
Die Begegnung startete ohne große Anlaufzeit direkt intensiv. Dabei erwischte die Werkself den besseren Start: Bereits in der elften Minute legte Aleix Garcia für Edmond Tapsoba auf, der Defensivspieler verwertete den Ball per Kopf, sodass Victor Boniface die Kugel nur noch über die Linie drücken musste. Nur vier Minuten nach dem Führungstreffer reagierte aber der VfB in Person von Enzo Millot und stellte auf 1:1. In der 37. Minute kam es zur folgenschwere Szene: Neuzugang Martin Terrier traf Ermedin Demirovic mit der offenen Sohle am Knöchel und sah dafür Rot. Infolgedessen kamen die Stuttgarter zu aussichtsreichen Möglichkeiten, unter anderem durch einen Aluminium-Treffer von Millot (42.). Es blieb aber beim Remis zur Halbzeitpause. In Durchgang zwei hielten die Leverkusener durch disziplinierte Defensivarbeit lange das Unentschieden, in Minute 63 brachte jedoch der nur wenige Augenblicke zuvor eingewechselte Deniz Undav die Gäste in Front. Vom Rückstand unbeeindruckt entwickelte das Team von Cheftrainer Xabi Alonso mit zunehmender Spielzeit enormen Kampfgeist - so kam Schwarz-Rot trotz Unterzahl zu zahlreichen Gelegenheiten. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit belohnte - wie bereits in der vergangenen Saison des Öfteren - erneut Stürmer Patrik Schick die Bemühungen der Leverkusener und stellte auf 2:2. Im anschließenden Elfmeterschießen trafen alle Leverkusener Schützen souverän. Den Versuch von Stuttgarts Frans Krätzig hielt Lukas Hradecky, Silas schoss über das Tor. Damit ist die Werkself erstmals in der Klub-Historie Supercup-Sieger und holt den dritten Titel im Jahr 2024. Den ausführlichen Spielbericht gibt es zudem HIER.
Alonso resümierte auf der Pressekonferenz die Partie wie folgt: „Die letzten 15 Minuten mit zehn Spielern gegen Stuttgart so zu spielen und den Ausgleich zu machen, das war unglaublich. Wir haben da großen Spirit gezeigt, die Zuschauer haben uns gepusht. Im Elfmeterschießen kann dann alles passieren.“ Außerdem fand der Spanier auch lobende Worte für den Gegner: „Mir gefällt sehr, wie Stuttgart spielt - mit hohem Druck und Pressing. Wir freuen uns auf die Duelle in der Liga.“
Auch Geschäftsführer Sport Simon Rolfes äußerte sich nach dem Spiel in der Mixed Zone: „Die Mannschaft ist unglaublich couragiert und mit einem großen Willen aufgetreten. Wir wollten diesen Titel unbedingt und wollten damit auch sofort die Begeisterung und Leidenschaft hier im Stadion entfachen. Das Spiel hat alles hergegeben.“







Torwart Hradecky sagte im Anschluss: „Es war schön zu sehen, dass wir unsere Comeback-Qualitäten nirgendwo, zum Beispiel am Strand, liegen gelassen haben. (lacht) Wir haben diesen Hunger, um weitere Titel zu holen. Dieser unbedingte Siegeswille, er macht uns ganz stark.“ Außerdem ergänzte der Finne glücklich: „Eine Chance auf den Supercup hat man nur, wenn man vorher bereits einen Titel gewonnen hat. Deswegen ist es sehr schwierig, den Supercup zu gewinnen. Ich selbst habe auch noch nie einen Supercup gespielt. Ihn jetzt zu gewinnen, ist natürlich sehr schön.“
Der kicker titelte: „Leverkusen kann immer noch Comeback“. Die Bild sprach vor einer „hochdramatischen“ Partie und schrieb weiter: „Stuttgart war letzte Saison dreimal ganz nah dran, die in Liga und Pokal ungeschlagenen Leverkusener zu besiegen. Eine Revanche gibt es aber auch dieses Mal nicht.“ Auch die Rheinische Post nannte es eine „mitreißende, phasenweise spektakuläre Partie“ und resümierte: „In der vergangenen Saison gab es eine Begegnung im deutschen Fußball, die Fans beider Mannschaften sowie neutrale Zuschauer gleichermaßen elektrisiert hat. [...] Es waren stets Duelle auf höchstem fußballerischen und taktischen Niveau, Spiele zum Zungeschnalzen. Auch die Neuauflage im DFL-Supercup hielt, was sie durch die Vorgeschichte versprach.“
Gelungene „Generalprobe“, gelungene Premiere: Kapitän und Torwart Lukas Hradecky hielt bereits am vergangenen Wochenende bei der Saisoneröffnung gegen Real Betis Sevilla im anschließenden Elfmeterschießen drei von drei Versuche der Gegner. Das Üben sollte sich auszahlen, denn mit seiner taktischen Finesse und ungewöhnlichem Stellungsspiel - er stellte sich nicht ganz in die Mitte der Tores - konnte die finnische Spinne auch jetzt gegen den VfB einen entscheidenden Ball von Frans Krätzig entschärfen und seiner Mannschaft so den dritten Titel sichern!





Der VfB kam auf knapp 66 Prozent Ballbesitz. Bayer 04 gewann wiederum auf 52,2 Prozent aller Zweikämpfe. Die Passquote lag bei 81,6 Prozent, beim VfB waren es 90,7 Prozent.
Für die Werkself startet die Bundesliga am kommenden Freitag, 23. August, bei Borussia Mönchengladbach. Los geht es um 20.30 Uhr im Borussia-Park. Das erste Heimspiel bestreiten Hradecky und Co. in zwei Wochen am Samstag, 31. August, gegen RB Leipzig. Anstoß ist um 18.30 Uhr in der BayArena.

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself.
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Dieses besondere Event hat einmal mehr gezeigt, wie stark Bayer 04 zusammenhält: Im Rahmen von „BarmeniaGothaer schenkt Freude“ unterstützten die Werkself-Profis Edmond Tapsoba, Ibrahim Maza und Christian Kofane am Donnerstag in der Fanwelt den Verkauf individuell designter T-Shirts für den guten Zweck. Mehrere hundert Fans waren gekommen, um sich an der Charity-Aktion zu beteiligen. Der Leverkusener Hauptsponsor BarmeniaGothaer spendet den Erlös an die „Fondation Edmond Tapsoba“, die Menschen in Tapsobas Heimat Burkina Faso im herausfordernden Alltag unter die Arme greift.
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Drei Spieltage vor Saisonende können die Bayer 04-Frauen bei der SGS Essen einen Rekord knacken und einen weiteren einstellen. Auch rein sportlich ist die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold nach zuletzt drei Siegen in Folge im Auswärtsspiel am Sonntag (14 Uhr, Stadion an der Hafenstraße) in der Pflicht, um ihre Chance auf Platz drei zu wahren.
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Nach der Hauptrunde ist vor der K.-o.-Phase: Im Achtelfinale der DFB-Nachwuchsliga reist die U19 von Bayer 04 zum 1. FC Heidenheim 1846. Auf die U16, U14 und U13 warten derweil wichtige Liga-Spiele. Internationale Hochkaräter wie der FC Porto oder die PSV Eindhoven begegnen der U12 beim Nanterre Cup in Frankreich, während auch die jüngeren Nachwuchs-Teams am Wochenende auf Turnieren in Belgien und Deutschland weilen. Die Partien der Junioren und Juniorinnen im Überblick.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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