haben. Dementsprechend ist auch diesmal wieder ein umkämpftes Duell zu erwarten. Immerhin: Zuletzt konnten die Düsseldorfer nur eins von elf Aufeinandertreffen mit der Werkself für sich entscheiden. Und die Schwarz-Roten zeigen sich in dieser Saison gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte unschlagbar (4 Siege, 3 Unentschieden). Da passt es doch wie Bälle in einen Sack, dass die Fortuna zu den Teams der unteren Tabellenhälfte zählt.
Dass die Werkself das neue Spielsystem von Trainer Peter Bosz immer besser verstehen, haben die Siege in Wolfsburg, gegen Bayern und in Mainz eindrucksvoll gezeigt. Einer der auffälligsten bei den Bosz-Schützlingen war in diesen Spielen zweifelsfrei Julian Brandt, dem zuletzt in Mainz sogar sein erster Doppelpack in der Liga gelang – und dann auch noch im 200. Pflichtspiel mit dem Kreuz auf der Brust. Wow! Zudem verbuchte die Nummer 10 der Werkself erstmals überhaupt in einem Bundesliga-Spiel vier Torbeteiligungen (2 Tore, 2 Vorlagen). Zuvor war er in einem Spiel maximal an zwei Treffern direkt beteiligt gewesen. Bis vor dem 0:0 in Krasnodar in der UEFA Europa League am Donnerstag war der 22-Jährige in den letzten 04 Pflichtspielen immer mindestens an einem Werkself-Treffer beteiligt, genauer gesagt glückten ihm vier Treffer und drei Vorlagen. In der Rückrunde steht Brandt bei 6 Scorer-Punkten (3 Treffer, 3 Assists), womit er das ligainterne Scorer-Ranking vor Robert Lewandowski, Ondrej Duda und Davie Selke (alle 5) anführt. Weiter so, Jule.
#SchmidtanderPfeife
Das vorletzte Duell des 22. Spieltags (Dortmund spielt am Montag gegen Nürnberg) wird von Schiedsrichter Markus Schmidt geleitet. Für den 45-jährigen Stuttgarter ist zwar das erste Spiel mit Werkself-Beteiligung in dieser Saison, aber bereits das insgesamt 16. Bayer 04-Spiel, das er pfeifen darf. Ans letzte Spiel erinnern wir uns aber nur höchst ungern, denn das war das 0:4 in Dortmund in der vergangenen Spielzeit. Ansonsten ist die Bilanz mit sechs Bayer 04-Siegen, vier Unentschieden und fünf Niederlagen aber recht ausgeglichen. Schmidt assistieren am Abend Christof Günsch und Markus Sinn an den Seitenlinien, als Vierter Offizieller agiert Karsten Pfeiffer und als Video-Referees sind Christian Dingert und Patrick Alt im Einsatz. Ein wenig zügeln sollten sich aufseiten der Werkself am Sonntag vor allem Wendell, Karim Bellarabi und Dominik Kohr. Alle drei stehen bei vier Gelben Karten und drohen im Falle einer weiteren Verwarnung im Topspiel bei Spitzenreiter Borussia Dortmund am kommenden Sonntag (24. Februar, 18 Uhr) auszufallen.
Weitere Infos zum Spiel:
Hinrunden-Ergebnis: 2:1 (A)
Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)
Vorgesagte Temperatur: 14 Grad, teilweise bewölkt
Erwartete Zuschauer: 27.000
Live im TV bei: Sky



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