
In einer Medienrunde erläuterte der 39-Jährige den Pressevertretern unter anderem die Stärken des neu formierten Trainergespanns und stellte heraus, worauf es in den nächsten Spielen ankommen wird. Hannes Wolf über…
…die bisherige Zusammenarbeit mit der Werkself: Der „erste Eindruck“ ist da eigentlich die falsche Begrifflichkeit, weil ich sehr viele von den Jungs schon sehr lange kenne. Man verfolgt automatisch die verschiedenen Spieler, wenn man die meiste Zeit selbst in Deutschland gelebt und im Profifußball gearbeitet hat. Es ist eine super Mannschaft mit tollen Spielern. In der täglichen Arbeit macht das Team einen offenen, positiven Eindruck auf mich.
…seine Spielphilosophie: Für die nächste Zeit werde ich das Ganze sehr pragmatisch angehen und explizit schauen, was der Mannschaft hilft. Was ist die beste Formation? Welche Position passt zu welchem Spieler? Wen kannst du einwechseln? In den nächsten Wochen geht es in erster Linie darum, die Spiele zu gewinnen. Natürlich setzen wir nicht auf einen destruktiven Ansatz, sondern wollen schon Fußball spielen und spielerische Lösungsansätze finden. Ich bin durch offensiven Fußball sozialisiert worden, so bin ich aufgewachsen als Trainer. Es geht hier aber nicht um meine Spielphilosophie, sondern darum, das Bestmögliche für die Mannschaft und den Verein herauszuholen.
…das neue Trainergespann: Dass Peter Hermann dabei ist, ist super. Er verfügt über eine unglaubliche Erfahrung. Das Wertvollste an ihm ist, dass er ein absoluter Fachmann für die Trainingseinheiten ist. Darüber definiert er sich auch. Er hat die Autorität, das Training durchzuführen und das Beste aus jedem einzelnen Spieler herauszuholen. Es macht mir riesig Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten. Er ist eine große Bereicherung. Ich habe dann Miguel Moreira ins Spiel gebracht. Wenn man sich den Kader anguckt, und du dann jemanden wie Miguel in den eigenen Reihen hast, der Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Englisch und Deutsch spricht und dazu noch ein Trainer ist, der schon viele Jahre im Geschäft ist, dann haben wir hier ein sehr gutes Konstrukt.

…die Bender-Zwillinge: Es ist für mich schon etwas sehr Besonderes, Sven und Lars in den letzten Wochen ihrer Profi-Karrieren zu begleiten. Ich bin mit Sven 2009 gemeinsam zum BVB gekommen. Das heißt, wir kennen uns jetzt schon sehr lange. Ich habe seinen ganzen Werdegang vom jungen Spieler bis heute intensiv verfolgt. Sven steht für Positionierung, Konstanz, Konsequenz und Strategie – so wie Lars auch. Wenn man den Verlauf dieser Saison sieht, sind das natürlich Charaktere, die dir Sicherheit und Struktur auf dem Platz geben können. Es wäre daher toll, wenn Lars vor Saisonende noch einmal zurückkehren würde. Er arbeitet sehr hart an seinem Comeback. Ich habe schon mit beiden gesprochen und sie haben mir gesagt: „Du musst uns definitiv nicht schonen. Wir ziehen das durch!“ – so wie die beiden halt eben sind. Natürlich habe ich auch nichts Anderes von den Bender-Zwillingen erwartet. Jede erfolgreiche Mannschaft braucht solche Spielertypen.
…die längere Vorbereitungszeit durch das Montagsspiel: Wir haben diese Woche bisher sehr gut und intensiv trainiert. Am Donnerstag werden wir einen freien Tag einlegen, da sonst die Vorbereitungszeit auf das Auswärtsspiel gegen Hoffenheim einfach zu lang wird. Auch am Freitag haben wir nochmal die Möglichkeit, sehr intensiv zu trainieren, ohne ein Spiel am Wochenende im Hinterkopf zu haben. Gerade für die Nationalspieler, die vor dem Schalke-Spiel (2:1, Anm. d. Red.) nur wenige Tage bei uns waren, ist das wertvolle Trainingszeit.

Erster Härtetest für das älteste Leverkusener Nachwuchs-Team: Beim Indeland-U19-Elite-Cup in Eschweiler trifft die U19 in ihren ersten Partien unter Neu-Chefcoach Patrick Greveraars gleich auf die besten Junioren-Teams der Region. Den ersten Test absolviert auch die U17 gegen den VfL Wolfsburg. Und an den neu eröffneten Future-Kids-Standorten Büderich und Wuppertal feiern die jüngsten Bayer 04-Kicker Premiere. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Bayer 04 Leverkusen wegen des Abbrennens pyrotechnischer Gegenstände durch Zuschauer bei insgesamt fünf Pflichtspielen mit einer Geldstrafe in Höhe von 185.000 Euro belegt. Betroffen sind vier Bundesliga-Partien sowie das DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern München. Die höchste Einzelstrafe entfällt auf das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln Ende April.
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Mit großen Ambitionen wechselt Mittelfeldspielerin Lumbardha Misini vom Schweizer Meister Servette FCCF zur Werkself. In ihrem ersten Interview in Leverkusen spricht die 23-Jährige unter anderem über ihre Sprachkenntnisse, die Ziele mit ihrem neuen Klub und erklärt, warum sie sich ausgerechnet für Bayer 04 entschieden hat.
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Verstärkung für das zentrale Mittelfeld der Bayer 04-Frauen: Vom Schweizer Meister Servette FCCF wechselt die kosovarische Nationalspielerin Lumbardha Misini zur Werkself. Die 23-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029.
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