
Chefcoach Carles Martínez hatte seine Anfangsformation im Vergleich zum 5:2-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg in der 2. Runde des DFB-Pokals auf fünf Positionen verändert. Anstelle von Janis Blaswich kehrte Mark Flekken zurück zwischen die Pfosten. Vor ihm begannen Jarell Quansah, Ezequiel Fernández, Ibrahim Maza und Patrik Schick für Robert Andrich, Jonas Hofmann, Malik Tillman und den mit muskulären Problemen fehlenden Nathan Tella.
Nach einer sehenswerten Choreografie der Bayer 04-Fans in der Nordkurve zeigten auch die Akteure auf dem Rasen zu Beginn durchaus ansehnlichen Fußball. Die Werkself wirkte gierig und erkämpfte sich früh viele Spielanteile. Dann aber folgten zwei Dämpfer aus dem Nichts: Die beiden ersten Abschlüsse brachte der VfB in Person von Ermedin Demirovic (14.) und Jamie Leweling (22.) im Werkself-Gehäuse unter.
Schwarz-Rot reagierte auf den Doppelschlag unbeeindruckt und startete die Antwort. Setzte Schick seinen ersten Kopfball noch zu hoch an (25.), traf er mit dem zweiten ins Schwarze (29.) – der 1:2-Anschluss! Und Bayer 04 drückte weiter: Mazas Abschluss knallte an die Unterkante der Latte (33.). Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es dann hitzig. Infolge eines Gäste-Fouls und einer Rudelbildung verteilte Schiedsrichter Benjamin Brand gleich vier gelbe Karten. Danach ging es aber sportlich ebenfalls noch einmal rund – auf Bayer 04-Seite zielten Aleix Garcia und Afonso Moreira zu ungenau, der VfB antwortete mit einem Lattenschuss von Leweling. Erst dann konnten die Zuschauer in der BayArena durchatmen.







Wie Halbzeit eins begann auch der zweite Durchgang: Eigentlich hatte Schwarz-Rot gut ins Spiel gefunden, wurde aber erneut von der Stuttgarter Effizienz kalt erwischt. Diesmal war es Bilal El Khannouss, dessen Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:3 aus Leverkusener Sicht im rechten unteren Toreck landete (51.). Zwar blieb die Werkself aktiv und wäre beinahe durch Moreira (56.) und Schick (57.) zum direkten Anschluss gekommen, dennoch waren es erneut die Stuttgarter, die jubelten. Am Ende eines Konters gelang Demirovic sein zweiter Treffer (66.).
Doch Bayer 04 steckte auch nun nicht auf – und die Leverkusener Offensivbemühungen wurden belohnt: Ibrahim Maza traf per Kopf zum 2:4 (79.). Bis zum Schlusspfiff versuchte Schwarz-Rot noch einmal alles, weitere Tore waren den Hausherren an diesem Tag jedoch nicht vergönnt. Damit musste die Werkself nach wettbewerbsübergreifend sechs Siegen in Folge die erste Heimniederlage der laufenden Spielzeit hinnehmen.







Für die Werkself geht es nun in die letzte Englische Woche vor der anstehenden Länderspielpause. Am Donnerstag, 5. November (Anstoß: 21 Uhr), heißt der Gegner im Heimspiel in der UEFA Europa League Olympique Marseille aus Frankreich. Am darauffolgenden Sonntag, 8. November (Anstoß: 15.30 Uhr), geht es dann für Schwarz-Rot einmal über den Rhein zum Derby beim 1. FC Köln.
Die Statistik:
Bayer 04: Flekken - Quansah, Tapsoba, Medina, Gutiérrez - Fernández (75. Andrich), Garcia (83. Boniface) - Vázquez (62. Hofmann), Maza, Moreira (75. Tillman) - Schick
VfB Stuttgart: Seimen - Jaquez (65. Jeltsch), Chabot, Hendriks - Leweling (85. Al-Dakhil), Prömel, Karazor, Führich (65. Mittelstädt) - El Khannouss (85. Pejcinovic), Undav (72. Nartey) - Demirovic
Tore: 0:1 Demirovic (14.), 0:2 Leweling (22.), 1:2 Schick (29.), 1:3 El Khannouss (51.), 1:4 Demirovic (66.), 2:4 Maza (79.)
Gelbe Karten: Fernández, Medina, Garcia, Maza - Chabot, Jaquez, Karazor, Demirovic
Schiedsrichter: Benjamin Brand
Zuschauer: 30.210 (ausverkauft) in der BayArena

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Am Mittwochabend hatten die Zuschauer in der BayArena ein echtes Spektakel zu sehen bekommen. Mit dem Rückenwind aus dem 5:2-Sieg im DFB-Pokal gegen den 1. FC Nürnberg will die heimstarke Werkself auch das sechste Duell der Saison im eigenen Stadion gewinnen. Der Gegner VfB Stuttgart zeigte sich bisher nur schwierig zu berechnen: In der Liga stehen die Schwaben aktuell nur auf Rang 15, in der UEFA Champions League läuft es dafür umso besser. Welches Gesicht wird der VfB in Leverkusen zeigen? Die Kurzpässe.
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