
Die Werkself geht mit reichlich Rückenwind und dem Selbstvertrauen von elf Pflichtspielen ohne Niederlage in ihr abschließendes Heimspiel des Jahres. Wenn Schiedsrichter Tobias Stieler am Mittwoch um 20.30 Uhr die Partie des 16. Bundesliga-Spieltags gegen den SV Werder Bremen anpfeift, ist indes auch Vorsicht geboten. Denn gegen die Grün-Weißen hat sich Bayer 04 gerade auf eigenem Platz in letzter Zeit ziemlich schwer getan: Lediglich drei der vergangenen zwölf Heimspiele wurden gewonnen. Dazu kommt Werder unter dem neuen Trainer Florian Kohfeldt mit der Empfehlung von drei Siegen aus den letzten vier Spielen. Nicht nur deshalb warnt Sportchef Rudi Völler: „Wer Werder am derzeitigen Tabellenstand misst, macht einen Fehler. Wir werden alles investieren müssen, um die Bremer zu schlagen.“
Auch Trainer Heiko Herrlich geht fest davon aus, dass Werder ein höchst wehrhafter Widersacher in der BayArena sein wird. „Wir stehen vor einer ganz, ganz schwierigen Aufgabe. Das sage ich zwar sehr oft, aber diesmal meine ich es auch ganz besonders so. Bremen ist seit dem Trainerwechsel richtig ins Rollen gekommen und taktisch sehr variabel. Das Team hat viel mehr Potenzial, als es der Platz in der Tabelle aussagt. Wir müssen alles abrufen, um endlich mal wieder drei Punkte in der BayArena gegen Werder zu holen“, sagte der Bayer 04-Chefcoach auf der Spieltags-Pressekonferenz im Mediencenter der BayArena, die wie üblich als Livestream auf bayer04.de und Facebook übertragen wurde.
Dem neuen Werder-Coach Florian Kohfeldt schreibt Herrlich einen großen Anteil am Aufschwung zu. „Ich habe im vergangenen Jahr in der 3. Liga mit Regensburg Bekanntschaft mit ihm gemacht, als er Bremens Reserve betreute. Er hat ein gutes Gefühl dafür, die Mannschaft taktisch richtig einzustellen. Großes Kompliment“, sagte der Bayer 04-Chefcoach, der auch vor Bremens in starker Form befindlichen Angreifer Max Kruse viel Respekt hat: „Kruse ist brandgefährlich, als Vorbereiter wie als Vollstrecker. Er ist ein Schleicher zwischen den Linien und nur schwer zu greifen. Deshalb ist das auch keine Aufgabe für nur einen von uns, sondern wir müssen ihn als Team gut verteidigen.“
Die Tatsache, dass seine Mannschaft seit nunmehr zehn Ligaspielen ungeschlagen ist, steht für Herrlich nicht im Vordergrund. „Für mich geht es nicht um eine Serie, sondern um ein Spiel, wo wir alle unsere Möglichkeiten abrufen wollen. Arbeit und Laufbereitschaft sind immer wieder aufs Neue die Basis von allem“, betont der Chefcoach der Werkself, der seiner Mannschaft diesbezüglich ein großes Lob ausspricht. „Obwohl wir in den meisten Spielen viel Ballbesitz haben und ein frühes Gegenpressing ausüben, haben wir noch kein einziges Kontertor bekommen. Das zeigt die hohe Disziplin unserer Spieler und dass sie verinnerlicht haben, dass wir letztlich alle angreifen und alle verteidigen. Entscheidend ist immer die Bereitschaft, der Mannschaft helfen zu wollen“, so Herrlich weiter. Ein Beispiel dafür ist auch Leon Bailey, „der ja zuletzt im 3-4-3-System in der mittleren Linie als verkappter Linksverteidiger defensiv sehr gut agiert hat. Daran sieht man, wie willig und lernbereit er ist“.
Personell hat Bayer 04 bis auf den gesperrten Wendell, der sowohl gegen Bremen als auch danach in Hannover fehlen wird, im Pokal am 20. Dezember in Mönchengladbach aber wieder spielberechtigt ist, sowie den verletzten Charles Aránguiz und Vladlen Yurchenko alle Mann an Bord. Bayer 04 rechnet Mittwochabend mit 26.000 Fans, darunter 2.400 Anhänger aus Bremen.

Werkself-TV zeigt die Pressekonferenz nach dem 4:3-Sieg beim 1. FSV Mainz 05 am 5. Bundesliga-Spieltag 2026/27 mit den beiden Cheftrainern Carles Martínez und Urs Fischer...
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Sechster Sieg im sechsten Spiel: Die U19 von Bayer 04 weist nach dem 3:1 (2:1) gegen Alemannia Aachen am 7. Spieltag der Vorrunde in der DFB-Nachwuchsliga weiterhin eine makellose Bilanz auf und bleibt souveräner Tabellenführer in Gruppe G. Für die Leverkusener traf Gabriel Minutillo im Ulrich-Haberland-Stadion zunächst zweimal per Elfmeter. Im zweiten Durchgang legte Torjäger Aleksa Damjanovic den dritten Treffer für Schwarz-Rot nach.
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Wichtiger Erfolg: Die U17 von Bayer 04 hat am 8. Spieltag der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga gegen den FC Viktoria Köln 3:0 (2:0) gewonnen. In der ersten Hälfte trafen Valon Bedzeti (22.) und Louis Lomboy (28.) für Schwarz-Rot, Bedzeti entschied die Partie nach dem Seitenwechsel (69.) für die über die gesamte Dauer konzentriert verteidigenden Leverkusener.
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1996 konnte Bayer 04 mit Peter Hermann den Abstieg gerade noch so abwenden. Was folgte, war ein Trainerwechsel, der für Hermann zur Geduldsprobe werden sollte. Bis er unter Berti Vogts und Klaus Toppmöller mit dem Klub zu neuen Höhenflügen ansetzte: das Vize-Triple und das Finale der UEFA Champions League. Doch es sollte turbulent bleiben, denn nach der Übersaison folgte der erneute Fast-Absturz – und für den stets Bayer 04-loyalen Peter Hermann deutete sich der erste Klub-Wechsel an. Folge 3 beleuchtet Hermanns Jahre zwischen den Trainern Christoph Daum, Berti Vogts und Klaus Toppmöller.
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