
„Das ist ein absolut enttäuschendes Ergebnis“, lautete das Resümee von Heiko Herrlich. „Wir hätten unsere Chancen besser nutzen müssen. Nach dem Anschlusstreffer sind die Bonner stärker geworden. Wir haben dann fast regelrecht um den Ausgleich gebettelt. Der eine oder andere hat vielleicht gedacht, es gehe auch mit 50 Prozent. Aber das reicht halt nicht – auch wenn man nicht vergessen darf, dass wir mitten in der Vorbereitung stecken. Aber so ein Spiel müssen wir gewinnen“, ergänzte der sichtbar unzufriedene Bayer 04-Trainer.
Erneut hatte Herrlich auf die Confed Cup-Teilnehmer (Bernd Leno, Benjamin Henrichs, Julian Brandt, Chicharito, Charles Aránguiz) verzichten müssen. Zudem wurden André Ramalho, Lars Bender und Stefan Kießling geschont, ebenso wie die vor Kurzem erst aus dem Urlaub zurückgekehrten Jonathan Tah und U21-Europameister Dominik Kohr.
Mit von der Partie war hingegen Neuzugang Sven Bender. Der Ex-Dortmunder wurde mit großem Applaus von den rund 1400 Zuschauern im Bonner Sportpark empfangen: Der Zwillingsbruder von Bayer 04-Kapitän Lars begann in der Innenverteidigung neben Aleksandar Dragovic und gab ein überzeugendes Debüt im Trikot der Werkself.
Angetrieben von den gut aufgelegten und auffälligen Kevin Kampl, Leon Bailey und Karim Bellarabi spielte sich die Werkelf gegen den Regionalligisten von Beginn an in einen Rausch. Nach neun Minuten gab es folgerichtig Grund zum Jubeln: Kampl setzte im Strafraum der Bonner nach feinem Bailey-Hackenpass bissig nach und belohnte sich, seinen Einsatz und die Mitspieler mit der 1:0-Führung. Auch im weiteren Verlauf ließ die Herrlich-Equipe den Bonnern kaum Gelegenheit ins Spiel zu finden: Es ging nur in eine Richtung. Doch Julian Baumgartlinger, Kai Havertz, Kevin Volland und Bellarabi konnten den Ball trotz drückender Überlegenheit nicht im Tor der „Rheinlöwen“ unterbringen. Und so blieb es beim aus Bonner Sicht schmeichelhaften 0:1-Rückstand zur Pause.
Zur Halbzeit schickte Herrlich dann acht neue Spieler aufs Feld, vertraute dabei aber weiter auf die auffälligen Kampl und Baumgartlinger sowie Keeper Niklas Lomb, der im ersten Durchgang beschäftigungslos blieb. Wie schon in den ersten 45 Minuten hatte die Werkself Feldvorteile, ließ ihre hochkarätigen Chancen jedoch liegen. Es dauerte schließlich bis zur 65. Minute, ehe Yurchenko einen Foulelfmeter verwandelte und die Führung der Schwarz-Roten endlich auf 2:0 erhöhte.
Nur sechs Minuten später kamen die Gastgeber durch BSC-Akteur Joran Sobiech etwas überraschend zum 1:2-Anschlusstreffer. Die Mannschaft des Ex-Leverkusener Nachwuchscoaches Daniel Zillken, die bereits in der kommenden Woche in den Meisterschaftbetrieb startet, wurde fortwährend immer stärker und vor allem durch Konter gefährlich. Bei der in den letzten Tagen intensiv arbeitenden Werkself schwanden hingegen zusehends die Kräfte, auch die Offensivaktionen wurden weniger. Und so folgte vier Minuten vor dem Ende das, was passieren musste: Ein 30-Meter-Hammer von Bonns Jannik Stoffels schlug rechts unten beim chancenlosen Werkself-Keeper Lomb ein – zum unnötigen 2:2, zugleich auch der Endstand.
