
Der Iraner war nach seinem ersten Bundesliga-Treffer und einem weiteren Assist bestens gelaunt. „Ich bin überglücklich, über mein Tor und vor allem darüber, dass wir gewonnen haben. Wir haben die ganze Woche über hart und fokussiert gearbeitet. Und jetzt gilt unsere volle Konzentration dem nächsten Spiel gegen Frankfurt“, sagte Azmoun. Kapitän Lukas Hradecky sagte nach dem Spiel: „Das frühe Gegentor war ein Schock, aber zum Glück ist Patrik sehr schnell der Ausgleich gelungen. Das war ein ganz wichtiger Schritt zum Erreichen unserer Ziele.“

Bayer 04 ging ohne Sieben in das Duell im Sportpark Ronhof. Neben den fünf Verletzten Florian Wirtz, Jeremie Frimpong, Amine Adli, Timothy Fosu-Mensah und Karim Bellarabi musste die Werkself auch ohne die beiden nach fünf Gelben Karten gesperrten Piero Hincapie und Robert Andrich auskommen. Im Vergleich zur Begegnung mit RB Leipzig nahm Chefcoach Gerardo Seoane drei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor: Für Hincapie, Andrich und Exequiel Palacios begannen Kerem Demirbay, Paulinho und Sardar Azmoun. Für den Iraner war es der zweite Startelf-Einsatz.
Mehr Konsequenz, Mut und Entschlossenheit in der Offensive hatte Seoane vor der Partie beim Tabellenletzten gefordert. Forsch und angriffslustig wollten die Leverkusener ihre Aufgabe angehen, doch sie wurden früh ausgesprochen kalt erwischt. Fürth drang über die rechte Seite in den Strafraum, den Flachschuss von Ngankam vermochte Lukas Hradecky noch reaktionsschnell abzuwehren, doch Bayer 04 bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone, und Willems drosch ihn im Nachfassen mit Wucht zur Führung ins Netz – 1:0 (5.). Die Werkself indes schlug zeitig zurück. Nach einer Ecke von Demirbay prallte die Kugel von Fürths Kapitän Hrgota zu Patrik Schick, dessen Abseitsposition somit aufgehoben war, und der Tscheche lenkte den Ball geistesgegenwärtig mit der Hacke an Linde vorbei ins Netz – 1:1 (9.), Saisontreffer Nr. 21 für den Torjäger.
Die Gäste blieben nach dem Ausgleich am Drücker – und profitierten wie schon beim 1:1 von der unfreiwilligen Hilfe des Gegners: Fürths Torhüter Linde vertändelte am eigenen Fünfer die Kugel gegen Sardar Azmoun, der sie danach nur noch ins verlassene Tor schieben musste – das 1:2 (18.) und der erste Treffer Azmouns für die Leverkusener. Paulinhos Abschluss kurz darauf wurde gerade noch von Griesbeck zur Ecke geblockt (23.). Gleiches galt für den Versuch von Moussa Diaby mit rechts nach Paulinhos Flanke, als ebenfalls noch ein Fürther Bein dazwischen war (25.). Bayer 04 kontrollierte mit der Führung im Rücken Ball und Gegner, ließ im Umschaltspiel aber in manchen Szenen die nötige Präzision missen, wie beim aussichtsreichen Konter über Paulinho, der ins Leere lief (38.).

Umso besser ausgespielt hingegen die Kombination zwischen Azmoun und Schick, der den Ball aufs kurze Eck donnerte, wo Linde aber rechtzeitig die Fäuste hochriss (41.). Kurz darauf eine Schrecksekunde, als Azmoun mit dem linken Knie ganz unglücklich wegrutschte, es ging aber weiter für ihn (43.). Bayer 04 nahm eine verdiente 2:1-Führung mit in die Pause.
In Durchgang zwei legten die Leverkusener nach sieben Minuten das vermeintliche 3:1 nach, als Paulinho den Ball nach einem schönen Konter über Azmoun und Diaby ins Tor drückte, doch Flankengeber Diaby hatte zuvor hauchzart im Abseits gestanden (52.). Sechs Minuten später jedoch hatte der Brasilianer seinen Treffer, als er nach einem feinen No-look-Pass per Außenrist von Azmoun den Ball erst nicht richtig traf, ihn dann aber gedankenschnell mit dem zweiten Versuch in die Maschen spitzelte – das 1:3 (58.). Diabys Solo über rechts an zwei Fürthern vorbei ermöglichte Schick eine Direktabnahme mit rechts, die Kugel rauschte aber am Pfosten vorbei (68.).

Gerardo Seoane nahm seinen ersten Wechsel vor und ersetzte Azmoun durch Daley Sinkgraven, der Niederländer sortierte sich rechts offensiv ein, Diaby agierte fortan zentraler neben Schick (72.). Wenig später kam auch Exequiel Palacios für Demirbay (77.). Schick eröffnete sich nach Mitchel Bakkers flacher Hereingabe die nächste Möglichkeit, er traf den scharf getretenen Ball aber nicht (79.). Bayer 04 wechselte doppelt, Julian Baumgartlinger und Lucas Alario kamen für Diaby und Schick (82.). Und die Werkself machte alles klar: Palacios wurde nicht angegriffen, zog aus gut 20 Metern ab und traf flach ins linke Eck zum 4:1 (84.). Fürth, das nun als erster Absteiger feststeht, hatte einer effektiven Leverkusener Mannschaft nichts mehr entgegenzusetzen. Bayer 04 profitierte von der Niederlage Leipzigs gegen Union Berlin und ist nun wieder Tabellendritter.
Für die Werkself geht es mit dem 32. Spieltag und der Partie in der BayArena am Montag, 2. Mai, gegen Eintracht Frankfurt weiter (Anstoß: 20.30 Uhr).
Die Statistik:
Greuther Fürth: Linde – Griesbeck, Viergever, L. Itter – Asta, Tillman (82. Dudziak), Raschl, Green, Willems (70. Jung) – Ngankam (82. Abiama), Hrgota
Bayer 04: Hradecky – Kossounou, Tah, Tapsoba, Bakker – Aránguiz, Demirbay (77. Palacios) – Diaby (82. Baumgartlinger), Azmoun (72. Sinkgraven), Paulinho – Schick (82. Alario)
Tore: 1:0 Willems (5.), 1:1 Schick (9.), 1:2 Azmoun (18.), 1:3 Paulinho (58.), 1:4 Palacios (84.)
Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart)
Zuschauer: 11.579

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