WM: Mehmedi und Retsos noch im Rennen

WM-Aus für Charles Aránguiz und Chile, Admir Mehmedi und Panos Retsos hingegen dürfen mit der Schweiz und Griechenland hoffen, beim globalen Fußballturnier im nächsten Sommer in Russland dabei zu sein. Joel Pohjanpalo traf für die Finnen.
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Es war ein Endspiel in jeder Beziehung, das abschließende Duell in der Gruppe B. Hier Gastgeber und Europameister Portugal, dort der um drei Punkte besser gestellte, aber mit dem schlechteren Torverhältnis ausgestattete Tabellenführer Schweiz, der zuvor sämtliche neun Spiele gewonnen hatte. Doch in Lissabon mussten sich Admir Mehmedi, der durchspielte, und die Eidgenossen erstmals in der Quali beugen und unterlagen mit 0:2. Die Schweizer müssen damit als Gruppenzweiter ebenso den Umweg über die Play-offs nehmen wie Griechenland. Das Team von Trainer Michael Skibbe fuhr gegen das abgeschlagene Schlusslicht Gibraltar den erwarteten 4:0-Pflichtsieg ein. Panos Retsos, zuletzt gegen Zypern noch eingewechselt, kam diesmal nicht zum Einsatz. Die Auslosung der Play-off-Duelle erfolgt am 17. Oktober.

Einen ganz bitteren Abend erlebte Chile, das zum Abschluss der südamerikanischen WM-Quali in Brasilien zwingend hätte punkten müssen. Doch das gelang nicht, „La Roja“ verlor mit 0:3 – und damit ist der Copa-América-Sieger als Tabellensechster in Russland außen vor. Die Chilenen setzten Charles Aránguiz ein, obwohl der Mittelfeldspieler vor zehn Tagen in der Partie auf Schalke noch einen Faserriss in der Wade erlitten hatte. Drei Minuten nach der Pause wurde der Werkself-Profi beim Stand von 0:0 ausgewechselt. Das dicke Ende erlebte er dann von der Bank aus mit.

 

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Joel Pohjanpalo und Julian Baumgartlinger spielten mit Finnland bzw. Österreich mit Blick auf eine mögliche WM-Quali zwar keine Rolle mehr, für beide endeten die Gruppenpartien aber durchaus erfreulich. „Baumi“ siegte als Kapitän mit dem Team Austria 1:0 in Moldawien, „Danger“ rettete den Skandinaviern mit seinem Ausgleichstor kurz vor Schluss ein 2:2 gegen die Türkei. Es war sein sechster Treffer im 27. Länderspiel.

Unterdessen kassierte die deutsche U21 mit Kapitän Jonathan Tah und Linksverteidiger Benny Henrichs nach mehr als sieben Jahren mal wieder eine Niederlage in der EM-Qualifikation. Der Europameister war zwar durch Cedric Teuchert (1. FC Nürnberg) in Führung gegangen, verlor dann aber nach zuvor ungeschlagenen 17 Spielen in Folge noch 1:3 in Norwegen.

Noch übler erging es der deutschen U17 bei der Weltmeisterschaft in Indien. Im zweiten Gruppenspiel nach dem 2:1 gegen Costa Rica zum Auftakt legte das DFB-Team, bei dem Bayer 04-Innenverteidiger Jan Boller eine Halbzeit spielte und Torhüter Marian Prinz nicht zum Einsatz kam, einen desaströsen Auftritt hin und verlor 0:4 gegen den Iran. Freitag im dritten Duell gegen Guinea (13.30 Uhr) geht es für die Truppe von Trainer Wück schon um alles.

Kai Havertz, Sam Schreck und Atakan Akkaynak standen allesamt in der Startelf der deutschen U19, die die erste EM-Qualirunde in Polen mit einem 2:0-Sieg gegen den Gastgeber erfolgreich abrundete. Die Bayer 04-Talente traten diesmal nicht als Torschützen auf den Plan. In den beiden Spielen zuvor beim 5:1 gegen Weißrussland und dem 7:1 gegen Nordirland hatte Kai Havertz fünf Treffer erzielt, Schreck und Akkaynak waren je einmal erfolgreich.

 

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