
Schmidt baute seine Startelf im Vergleich zum 1:1 beim ZSKA Moskau in der Champions League auf vier Stellen um: Wendell, Aleksandar Dagovic, Kai Havertz und Admir Mehmedi begannen anstelle von Tin Jedvaj, Chicharito, Kevin Volland (alle Bank) und Ömer Toprak. Letzterer stand aufgrund von Knieproblemen nicht im Kader der ersatzgeschwächten Werkself.
Mehmedi verpasst frühe Führung
Die Werkself ging mutig ins Spiel und hätte sich dafür nach knapp zwei Minuten fast schon belohnt: Hakan Calhanoglu überraschte mit einem tollen Pass auf Admir Mehmedi die Viererkette der Bayern, der Schweizer zögerte auf der linken Strafraumseite nicht lange – sein Schuss ging nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Auch im weiteren Spielverlauf zeigte sich Bayer 04 auf Augenhöhe. Calhanoglu versuchte es wenig später aus der Distanz, doch Bayern-Keeper Manuel Neuer konnte den Ball parieren (8.).
Mit fortlaufender Dauer kamen die Münchner besser ins Spiel und erarbeiteten sich Chancen: Joshua Kimmich verpasste mit der bis dahin besten Münchner Chance freistehend per Kopf die Führung (19.). Gut zehn Minuten später gingen die Platzherren in der ausverkauften Allianz-Arena dann in Führung. Bayer 04-Keeper Bernd Leno konnte einen Schuss von Philipp Lahm nur abklatschen lassen, ehe Thiago Alcantara gegen den geschlagenen Keeper der Werkself aus kürzester Distanz zum 1:0 für die Münchner einköpfen konnte (30.). Nur wenig später war Leno gegen FCB-Stürmer Robert Lewandowski zur Stelle, als er mit dem Fuß das drohende 2:0 verhindern konnte (33.).
Calhanoglu mit der schnellen Antwort
Die Werkself ließ sich nicht entmutigen und hatte die passende Antwort parat: Calhanoglu ließ Lahm aussteigen und traf nach einem Doppelpass mit Julian Brandt aus spitzem Winkel zum 1:1 – Neuer hatte bei dem wuchtigen Linksschuss unter die Latte keine Chance (35.). Bei diesem Resultat blieb es bis zur Pause.
Nach der Halbzeit präsentierte sich der FC Bayern angriffslustig und setzte die Werkself stark unter Druck: Nach einem Steilpass scheiterte Douglas Costa an Leno (56.), Sekunden später brachte Mats Hummels nach einer Ecke den Tabellenzweiten per Kopf erneut in Führung (56.).
Doch auch davon zeigte sich die Werkself unbeeindruckt: Calhanoglu versuchte nach einer Stunde aus der Distanz auf 2:2 zu stellen, doch der Deutsch-Türke scheiterte an Neuer (60.). Auch im weiteren Verlauf steckte die Schmidt-Equipe nicht auf und bot den zwar dominanten, nach vorne aber ungefährlich agierenden Münchnern die Stirn.
Elfmeterpfiff bleibt verwehrt
In der 82. Minute hatte der FC Bayern dann Glück: Der eingewechselte Kevin Volland setzte sich nach einem starken Zuspiel von Jonathan Tah erst gegen Javi Martinez durch, ehe er Neuer überlupfen konnte. Bei seinem Versuch, den Ball aus spitzem Winkel mit dem Kopf über die Torlinie zu drücken, wurde er vom zurückgeeilten Martinez gestört. Der Innenverteidiger der Bayern setzte bei seiner Rettungsaktion allerdings den Arm ein, was Schiedsrichter Marco Fritz und seine Assistenten allerdings nicht wahrnahmen. Der Elfmeterpfiff und die fällige Rote Karte blieben aus – eine strittige Entscheidung.
Die Werkself spielte bis zum Ende auf den Ausgleich. In der Nachspielzeit bot sich Calhanoglu noch einmal die Chance, doch sein Freistoß aus 25 Metern landete in den Armen von Neuer. So blieb es am Ende beim 1:2.
Bayer 04 bleibt damit mit 16 Punkten im Mittelfeld der Tabelle. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) empfängt die Werkself am 13. Spieltag in der BayArena den SC Freiburg.
Statistik
FC Bayern München: Neuer – Kimmich, Martinez, Hummels, Alaba - Alonso – Thiago, Lahm (82. Vidal) – Müller (65. Robben), Costa (74. Ribery) – Lewandowski
Bayer 04: Leno – Henrichs, Tah, Dragovic, Wendell – Aránguiz, Kampl – Havertz, Calhanoglu, Brandt (58. Volland) – Mehmedi (58. Chicharito)
Tore: 1:0 Tiago (30.), 1:1 Calhanoglu (35.), 2:1 Hummels (56.)
Gelbe Karten: – / –
Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)
Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)


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