Für die Werkself geht es nun am Sonntag (14.30 Uhr) mit dem nächsten Testspiel beim Zweitligisten SV Sandhausen weiter. Einen Tag später beginnt für die Bayer 04-Profis in Zell am See (Österreich) das Trainingslager.
Bayer 04: Lomb – Bednarczyk (46. Frey), Dragovic (46. Akkaynak), S. Bender (46. Abu Hanna), Wendell (46. Handwerker) – Baumgartlinger, Kampl – Bellarabi (46. Schreck), Bailey (46. Mehmedi) – Havertz (46. Yurchenko), Volland (56. Pohjanpalo)

Am 6. Spieltag der DFB-Nachwuchsliga (Gruppe B) hat Bayer 04 gegen den FC Augsburg 2:3 (2:2) verloren und ist somit in der Hauptrunde nach wie vor sieglos. In Abwesenheit von gleich sechs Akteuren, die das Aufgebot der U19 verstärkten, zeigte das Team von Trainer Benjamin Adam vor allem kämpferisch eine starke Leistung. Am Ende reichte es aber nach dem 3:3 im Hinspiel nicht zu einem erneuten Unentschieden gegen den FCA.
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Nächstes Heimspiel, nächster Top-Gegner – nächstes Ausrufezeichen? Drei Tage nach dem überzeugenden Auftritt beim 1:1-Remis gegen den FC Arsenal im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League geht es für Bayer 04 in der Bundesliga ebenso hochkarätig weiter. Im Rahmen des 26. Spieltags gastiert der Tabellenführer FC Bayern München in der ausverkauften BayArena. Vorab sprach Cheftrainer Kasper Hjulmand über einen Vergleich zwischen Arsenal und den Münchnern, den torreichen Auftritt der Bayern in der Königsklasse und einen Kader-Rückkehrer im eigenen Aufgebot.
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Beste Laune und bis dato nie öffentlich gewordene Storys: Knapp 100 Bayer 04-Fans füllten am Donnerstagabend die Schwadbud im Osten der BayArena, um bei der ersten Ausgabe der neuen Veranstaltungsreihe „Rudi lädt ein“ live dabei zu sein. Dabei hörten sie gespannt zu, wie die langjährigen Werkself-Profis Gonzalo Castro und Stefan Kießling mit Rekordspieler Rüdiger Vollborn und Moderator sowie Stadionsprecher Tobias Ufer über die vielen gemeinsamen Jahre unterm Kreuz sprachen, kuriose Geschichten zum Besten gaben und Kabinen-Geheimnisse ausplauderten. Wer die Premiere verpasst hat, kann sich bereits auf die zweite Ausgabe freuen – am 12. Mai testet Rudi bei einem Quiz-Abend das Expertenwissen der Bayer 04-Fans.
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Das Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg in der Hinrunde war für die Bayer 04-Frauen einer dieser klassisch-sprichwörtlichen „Tage zum Vergessen“. Eingeleitet durch eine Rote Karte gegen Torhüterin Charlotte Voll in der ersten Spielminute und schließlich nach einem weiteren Platzverweis sogar in doppelter Unterzahl unterlag die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold dem Vizemeister 1:5. Am Sonntag, 18.30 Uhr (MagentaSport und DAZN), bietet sich im AOK Stadion die Chance zur Revanche – und auf wertvolle Punkte im Rennen um Rang drei.
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Sie sind auf dem besten Weg, zum 35. Mal Deutscher Meister zu werden und haben am vergangenen Dienstag auch in der UEFA Champions League einmal mehr ihre große Klasse unter Beweis gestellt. An diesem Samstag, 14. März (Anstoß: 15.30 Uhr/live bei Sky, WOW und im Werkself-Radio), kommt der FC Bayern München in die BayArena. Dort treffen die beiden Bundesliga-Mannschaften mit den dominantesten Spielweisen aufeinander. Dass die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt viele Stärken haben, aber durchaus auch verwundbar sind, zeigt ein Blick auf den Gegner-Check.
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