
Im Vergleich zum Testspiel im Rahmen der Saisoneröffnung gegen Real Betis Sevilla (1:1) am vergangenen Wochenende änderte Cheftrainer Xabi Alonso seine Anfangsformation auf fünf Positionen: Auf den Außenbahnen starteten Nathan Tella und Jeanuël Belocian anstelle von Arthur und Alejandro Grimaldo, im Mittelfeld fing Aleix Garcia an - dafür rückte Robert Andrich in die Abwehr-Dreierkette und ersetzte dort Jonathan Tah, in der Offensive begannen Amine Adli und Martin Terrier für Jonas Hofmann und Florian Wirtz.
In die Begegnung starteten die Hausherren direkt torgefährlich: Wenige Augenblicke nach dem Anpfiff ging Terrier auf links den langen Weg, VfB-Schlussmann Nübel musste daraufhin raus aus seinem Tor, doch der Franzose war schneller und brachte den Ball zu Teamkollege Adli - dieser stand jedoch im Abseits. Auch in den Folgeminuten agierten die Gastgeber druckvoll, pressten die Stuttgarter früh und zeigten sich offensivfreudig. Dafür belohnte sich der Doublesieger dann auch früh: In der elften Minute brachte Garcia den Ball nach einer zunächst geklärten Ecke wieder ins Spiel und verlagerte das Spielgeschehen mit einem Querpass von links nach rechts zu Edmond Tapsoba. Der Defensivmann stieg zum Kopfball und brachte den Ball aus spitzem Winkel aufs Tor, so musste Victor Boniface wenige Zentimeter vor der Linie nur noch den Fuß hinhalten - 1:0 für Bayer 04. Doch die Stuttgarter Antwort auf der Gegenseite folgte prompt: Enzo Millot zog im Strafraum aus circa 13 Metern per Flachschuss ab und egalisierte damit den Leverkusener Vorsprung (15.).






Fortan war die Partie wieder völlig offen und Chancen ergaben sich auf beiden Seiten: So zeigte Boniface im Strafraum gegen gleich mehrere Gegenspieler eine gute Einzelaktion (23.), eine Minute später traf Ermedin Demirovic auf der Gegenseite nach einem Konter den Pfosten. In der 37. Minute traf Terrier dann Gegenspieler Demirovic im Mittelfeld folgenschwer am Knöchel - dafür sah der Neuzugang die Rote Karte. Die Werkself war fortan mit einem Mann weniger auf dem Platz. Das nutzte der VfB per Doppelchance durch Chris Führich sowie im Nachsetzen per Lattentreffer von Millot - der Ball landete jedoch genau auf der Linie (42.). So ging es mit dem Unentschieden in die Kabinen.
Nach dem Wiederanpfiff wurde Schwarz-Rot in der intensiven Partie zuerst auffällig: Granit Xhaka verlängerte per Kopf sehenswert zu Tella, der dadurch auf rechts viel Platz hatte und in der Folge Adli in der Mitte bediente - die Nummer 21 verzog nach einer Drehung den Schuss jedoch knapp neben das Tor (56.). Zwar waren die Gäste mit zunehmender Spieldauer mehr am Ball, die Leverkusener verteidigten bis dato aber trotz Unterzahl clever - bis zur 63. Minute: Im Konter brachte der vor wenigen Augenblicken eingewechselte Frans Krätzig eine Flanke in den Strafraum, wo der ebenso erst kurz zuvor gekommene Deniz Undav am langen Pfosten reinrauschte und die Partie mit seiner ersten Ballberührung auf 2:1 für den VfB drehte (63.).
Nach dem Treffer bot sich Torschütze Undav nach einem individuellen Fehler von Tapsoba im eigenen Strafraum die nächste Großchance, doch wie schon häufig in der Partie rettete Piero Hincapie stark (75.). Die Werkself zeigte sich vom Rückstand unbeeindruckt und kämpferisch: So boten sich Patrik Schick, Belocian und Jeremie Frimpong eine Dreifach-Chance - aber keiner brachte den Ball im Tor unter (79.). Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit schlug dann wie bereits in der vergangenen Spielzeit Schick in Last-Minute-Manier nach Steckpass von Alejandro Grimaldo zu und versenkte die Kugel zum verdienten 2:2-Ausgleich! Dabei blieb es auch, es folgte ohne Verlängerung direkt das Elfmeterschießen.





Vom Punkt für den VfB traten zuerst Millot und Demirovic an. Beide Stuttgarter trafen souverän, Schick und Grimaldo zogen jeweils für Schwarz-Rot nach. Den ersten Fehler leistete sich dann VfB-Schütze Nummer drei Frans Krätzig, seinen Schuss ins rechte untere Eck entschärfte Hradecky. Aleix Garcia brachte im Anschluss Bayer 04 in Führung. Undav und Tapsoba zogen nach. Stuttgarts zuletzt angetretener Spieler Silas verzog seinen Schuss dann aber weit über das Tor - damit gewann die Werkself mit 4:3 i. E. den Supercup 2024. Der Traumstart in die neue Saison war damit perfekt!
Die Werkself eröffnet am kommenden Freitag, 23. August, die Bundesligasaison 2024/25: Für die Leverkusener geht es am 1. Spieltag zu Borussia Mönchengladbach. Anstoß ist um 20.30 Uhr im Borussia-Park.
Die Highlights:
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Die Statistik:
Bayer 04: Hradecky – Tapsoba, Andrich (73. Schick), Hincapie – Tella (73. Frimpong), Xhaka, Garcia, Belocian (84. Grimaldo) – Adli (73. Wirtz), Terrier - Boniface (40. Tah)
VfB Stuttgart: Nübel – Stenzel (83. Keitel), Rouault, Chabot, Mittelstädt (63. Krätzig) - Karazor, Stiller (63. Undav), Leweling (63. Silas), Führich (77. Diehl), Millot - Demirovic
Tore: 1:0 Boniface (11.), 1:1 Millot (15.), 1:2 Undav (63.), 2:2 Schick (88.)
Elfmeterschießen: 0:1 Millot, 1:1 Schick, 1:2 Demirovic, 2:2 Grimaldo, 3:2 Garcia, 3:3 Undav, 4:3 Tapsoba
Gelbe Karten: Xhaka, Tapsoba, Boniface, Wirtz, Alonso (Cheftrainer) – Stiller, Demirovic, Millot, Stenzel, Chabot
Rote Karte: Terrier
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)
Zuschauer: 30.210 (ausverkauft) in der BayArena

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself.
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Dieses besondere Event hat einmal mehr gezeigt, wie stark Bayer 04 zusammenhält: Im Rahmen von „BarmeniaGothaer schenkt Freude“ unterstützten die Werkself-Profis Edmond Tapsoba, Ibrahim Maza und Christian Kofane am Donnerstag in der Fanwelt den Verkauf individuell designter T-Shirts für den guten Zweck. Mehrere hundert Fans waren gekommen, um sich an der Charity-Aktion zu beteiligen. Der Leverkusener Hauptsponsor BarmeniaGothaer spendet den Erlös an die „Fondation Edmond Tapsoba“, die Menschen in Tapsobas Heimat Burkina Faso im herausfordernden Alltag unter die Arme greift.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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