
„Wir waren von der ersten Minute an wach und griffig und haben eine reife Leistung gezeigt“, analysierte Lars Bender nach der Partie. „Alle haben sich heute voll reingehauen. Jetzt haben wir uns in eine gute Position acht Spieltage vor Saisonende gebracht.“ Zwillingsbruder Sven meinte: „Wir wussten, wie stark die Gladbacher sind und wollten mit hoher Intensität ins Spiel gehen. Das ist uns gelungen. Ich bin froh, dass wir dieses wichtige Spiel gewinnen konnten.“
Mit einer Veränderung im Vergleich zum 2:1-Sieg in Wolfsburg ging Bayer 04 in die Partie. Anstelle von Karim Bellarabi durfte heute wieder Leon Bailey am linken Flügel ran. Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Die Werkself wollte mit einem Sieg den Vorsprung auf einen direkten Konkurrenten um die internationalen Plätze ausbauen, Mönchengladbach den Anschluss an eben solche halten.
„Wir wollen die Gladbacher früh anlaufen und attackieren, um sie gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen“, hatte Cheftrainer Heiko Herrlich vor der Partie gesagt. Wie üblich führte Lars Bender seine Mannschaft aufs Feld - der Kapitän bestritt heute sein 200. Bundesligaspiel. Und der Jubilar setzte nach fünf Minuten auch gleich mal den ersten Akzent, prüfte Borussia-Keeper Sommer mit einem Schuss aus 17 Metern. Im Gegenzug durfte sich Bernd Leno bei einem Abschluss von Grifo erstmals beweisen (6.), hatte aber ebenso wenig Probleme beim Entschärfen wie wenig später Sommer bei einem Havertz-Schuss vom Strafraumeck (11.).
Die Werkself hatte mehr Zug zum Tor, deutlich mehr Spielanteile als die Gäste und ein klares Chancenplus. Charles Aránguiz mit einem Freistoß (18.) und Leon Bailey mit einem Linksschuss (22.) besaßen die nächsten Möglichkeiten. Der Jamaikaner hatte bei einem Konter wenig später wieder von der linken Seite abgezogen - und dabei den mitgelaufenen und freistehenden Aránguiz übersehen (24.). Der Druck der Gastgeber wurde immer größer. Das nächste dicke Ding hatte Kevin Volland auf dem Scheitel: Nach starker Flanke des inzwischen auf die rechte Seite gewechselten Bailey traf Volland aus drei Metern den Ball per Kopf nicht richtig - die Kugel ging Zentimeter am linken Pfosten vorbei (36.).
Drei Minuten später dann aber die längst fällige Führung für die Werkself. Wieder ging Bailey auf rechts durch, wieder chippte er seine Flanke maßgenau auf den Kopf von Volland, der perfekt auf Lucas Alario ablegte - und der Argentinier vollstreckte aus drei Metern mit links zum 1:0 für Schwarz-Rot (39.). Es war der siebte Saisontreffer unserer Nr. 13.
Das Herrlich-Team blieb am Drücker, ging auf den zweiten Treffer gegen die Gladbacher, die in der Offensive jetzt kaum stattfanden. Bei Alarios schönem Schlenzer aus 17 Metern kurz vor dem Halbzeitpfiff fehlte nicht viel - der Ball ging haarscharf am rechten Pfosten vorbei (45.).
In der zweiten Halbzeit machte die Werkself da weiter, wo sie in der ersten aufgehört hatte: Mit Hochgeschwindigkeitsfußball vor allem über die rechte Seite, wo Bailey kaum zu halten war. Kurz nach Wiederanpfiff bediente der Jamaikaner den ganz starken Alario, der seinen Kopfball knapp neben den linken Pfosten setzte (48.). Bayer 04 blieb klar tonangebend, griffig in den Zweikämpfen und brandgefährlich bei seinen Angriffen. Und immer wieder kam Alario zum Abschluss - so in der 63. Minute, als er wieder von Volland in Szene gesetzt, sein Schuss aber aus kurzer Distanz von Vestergaard abgeblockt wurde (63.).
Nach 68 Minuten kam Julian Brandt für Bailey ins Spiel, Volland wechselte auf die rechte Seite, Brandt übernahm den linken Flügel. Die Werkself kontrollierte weiterhin das Geschehen, blieb hoch konzentriert gegen nun druckvollere Mönchengladbacher. Erst in der Schlussphase kamen die Gäste wieder gefährlicher vors Bayer 04-Tor und machten die Partie nun noch einmal spannend. Der ehemalige Leverkusener Josip Drmic kam aus fünf Metern frei zum Kopfball, setzte die Kugel aber knapp neben das Tor (82.). Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit rettete Leno seine Mannschaft vor dem Ausgleich, als er einen Kopfball von Wendell aufs eigene Tor mit starkem Reflex entschärfte (89.).
In der Nachspielzeit vergab zunächst Aránguiz per Kopfball die nächste große Chance der Gastgeber (90.+1), dann setzte Julian Brandt nach Klasse-Zuspiel von Alario den Lucky Punch und machte mit dem 2:0 den Deckel drauf (90.+3). Für Brandt war es sein zweites Joker-Tor in Folge und sein sechster Bundesliga-Saisontreffer insgesamt.
Am Sonntag nächster Woche geht es für die Werkself mit dem Derby gegen den 1. FC Köln weiter. Das Duell wird am 18. März um 15.30 Uhr im RheinEnergieStadion angepfiffen.
Die Statistik:
Bayer 04: Leno – L. Bender, Tah, S. Bender, Wendell (90.+2 Retsos)– Baumgartlinger, Aránguiz – Volland, Havertz (85. Kohr), Bailey (68. Brandt) – Alario
Bor. M’gladbach: Sommer - Elvedi, Ginter, Vestergaard, Jantschke (71. Cuisance) - Kramer, Zakaria (79. Drmic) - T. Hazard, Grifo - Stindl, Bobadilla (64. Hofmann)
Tore: 1:0 Alario (39.), 2:0 Brandt (90.+3)
Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)
Gelbe Karten: Zakaria, Vestergaard, Kramer
Zuschauer: 28.809

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