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13.08.2022Bundesliga

1:2 gegen Augsburg: Werkself nutzt Torchancen nicht

Zum Heimspielauftakt empfing die Werkself am 2. Spieltag den FC Augsburg, musste sich den Fuggerstädtern jedoch am Ende mit 1:2 (1:1) geschlagen geben. Dabei gingen die Gäste mit einem hohen Pressing und einer konzentrierten Defensive in die Partie, das Team von Cheftrainer Gerardo Seoane seinerseits mit deutlich mehr Ballbesitz. Dennoch war es der FCA, der durch Fredrik Jensen in der 15. Minuten in Führung ging. Die Werkself zeigte sich in der Folge engagiert und glich durch Charles Aránguiz kurz vor dem Halbzeitpfiff zum inzwischen verdienten 1:1 aus (43.). Auch in der zweiten Hälfte erarbeiteten sich Moussa Diaby und Co. zahlreiche Chancen und drückten auf den Führungstreffer, kassierten jedoch letztlich selbst den Treffer zum 1:2-Endstand gegen eine effiziente Augsburger Mannschaft.
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„Wir wollen uns endlich belohnen“, gab Gerardo Seoane vor der Partie die klare Zielstellung für den ersten Auftritt vor heimischer Kulisse in der BayArena vor. Dafür forderte der Schweizer auf der gestrigen Pressekonferenz vor allem „eine hohe Aggressivität und Energie“. Dass mindestens eine Mannschaft ihre ersten Punkte einfahren wird, war bereits vor der Partie klar. Denn beide Teams sind aus dem 1. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison ohne Punkte gegangen. Trotz einer guten Leistung musste sich die Werkself am vergangenen Wochenende bei Borussia Dortmund durch einen frühen Treffer knapp mit 0:1 geschlagen geben, die Augsburger unterlagen wiederum zu Hause dem SC Freiburg mit 0:4. 

Personell setzte Seoane durch die Rot-Sperre von Lukas Hradecky auf Andrey Lunev im Tor. Im Vergleich zur Partie gegen den BVB nahm der Schweizer auch im Feld vier weitere Änderungen vor: Ebenfalls neu waren Mitchel Bakker, Charles Aránguiz, Sardar Azmoun und Adam Hlozek. Erfreulich: Amine Adli stand erstmals seit dem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg am 20. März, bei dem er sich einen Sehnenriss im rechten Oberschenkel zugezogen hatte, wieder im Kader.

rückstand aus dem nichts

Die Partie startete wie vermutet: Die Augsburger versuchten, die Leverkusener früh anzunehmen. Die Seoane-Elf hatte dennoch in Sachen Ballbesitz die Nase vorn und hielt sich fast ausschließlich in der gegnerischen Hälfte auf. Doch das frühe Pressing der Gäste zeigte Wirkung, sodass die Fuggerstädter häufig den Spielfluss von Moussa Diaby & Co. unterbrechen konnten .In der 15. Minute war es dann jedoch die bis dato noch nicht in Erscheinung getretene Offensive der Augsburger, die den Spielverlauf in eine unerwartete Richtung lenken sollte.

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Quasi aus dem Nichts brachte Augsburgs Iago eine flache Hereingabe von links in die Mitte zu Ermedin Demirovic, der wiederum Mitspieler Fredrik Jensen vor sich sah und bediente - Lunev blieb dabei chancenlos, der Finne bewies aus kurzer Distanz ein gutes Auge, der Ball landete im Netz - 0:1.

Werkself erarbeitet sich Ausgleich

Auch nach dem Rückstand zeigte sich der Spielcharakter unverändert: Die Werkself war vorrangig am Ball, hatte dabei jedoch immer wieder mit Fehlern im Spielaufbau zu hadern, auf die die Gäste wiederum für eigene Chancen spekulierten - wie auch in der 30. Minute: Demirovic setzte sich gegen Bakker auf der rechten Außenbahn durch und zog einfach mal ab, Lunev musste sich lang machen und konnte dabei zur Ecke klären.

In der 34. Minute bot sich dann auch den Hausherren die erste größere Möglichkeit: Diaby brachte eine Flanke von rechts in den Strafraum und fand seinen Abnehmer in Azmoun, der das Tor mit dem Kopf nur knapp verfehlte. Nur wenige Minuten später dann endlich der erlösende Befreiungsschlag für die Offensiv-Bemühungen der Werkself:  Nach Klärung von Uduokhai landete der Ball bei Aránguiz, dieser fasste sich ein Herz und zog per flachem Schuss mit dem Spann an der Strafraumgrenze ab. Der Ball schlug unhaltbar im kurzen Eck ein. Der Schuss des Chilenen egalisierte damit kurz vor der Halbzeit doch noch die Augsburger Führung (43.).

