
„Wir haben auch heute wieder ein sehr gutes Spiel gemacht“, sagte Sportdirektor Rudi Völler nach dem Abpfiff. „Ein kleiner Wermutstropfen war nur, dass wir nicht das zweite und dritte Tor nachlegen konnten. Aber wir haben heute bewiesen, dass wir auch mal ein 1:0 stabil über die Runden bringen können.“ Sven Bender sah es ähnlich: „Wir haben gut gestanden und wenig Chancen zugelassen. Am Ende wurde es enger, als es eigentlich notwendig gewesen wäre.“
Heiko Herrlich musste gegen Werder nach wie vor auf den gesperrten Wendell sowie auf Charles Aránguiz (Muskelfaserriss) und Vladlen Yurchenko (Fußverletzung) verzichten. Bei den Bremern fehlten unter anderem die Stürmer Fin Bartels (Achillessehnenriss) und Aron Johansson (Knieverletzung). Die angeschlagenen Zlatko Junuzovic und Philipp Bargfrede nahmen zunächst auf der Bank Platz. Der 20-jährige Ole Käuper gab sein Bundesliga-Debüt für die Grün-Weißen.
Herrlich rotierte im Vergleich zum Spiel in Stuttgart gleich auf vier Positionen: Statt Admir Mehmedi, Lars Bender, Julian Brandt und Kai Havertz (alle Bank) begannen Benny Henrichs, Julian Baumgartlinger, Karim Bellarabi und Lucas Alario. „Wir wollen in der englischen Woche Belastungen verteilen und auch die guten Leistungen der anderen Spieler belohnen“, begründete der Cheftrainer seine personellen Umstellungen.
26.600 Zuschauer - darunter 2.400 aus Bremen - wollten sich trotz Schmuddelwetter das letzte Heimspiel des Jahres in der BayArena nicht entgehen lassen. Und sie sahen eine frühe Führung der Gastgeber: Einen weiten Ball von Retsos verarbeitete Bailey in gewohnter Hochgeschwindigkeit, entwischte Gebre Selassie, gab den Ball von der Torauslinie scharf nach innen, wo Sané klären wollte. Aber das misslang dem Bremer, Lucas Alario war zur Stelle und schob aus vier Metern zum 1:0 für die Werkself ein (11.) - es war das dritte Saisontor des Argentiniers.
Bayer 04 blieb die klar dominierende Mannschaft, hielt die Bremer weit weg vom eigenen Tor und ließ die Kugel gut zirkulieren. Die Werkself schaltete nach Ballgewinnen schnell um und suchte dann immer wieder den Weg in die Tiefe. Baileys Versuch aus der Distanz (22.) ging noch deutlich am Kasten vorbei. Viel knapper wurde es beim Schuss von Volland, der mit links ans Außennetz traf (25.). Wenig später dann ein starker Antritt von Bellarabi gegen Sané auf der rechten Seite, aber SVW-Keeper Pavlenka konnte den Ball aus spitzem Winkel zur Ecke klären (28.).
Es dauerte bis zur 32. Minute, bis Werder zur ersten Chance kam. Die allerdings hatte es in sich: Nach Flanke von Kainz parierte Bernd Leno den Kopfball-Aufsetzer von Eggestein aus sieben Metern mit starkem Reflex. Dann aber ging’s wieder mit Vollgas in die andere Richtung. Vor allem der wieder einmal bärenstarke Bailey schmiss den Turbo an und zog den Bremern auf der linken Seite ein ums andere Mal davon. Der Jamaikaner ließ zunächst Kainz stehen und flankte nach innen, wo Kevin Volland den Ball im Fallen aber nicht voll traf und ihn neben das Tor schoss (36.). Dann setzte sich Bailey gegen Gebre Selassie durch und zog vom linken Strafraumeck selber ab - Pavlenka lenkte den Ball mit Mühe ins Toraus. Mit einer hochverdienten 1:0-Führung für die Werkself ging es in die Halbzeit.
