Der Cheftrainer zum Spiel: Insgesamt neun Lizenzspieler standen dem Niederländer in den vergangenen Tagen nicht zur Verfügung. Während die ersten schon zu Beginn dieser Woche wieder zurück in Leverkusen waren, kamen Lukas Hradecky und Charles Aránguiz am Dienstag in Armenien beziehungsweise in der Nacht zum heutigen Donnerstag in den USA noch für ihre Nationen zum Einsatz. Dadurch wird Aránguiz sogar das Abschlusstraining in Leverkusen am Donnerstagvormittag verpassen. „Das ist ärgerlich, aber es ist halt leider so. Natürlich hätte ich meine Spieler lieber länger vor dem ersten Spiel wieder bei mir“, zeigte sich Bosz kritisch gegenüber den (Länder-)Spielansetzungen. Schwierigkeiten, mit denen auch andere Bundesliga-Trainer zu kämpfen haben. „Wir müssen damit umgehen und das versuchen wir so gut wie möglich zu tun“, so der Niederländer vor dem spannungsgeladenen Duell gegen die Hoffenheimer, die im Klassement nur vier Zähler hinter der Werkself liegen. Vor allem aber hofft der Cheftrainer der Werkself darauf, dass sich seine Mannschaft anders präsentiert als zuletzt beim 1:3 gegen Werder Bremen. Die Schwachstellen aus der Begegnung habe er seinen Schützlingen deutlich aufgezeigt und mit ihnen daran gearbeitet. „Ich hoffe, dass die Spieler das morgen gegen Hoffenheim umsetzen können. Obwohl das System nicht ganz das gleiche ist, gibt es Details im Spiel von Hoffenheim, die ähnlich sind wie bei Bremen“, so Bosz. Auch deshalb erwartet der 55-Jährige ein „sehr interessantes Spiel“. Nicht zuletzt, weil sein Gegenüber Julian Nagelsmann seine Mannschaft vom System her gerne abwechslungsreich auftreten lässt. „Das ist nicht immer das gleiche, das wechselt – deshalb wird es für mich als Trainer auch ein sehr interessantes Spiel werden“, sagte Bosz.
Das Personal: Die Nationalspieler haben die Länderspiel-Pause soweit verletzungsfrei überstanden. Seit dem gestrigen Mittwoch ist Lukas Hradecky zurück unterm Bayer-Kreuz. Er hat bislang allerdings ebenso wenig mittrainert wie Charles Aránguiz, der in der Nacht zum heutigen Donnerstag mit der chilenischen Nationalmannschaft bei einem Freundschaftsspiel in den USA über 90 Minuten zum Einsatz kam. „Charly wird heute morgen am Frankfurter Flughafen ankommen, von dort aus geht es für ihn direkt nach Sinsheim. Ihn sehe ich also erst heute Abend im Hotel das erste Mal wieder“, so Bosz, der mit seiner Mannschaft am frühen Nachmittag in den Kraichgau reisen wird. Ob der Chilene gegen Hoffenheim spielen kann, will der Niederländer erst nach einem persönlichen Austausch mit dem 29-Jährigen entscheiden: „Nachdem ich gesehen habe, dass Charly diese Nacht in der Schlussminute ausgewechselt worden ist, habe ich etwas Angst gehabt, dass es möglicherweise verletzungsbedingt war. Aber das war zum Glück nicht so. Trotzdem: Die Reise ist lange, er hat um 2 Uhr nachts unserer Zeit gespielt – das ist alles nicht optimal.“ Lars Bender, der bei den Einheiten am Sonntag und Montag aufgrund von Erkältungssymptomen nicht mitwirken konnte, stand derweil gestern wieder auf dem Trainingsplatz. Definitiv keine Option für das Hoffenheim-Spiel ist Wendell, der gegen Bremen seine fünfte Gelbe Karte gesehen hat und zum Zuschauen gezwungen ist.
Der Schiedsrichter: Mit der Leitung des Spiels wurde Harm Osmers betraut. Bislang hat der 34-jährige Hannoveraner sechs Bundesliga-Partien der Werkself geleitet – zuletzt das 0:2 in Köln in der vergangenen Spielzeit. In der Vorsaison leitete Osmers auch das Heimspiel gegen die Hoffenheimer (2:2). Dem Diplom-Betriebswirt assistieren in der Sinsheimer PreZero-Arena Thomas Gorniak und Robert Kempter, Vierter Offizieller wird Florian Badstübner sein. Als Video-Schiedsrichter fungieren Günter Perl und Tobias Reichel.
Das letzte Duell: Am zehnten Spieltag gastierte die TSG Hoffenheim in der BayArena. Wie die Werkself hatte auch die Mannschaft von Gäste-Trainer Julian Nagelsmann einen durchwachsenen Saisonstart hingelegt, aber zu diesem Zeitpunkt zwei Zähler mehr auf dem Konto als die Schwarz-Roten (11 Punkte). Nichtsdestotrotz: Mithilfe der deutlichen Auswärtssiege gegen Bremen in der Liga (6:2) und im Pokal gegen Gladbach (5:0) hatte die Werkself vor dem Duell ordentlich was fürs angeknackste Selbstvertrauen machen können. Und so begannen die Mannen von Ex-Trainer Heiko Herrlich auch: Mit mutigem Spiel nach vorne kamen Lars Bender und Co. zu ersten gefährlichen Torabschlüssen. Nach einem abgewehrten Schuss von Kevin Volland, lenkte Hoffenheimers Kasim Adams den Ball zwar ins eigene Tor, zum Pech der Werkself verwehrte Schiedsrichter Tobias Stieler dem Treffer allerdings die Gültigkeit. Für das 1:0 sorgten stattdessen die Gäste – Reiss Nelson schlenzte den Ball unhaltbar für Lukas Hradecky ins Tor (19.). Doch die Werkself steckte nicht auf und kam nach einer halben Stunde durch Karim Bellarabi zum verdienten Ausgleich. Doch das 1:1 währte nur kurz, denn drei Minuten später brachte Joelinton die Gäste wieder in Front (33.). Kurz nach der Pause musste die Werkself dann den dritten Gegentreffer hinnehmen: Vincenzo Grifo verwandelte einen Foulelfmeter (48.), nachdem Joelinton im Strafraum über das Bein von Jonathan Tah gefallen war. Fortan drehten die Hausherren auf, übernahmen die Initiative und schnürten die Kraichgauer ein – ein Treffer wollte an diesem November-Tag allerdings nicht mehr gelingen. Anders als bei den überaus effizient agierenden Gästen, bei denen erneut Joelinton den Schlusspunkt zum 4:1 zu setzen wusste (77.). Ein aufgrund des Spielverlaufs brutales Resultat für das schwarz-rote Herz (zum Spielbericht).


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