
Cheftrainer Peter Bosz veränderte seine Anfangsformation im Vergleich zum knappen 1:2 gegen Bayern München kurz vor Weihnachten auf einer Position: Daley Sinkgraven musste wie Wendell aufgrund eines positiven Corona-Testergebnisses aussetzen. Für den Niederländer begann Mitchell Weiser hinten links.
Die Werkself, zum Auftakt ins neue Jahr in ihren silbernen Trikots aufgelaufen, startete in ihrer gewohnten Formation mit einer Vierer-Abwehrreihe und dem Geburtstagskind Julian Baumgartlinger als Defensivpart des Dreier-Mittelfelds. Die Ballkontrolle übernahm wie gewohnt das Team von der Dhünn. Frankfurt machte die Räume in ihrer Defensive eng – doch die spielstarken Gäste fanden bereits nach neun Minuten die Lücke. Youngster Florian Wirtz bediente den einlaufenden Nadiem Amiri per Lupfer, der nahm den Ball gekonnt mit und schob ihn mit dem Rücken zum Tor stehend per Hacke durch die Beine von SGE-Torhüter Kevin Trapp zur Führung ein.

Rund fünf Minuten nach dem 1:0 wurde es dann auch erstmals auf der Gegenseite gefährlich: Nach einem langen Pass lief Eintracht-Torjäger André Silva alleine auf Lukas Hradecky zu, Innenverteidiger Edmond Tapsoba konnte den Portugiesen aber noch einholen und klären. In der Folge dominierte Schwarz-Rot zwar erst einmal weiter das Geschehen, erfolgreich waren aber die Hessen: Amin Younes erlief einen Schnittstellenpass von Djibril Sow, blieb vor Hradecky cool und schob den Ball ins linke Eck zum 1:1 ein (22.).
Fortan entwickelte sich das Duell zu einem auf Augenhöhe. Die beste Chance im weiteren Verlauf vor der Pause hatte SGE-Torschütze Younes. Der 27-Jährige stand plötzlich 13 Meter vor dem Tor alleine vor Hradecky, geriet aber etwas in Rücklage und setzte den Ball daher am Ende deutlich über die Querlatte (39.). Dann war Pause im Deutsche Bank Park, das Remis nach 45 Minuten leistungsgerecht.

Wie zum Ende des ersten Abschnitts gestaltete sich das Duell auch in den Anfangsminuten des zweiten Durchgangs ausgeglichen. Doch dann waren die Gastgeber ein zweites Mal erfolgreich und hatten das Ergebnis zu ihren Gunsten gedreht: Daichi Kamada wurde auf rechts bedient, lief mit dem Ball einige Meter in Richtung Grundlinie und passte ihn dann wuchtig ins Zentrum. Dort wollte Tapsoba vor Silva klären, schob die Kugel aber ungewollt ins eigene Tor (54.).
Da sich die Werkself in der Folge keine Großchancen erspielen konnte, entschied sich Bosz für einen Dreifach-Wechsel: Kerem Demirbay, Karim Bellarabi und Lucas Alario kamen in die Partie. Dafür verließ unter anderem Außenverteidiger Weiser das Feld – Bosz wollte logischerweise die Offensive stärken. Es war jedoch die Eintracht, die erneut erfolgreich hätte sein können, vielleicht sogar müssen: In der 73. Minute stand Kamada frei vor Hradecky, verzog jedoch deutlich; der Japaner hatte den Ball nicht optimal getroffen.

Zehn Minuten vor dem Ende fiel dann beinahe das zweite Eigentor des Tages: Der eingewechselte Bellarabi brachte den Ball von rechts rein. SGE-Defensivmann Martin Hinteregger wollte bereinigen, traf dabei das Lattenkreuz. Mehr war nicht mehr drin, sodass Schwarz-Rot nach zuvor zwölf Ligaspielen ohne Niederlage die zweite in Folge hinnehmen musste.
Weiter geht's für Bayer 04 in einer Woche: Das erste Heimduell in 2021 steigt dann am kommenden Samstag, 9. Januar. Um 15.30 Uhr trifft die Werkself in der BayArena auf Werder Bremen.
Die Statistik:
Frankfurt: Trapp – Abraham, Ndicka, Hinteregger – Hasebe, Sow – Durm (86. Touré), Kamada (76. Barkok), Younes (76. Kohr), Kostic – Silva
Bayer 04: Hradecky – Dragovic, Tah, Tapsoba, Weiser (67. Bellarabi) – Wirtz (67. Demirbay), Baumgartlinger, Amiri – Bailey, Schick, Diaby (67. Alario)
Tore: 0:1 Amiri (9.), 1:1 Younes (22.), 2:1 Tapsoba (54./Eigentor)
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)

Während die U16 am Wochenende gegen den FC Viktoria Köln den fünften Sieg hintereinander einfahren könnte, reitet auch die U15 auf einer echten Erfolgswelle: Nach zwei überzeugenden Turniersiegen zuletzt würden sich die Leverkusener mit einem Erfolg gegen den VfL Bochum 1848 die Meisterschaft sichern. Und der weibliche Nachwuchs befüllt ebenfalls fleißig das Trophäen-Kabinett – mit einem deutlichen 17:0 gewannen die U13-Juniorinnen den Verbandspokal. Das Ergebnisse und anstehenden Spiele der Nachwuchs-Kicker im Überblick.
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Großer Jubel an Fronleichnam: Die U13-Juniorinnen von Bayer 04 haben das Finale im Verbandspokal des Fußball-Verbands Mittelrhein (FVM) in beeindruckender Manier gewonnen. Ein deutliches 17:0 bescherte nach der Meisterschaft in der Leistungsstaffel West bereits den zweiten Titel der Saison. Für den Jungjahrgang der Leverkusener U16-Juniorinnen reichte es derweil nicht für einen Erfolg am Pokalfinal-Tag.
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