
Rolfes, zu dessen Hauptaufgaben die Optimierung der Durchlässigkeit vom Jugend- in den Lizenzspielerbereich des Bundesligisten gehören wird, berichtet mit Beginn seiner Tätigkeit am 1. Juli 2018 an den neuen Sportdirektor Jonas Boldt.
„Mit Simon Rolfes haben wir nicht nur einen absoluten Fußballfachmann verpflichtet, sondern dazu noch jemanden, der wie kaum ein anderer die DNA von Bayer 04 in sich trägt. Er kennt den Klub in- und auswendig“, freut sich der künftige Geschäftsführer Sport, Rudi Völler, über den prominenten Zugang. „Und genau deshalb ist Simon wie geschaffen für diese neue Position, mit der wir der immer größer werdenden Bedeutung der Jugendarbeit gerecht werden wollen und müssen. In Zukunft wird es angesichts der großen Konkurrenz gerade hier in NRW noch mehr darum gehen, aus selbst ausgebildeten Talenten gestandene Profis für die erste Mannschaft zu machen – so wie es uns mit Kai Havertz, Benjamin Henrichs oder Dominik Kohr zuletzt gelungen ist.“
Rolfes, der zehn Jahre lang das Trikot mit dem Kreuz auf der Brust trug und davon sieben Jahre lang als Kapitän der Werkself agierte, leitete in den drei Jahren nach seinem Karriereende 2015 parallel zwei Unternehmen, arbeitete als Fußball-Experte für das ZDF und schloss zusätzlich ein zweijähriges UEFA-Studium zum „Master for international Players“ (MIP) ab. „Ich habe mich schwerpunktmäßig immer weiter mit dem Fußball beschäftigt und ihn dabei aus unterschiedlichsten Perspektiven beobachtet“, so Rolfes. „Jetzt freue ich mich, meine neuen Erfahrungen mit denen als Fußballprofi zu verbinden und in der Jugendarbeit einzubringen, die für mich eine der spannendsten Aufgaben im Fußball-Metier ist. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung. Die Bayer 04-Verantwortlichen haben mir in unseren Gesprächen von Anfang an den Eindruck vermittelt, dass sie mich drei Jahre nach dem Ende meiner aktiven Laufbahn unbedingt im Kreis der sportlichen Führung dabeihaben wollen. Und ich habe auch schnell gespürt, dass eine positive Antwort auf die Anfrage für mich eine Herzensangelegenheit ist, weil Bayer 04 ,mein Verein‘ ist und mir hier eine große Wertschätzung entgegengebracht wird. Ich bin mir sicher, dass ich in Leverkusen viel Positives bewirken kann.“
Für den zum 30. Juni scheidenden Geschäftsführer Michael Schade ist die Verpflichtung des früheren Mittelfeldspielers „die konsequente Fortsetzung einer Personalpolitik, die wir jüngst schon im Fall Stefan Kießling betrieben haben. Erfahrene und für die Historie unseres Vereins bedeutende Spieler einzubeziehen, ihnen Verantwortung zu übertragen und dabei ihre ganz besonderen Kenntnisse von und über Bayer 04 zu nutzen, wird uns wieder einen Schritt weiterbringen. Mehr Identifikation mit unserem Verein kann kaum jemand einbringen als Simon Rolfes oder Stefan Kießling“, betont Schade.
Fernando Carro, der ab dem 1. Juli als Vorsitzender der Geschäftsführung fungiert, ist von dem neuen „Leiter Jugend und Entwicklung“ überzeugt. „Er hat mich in vielen persönlichen Gesprächen durch seine Kompetenz und klare Strategie sehr beeindruckt. Simon Rolfes hat sich nach seinem Karriereende intensiv mit der Jugendarbeit internationaler Topklubs befasst. Er hat Europa bereist und beispielsweise beim FC Barcelona, bei Atlético Madrid, Atlétic Bilbao, Tottenham Hotspur oder PSV Eindhoven mit Nachwuchsleitern, Managern und Präsidenten gesprochen. Er hat das Training der Jugendmannschaften und die unterschiedlichen Nachwuchs-Konzepte analysiert jeweils unter der Fragestellung einer optimalen Integration der Talente in den Profibereich. Für seine jetzige Aufgabe bei Bayer 04 kann ich mir niemand Geeigneteren vorstellen als Simon“, so Carro. „Hinzu kommt schließlich auch noch seine 15-jährige Erfahrung als Profi auf allerhöchstem Niveau.“
Im Detail wird Rolfes, der 26 A-Länderspiele für Deutschland bestritt, eng mit Kaderplaner und Scout Claus Costa kooperieren. Während Helmut Jungheim schwerpunktmäßig den Trainerbereich am Kurtekotten verantwortet, wird Rolfes den Blick vor allem auf die Karrieren der jungen Spieler richten. Der 36-Jährige wird sie während ihrer Entwicklung begleiten, als Mentor den Werdegang fördern und auch Leihspielern, die ihren Weg temporär bei anderen Klubs weitergehen, beratend zur Seite stehen. „Simon wird die Ausbildung unserer Nachwuchsspieler strategisch planen, sich ganz konkret mit den einzelnen Spielern beschäftigen, um sie möglichst zu vollwertigen Profis für unsere Lizenzmannschaft zu entwickeln“, erklärt Boldt das Konzept, „mit dem wir unsere Jugendarbeit professionalisieren und effizienter gestalten wollen. Ich habe nach seinem Abschied als Spieler ständig Kontakt zu ihm gehalten und freue mich sehr, dass Simon nun für uns auf diesem wichtigen Arbeitsfeld tätig wird.“


Im April 1986 feierte die Werkself dank des Treffers von Bum-kun Cha den ersten Sieg gegen Stuttgart nach dem Aufstieg in die erste Bundesliga. Der VfB war durch ein Tor von Jürgen Klinsmann zunächst in Führung gegangen.
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