
Im Vergleich zum 5:1-Sieg gegen Molde FK zum Abschluss der Europa-League-Gruppenphase veränderte Cheftrainer Xabi Alonso seine Startelf auf acht Positionen. Einzig Jonathan Tah, Edmond Tapsoba und Jonas Hofmann begannen erneut. Unter dem Eindruck der sehenswerten Choreografie der Fans vor dem Anpfiff suchte die Werkself sofort die Spielkontrolle, verfügte in der Anfangsviertelstunde über zwei Drittel Ballbesitz-Anteil. Beide Teams gingen intensiv zu Werke, Exequiel Palacios holte sich früh seine fünfte Gelbe Karte in der laufenden Bundesligasaison ab und wird damit beim Jahresabschluss gegen Bochum am kommenden Mittwoch fehlen.
In der Folge suchten die Hausherren dann zunehmend die Offensive - und gingen mit dem ersten Abschluss in Führung. Victor Boniface lief von halblinks in Richtung Strafraum und netzte aus 16 Metern trocken ins lange untere Eck ein (14.). Während die Werkself spielerische Lösungen bevorzugte, wählte die SGE einen körperbetonten Ansatz. Die Gäste aus Frankfurt kamen nach 28 Minuten zu ihrer ersten Großchance, Tutas Abschlussversuch aus kurzer Distanz vereitelte Tah jedoch mit einer starken Rettungstat im letzten Moment. Auf der Gegenseite setzte Alejandro Grimaldo einen direkt ausgeführten Freistoß nur Zentimeter übers Tor (35.). Weitere Offensivaktionen gab es vor der Pause nicht, so blieb es nach 45 Minuten beim knappen Vorsprung der überlegenen Werkself.







Die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel gehörte Florian Wirtz, der seinen Schuss aber einen Meter zu weit links ansetzte (51.). Erfolgreicher war da nur eine Minute später Jeremie Frimpong, der einen Abstauber in Folge eines Boniface-Abschlusses und einer Parade von SGE-Keeper Kevin Trapp zum 2:0 verwertete. Nur gute fünf Minuten später erhöhte Wirtz dann per sehenswertem Chipball über Trapp hinweg nach Vorarbeit von Boniface sogar auf 3:0. Die Gastgeber hatten das Geschehen vollends im Griff, einen Abschluss von Fares Chaibi parierte Lukas Hradecky (71.). Kurz darauf betrat Patrik Schick das Feld - und nach nicht einmal zwei Minuten zu einem ersten Kopfball (73.). Zehn Minuten vor Abpfiff traf Wirtz noch einmal die Querlatte, auch der eingewechselte Piero Hincapie schoss ans Aluminium (85.). Am Ende standen der verdiente 3:0-Erfolg und ein erneut überzeugender Auftritt der Werkself, auch weil ein Elfmeterpfiff für Bayer 04 in der Nachspielzeit nach Eingriff des VAR zurückgenommen wurde.






Für das dritte Heimspiel der Werkself in Serie - und zugleich letzte Duell des Kalenderjahres - gastiert der VfL Bochum 1848 in der BayArena. Anpfiff ist am Mittwoch, 20. Dezember, um 20.30 Uhr. Anschließend geht es in die wohlverdiente Weihnachtspause.
Die Statistik:
Bayer 04: Hradecky – Kossounou, Tah, Tapsoba - Frimpong (82. Tella), Xhaka, Palacios (82. Hincapie), Grimaldo - Hofmann (82. Hlozek), Wirtz (87. Amiri) - Boniface (72. Schick)
Frankfurt: Trapp - Tuta, Koch (64. Smolcic), Pacho - Buta, Dina Ebimbe (72. Hauge), Larsson (72. Baum), Nkounkou - Knauff, M. Götze (64. Skhiri) - Chaibi (82. Ngankam)
Tore: 1:0 Boniface (14.), 2:0 Frimpong (52.), 3:0 Wirtz (57.)
Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)
Gelbe Karten: Palacios – Götze
Zuschauer: 30.210 (ausverkauft) in der BayArena

Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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Ein torreiches 2025 liegt hinter der Werkself: Los ging's direkt mit einem Blitzstart – Nathan Tella trifft in Dortmund schon nach wenigen Sekunden zum ersten Mal im neuen Fußball-Jahr. Weitere Highlights liefern dann Florian Wirtz, Aleix Garcia, immer wieder Patrik Schick und natürlich Alejandro Grimaldo mit seinen europaweit gefürchteten Freistößen. Die Highlights zum Ende des Jahres: Wichtige Pokal-Treffer von Ibrahim Maza, vielumjubelte Siegtore in Lissabon und Manchester, der Scorpion Kick von Martin Terrier im Derby und als ganz besonderer Abschluss in 2025: Montrell Culbreath aus der U19 mit seinem Treffer zum 3:1-Sieg in Leipzig bei seinem Debüt. Viel Spaß beim Schauen!
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