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Jetzt schien der Knoten bei der Werkself geplatzt zu sein. Die Leverkusener kamen immer mehr in Fahrt, so auch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte: Tapsoba fand mit einer langen Hereingabe den auf rechts lauernden Azmoun. Die Nr. 9 der Werkself kam erneut mit dem Kopf an den Ball und verfehlte den Kasten nur knapp am langen Pfosten (45.+6).

Insgesamt kamen die Gastgeber durch eine stabile und konzentrierte Defensive des FCA nur schleppend in die Begegnung, zeigten sich im Laufe der Zeit vom 0:1-Rückstand aber unbeeindruckt und fanden daraufhin immer besser ins Spiel, sodass der späte Ausgleich verdient - und mit dem Pausenpfiff auch längst überfällig war.

klares chancenplus bleibt unbelohnt

Ohne personelle Veränderungen kamen beide Teams aus der Kabine. Die Werkself zeigte fortan jedoch absoluten Siegeswillen. Immer wieder fand Schwarz-Rot jetzt Lücken in Augsburgs Abwehr und drückte auf die Führung. So setzte sich Diaby beispielsweise in der 60. Minute durch ein schönes Dribbling durch, versuchte es im Anschluss aus der Distanz. Der Schuss des französischen Nationalspielers konnte jedoch von Demirovic geblockt werden, sodass sich der abgefälschte Ball gefährlich in Richtung FCA-Tor senkte - Gikiewicz, der bereits auf dem Weg nach vorne war, konnte noch im Rückwärtsgang den Ball mit seinen Fingerspitzen haarscharf über die Latte lenken.

Danach ging es Schlag auf Schlag weiter: Den Augsburgern fehlte zunehmend der Zugriff auf das Spiel, die Werkself fand ihrerseits den Weg immer wieder frei vor das Tor und erspielte sich auch zahlreiche Möglichkeiten, scheiterte jedoch immer wieder an der eigenen Chancenverwertung - so auch bei Azmouns zentralem Abschluss frei vor dem Tor. Aránguiz setzte daraufhin nach, der Chilene netzte ein zum Doppelpack, doch Benjamin Cortus pfiff das Tor aufgrund eines Fouls im Vorfeld zurück (69.). Nur wenige Augenblicke später kam Schwarz-Rot durch den frei auf Augsburgs letzten Mann zulaufenden Diaby zur nächsten Großchance, doch auch der Franzose bekam den Ball nicht am Polen vorbei. 

Hahns Einwechslung spielentscheidend

In der 81. Minute zeigte sich der Verlauf als Spiegelbild zur ersten Halbzeit: Die Fuggerstädter waren bislang kaum selbst in der Offensive in Erscheinung getreten, da war es der erst zuvor eingewechselte André Hahn, der aus der Distanz zum 1:2 aus Leverkusener Sicht traf. Der Treffer wurde zwar vom VAR aufgrund einer passiven Abseitsstellung überprüft, das Tor zählte jedoch. Auch zwei Minuten vor Abpfiff der regulären Spielzeit tat sich erneut die Chance zum Ausgleich auf: Tah versuchte es mit dem Kopf, aber auch er konnte den Ball nicht im Ziel unterbringen. So blieb es beim 1:2 aus Sicht der Seoane-Elf.

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Erneut ein Heimspiel

Damit wartet das Team von Gerardo Seoane nach wie vor auf die ersten Punkte in der neuen Spielzeit. Am kommenden Samstag, 20. August (Anstoß: 15.30 Uhr), bestreitet die Werkself erneut ein Heimspiel, dann empfängt die Seoane-Elf die TSG Hoffenheim. Die Kraichgauer konnten ihre Partie gegen den VfL 1848 Bochum am heutigen Samstag mit 3:2 für sich entscheiden. 

Die Statistik:

Bayer 04: Lunev – Frimpong (87. Kossounou), Tah, Tapsoba, Bakker (62. Hincapie) – Aránguiz (87. Pohjanpalo), Palacios (62. Demirbay) – Diaby, Azmoun, Hlozek (62. Adli) – Schick

FC Augsburg: Gikiewicz – Uduokhai, Gouweleeuw, Gumny – Iago (65. Caligiuri), Gruezo, Pedersen – Rexhbecaj (90. Pepi), Maier (88. Bauer) – Demirovic (65. Hahn), Jensen (65. Niederlechner)

Tor: 1:0 Jensen (15.), 1:1 Aránguiz (43.), 1:2 Hahn (82.)

Gelbe Karten: Azmoun – Pedersen, Demirovic, Gouweleeuw, Rexhbecaj, Gikiewicz, Bauer

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Burgfarrnbach)

Zuschauer: 22.903

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