
Cheftrainer Peter Bosz tauschte seine erste Elf im Vergleich zum 0:0 beim VfL Wolfsburg auf einer Position: Sommer-Neuzugang Patrik Schick (AS Rom) begann in der Sturmspitze anstelle von Lucas Alario und feierte damit sein Startelf-Debüt für Schwarz-Rot. Leon Bailey, Anfang der Woche von seiner vorsorglichen Quarantäne auf Jamaika an die Dhünn zurückgekehrt, nahm zudem den Kader-Platz von Joel Pohjanpalo ein.
Das 700. Bundesliga-Heimspiel der Werkself begann bereits gut zwei Stunden vor Anpfiff mit einer äußerst erfreulichen und im Stadionumlauf sichtbaren wie spürbaren Veränderung: Erstmals seit Anfang März waren bei einem Liga-Duell in der BayArena nämlich wieder Fans zugegen. Vor dem Anpfiff wurde von den Augen dieser dann Xaver Zembrod offiziell verabschiedet. Der 54-Jährige bekleidete bei Bayer 04 bis zu diesem Sommer das Amt des Co-Trainers und schloss sich jüngst den Leipzigern an.
Vor 6.000 frenetischen und singenden, aber stets den Abstand einhaltenden Fans erzielte – ausgerechnet – Schick beinahe die Führung für die Werkself. Doch nach einer Flanke von Moussa Diaby grätschte RB-Verteidiger Dayot Upamecano den Ball noch gerade so vor dem Ex-Leipziger ins Toraus (4.). Auf der Gegenseite verpasste der Ex-Leverkusener Kevin Kampl drei Minuten später aus elf Metern das Ziel ebenfalls nur knapp.
Erstmals erfolgreich war dann Leipzigs Emil Forsberg nach knapp einer Viertelstunde: Yussuf Poulsen bediente den Schweden, der den Ball von halblinks zum 1:0 unter die Querlatte beförderte. Doch die Gastgeber steckten mit der Heimkulisse im Rücken keinesfalls zurück und kamen prompt zum Ausgleich: Kerem Demirbay fasste sich aus mehr als 20 Metern ein Herz, zog ab – und versenkte den Ball mit Hilfe der Latten-Unterseite im Leipziger Gehäuse (20.).

In der Phase nach dem Ausgleichstreffer übernahm die Werkself zunehmend die Spiel- und Ballkontrolle, kam durch Lars Bender zur nächsten Gelegenheit: Der Rechtsverteidiger versuchte sich aus ähnlicher Position wie Torschütze Demirbay, setzte das Spielgerät aber ein paar Meter übers Ziel (35.). Neuzugang Schick köpfte vier Minuten später zudem in Richtung Tor, scheiterte allerdings an dem stark parierenden Peter Gulacsi.
Während Gäste-Trainer Julian Nagelsmann zum Wiederanpfiff bereits ein zweites Mal wechselte – Hee-chan Hwang kam für Kampl aufs Feld – setzte Bosz vorerst weiterhin auf seine Anfangsformation. Den ersten Schussversuch des zweiten Durchgangs gab Diaby ab, Gulacsi konnte aber zur Ecke fausten (56.). Kurz darauf verließ dann Sven Bender den Rasen, Jonathan Tah kam ins Spiel (58.). Eine Minute später folgte beinahe der Führungstreffer für die Werkself: Karim Bellarabi legte quer auf Florian Wirtz, der allerdings den linken Pfosten traf.
Nach einer kurzen Durststrecke an Torchancen wurde es erstmals nach 74 Minuten wieder gefährlich: Der eingewechselte Christopher Nkunku schoss einen Freistoß direkt in die linke Ecke, Lukas Hradecky parierte stark. Den Nachschuss setzte Hwang dann knapp links am Tor vorbei. Drei Minuten nach dem Beinahe-Treffer Leipzigs jubelten zum zweiten Mal an diesem Nachmittag die Werkself-Fans: Schick zirkelte den Ball sehenswert ins lange, rechte Eck – stand zuvor bei der Annahme jedoch im Abseits. Mehr sollte nicht mehr passieren, sodass sich die beiden Topteams letztlich leistungsgerecht mit 1:1 trennten.
Am kommenden Samstag, 3. Oktober (Anstoß: 15.30 Uhr), gastiert die Werkself im Rahmen des 3. Spieltags beim Aufsteiger VfB Stuttgart. Anschließend verabschieden sich die Nationalspieler zum zweiten Mal in der noch jungen Saison zu ihren Länderauswahlen.
Die Statistik:
Bayer 04: Hradecky – L. Bender (90. Dragovic), S. Bender (58. Tah), Tapsoba, Sinkgraven – Aránguiz, Demirbay (78. Amiri) – Bellarabi (78. Bailey), Wirtz, Diaby – Schick
Leipzig: Gulacsi – Mukiele, Upamecano, Klostermann – Haidara, Kampl (46. Hwang), Adams, Angelino – Olmo (86. Henrichs), Poulsen (27. Sörloth), Forsberg (66. Nkunku)
Tore: 0:1 Forsberg (14.), 1:1 Demirbay (20.)
Gelbe Karten: Demirbay – Klostermann, Haidara, Adams
Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)
Zuschauer: 6.042 (Sonder-Spielbetrieb: ausverkauft)

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