Auch in der zweiten Hälfte attackierte Bayer 04 die Bremer früh, kam schnell zu Abschlüssen durch Bellarabi (46./49.) und Baumgartlinger (47.). Dann schlenzte Bailey einen Freistoß von der rechten Strafraumecke an den langen Pfosten, wo einige Schwarz-Rote knapp am Ball vorbeirutschten (55.). Bayer 04 nahm nun etwas Tempo aus dem Spiel, kontrollierte die Partie aber weiterhin. Werder kam vorne zu keinen nennenswerten Chancen. Als Moisander im eigenen Strafraumeck nach einem Duell mit Bellarabi der Ball an die Hand sprang, forderten die Bayer 04-Fans Elfmeter, aber der Pfiff von Schiedsrichter Stieler blieb aus (68.).
Die Werkself drückte in der Schlussphase noch einmal mit Macht auf den zweiten Treffer - und kam zu weiteren guten Chancen. Eine scharfe Hereingabe von Henrichs konnte Gebre Selassie zur Ecke klären (72.), Baumgartlinger zog aus 17 Metern knapp drüber (73.) und Bellarabi packte auch noch einmal den Hammer aus und zwang Pavlenka aus 18 Metern zu einer Glanzparade (82.). Erst kurz vor Schluss kamen die Gäste ihrerseits zu einer Möglichkeit - Retsos blockte einen Schuss von Junuzovic ab (85.).
Dann noch mal zwei dicke Dinger für die Werkself: Beide Male fehlte Bellarabi, der ein starkes Spiel machte, nach feinen Zuspielen von Julian Brandt aus kurzer Distanz das Glück im Abschluss (89./90.). Es blieb beim 1:0-Sieg, den die Mannschaft anschließend mit ihren Anhängern ausgiebig feierte. Mit Tausenden von kleinen Weihnachtslämpchen sorgten die Fans für eine tolle vorweihnachtliche Atmosphäre in der BayArena.
In der Bundesliga geht es für Bayer 04 am Sonntag, 17. Dezember, mit dem Auswärtsspiel bei Hannover 96 weiter. Die letzte Hinrunden-Partie der Werkself wird um 15.30 Uhr In der HDI-Arena angepfiffen. Am Mittwoch darauf folgt schließlich noch das DFB-Pokalspiel bei Borussia Mönchengladbach (20. Dezember, 18.30 Uhr).
Die Statistik:
Bayer 04: Leno – Retsos, Tah, S. Bender - Henrichs, Kohr, Baumgartlinger (87. L. Bender), Bailey (80. Brandt) – Bellarabi, Alario, Volland (67. Havertz)
Werder Bremen: Pavlenka - Veljkovic, L. Sané (61. Junusovic), Moisander - Gebre Selassie, Delaney, Augustinsson - Käuper (74. Hajrovic), M. Eggestein, Kainz (70. Belfodil) - M. Kruse
Tore: 1:0 Alario (11.)
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)
Gelbe Karten: Sané, Moisander, Käuper
Zuschauer: 26.620

Am 3. Spieltag der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 gastiert die Werkself bei OFI Kreta in Griechenland. Anpfiff ist am Donnerstag, 22. Oktober, um 19.45 Uhr Ortszeit (18.45 Uhr deutscher Zeit). Die Bayer 04-Fanbetreuung hat vorab alle Infos zur Partie im Pankritio zusammengefasst.
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Im Rahmen des 5. Spieltags der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 gastiert Bayer 04 beim kroatischen Meister Dinamo Zagreb. Die Partie steigt am Donnerstag, 26. November, um 18.45 Uhr im Stadion Maksimir. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele von Bayer 04 in der Saison 2026/27.
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Knapper hätte es nicht sein können! Mit insgesamt vier von sechs gewonnenen Spielen der Online-Vorrunde von Showdown eins der VBL Club Championship 2026/27 sind die eSportler Marc und Sean Landwehr dennoch nicht in die Offline-K.-o.-Runde eingezogen. Punktgleich (12) mit sieben weiteren Teams haben die Leverkusener als einziges Team mit dieser Anzahl das Weiterkommen verpasst, da sie im Vergleich zur Konkurrenz die schwächste Einzelspiel-Bilanz innerhalb der sechs Spieltage haben.
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