
...über den Einzug in die Königsklasse:
Die Champions League ist das Höchste, was sich im Klub-Fußball erreichen lässt. Wenn man dort spielen kann, kann man sich auf einem ganz hohen Niveau weiterentwickeln. Es überwiegt einfach nur die Freude, dass wir dabei sind. Und es ist natürlich auch ein gutes Argument für den einen oder anderen potenziellen Neuzugang.
...über die zweite Saisonhälfte:
Als wir bei Bayer 04 im Januar angefangen haben, habe ich mit meinem Assistenten Hendrie Krüzen auf Platz vier geschaut und gesagt: Es ist immer möglich. Aber es bringt nichts, darüber zu reden, weil das nur ablenken würde vom großen Ziel. Da kommst du nur hin, wenn du deine Spiele gewinnst. Und Spiele gewinnst du nur, indem du dich total darauf fokussierst. Dann haben wir unser erstes Spiel gegen Gladbach zu Beginn der Rückrunde verloren, obwohl wir gut gespielt haben. Da waren wir auf einmal sehr weit weg, allein zwölf Punkte hinter Gladbach. Aber darüber habe ich zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr groß nachgedacht. Der Fokus lag immer nur auf dem nächsten Spiel. Das war auch nach unseren folgenden Siegen gegen Wolfsburg und die Bayern nicht anders.
...über die schwierige Phase mit den drei verlorenen Spielen hintereinander gegen Bremen, Hoffenheim und Leipzig:
In der ersten Trainingseinheit nach der Niederlage gegen Leipzig haben wir die Mannschaft auf dem Trainingsplatz gebeten, etwas zur aktuellen Situation zu sagen und wo die Spieler Probleme und Verbesserungsbedarf sehen. Es hat mich sehr überrascht, dass sich da gleich neun Spieler zu Wort gemeldet und sich sehr selbstkritisch zur eigenen und zur Lage der Mannschaft geäußert haben. Normalerweise sind das in solchen Situationen meist nur wenige. Und meist die, die es gewöhnt sind, vor der Mannschaft zu sprechen. Ich glaube, das war ein ganz wichtiger Moment für den erfolgreichen Endspurt, den wir anschließend hingelegt haben.
...über die Probleme zu Beginn seines Amtsantritts:
Es ist nie gut, wenn man mitten in der Saison als Trainer irgendwo anfangen muss. Ich habe trotzdem ja zu Bayer 04 gesagt, weil ich die Qualität der Spieler gesehen und gehofft habe, dass wir das schnell hinkriegen. Dafür haben wir sehr viel miteinander geredet, viel mehr, als ich das normalerweise gewohnt bin. Fast nach jedem Training hat es noch eine Sitzung gegeben, wo ich dem Team erklärt habe, was ich erwarte, wie wir mit dem Ball und gegen den Ball spielen wollen. Ich hatte in der ganzen Zeit nie das Gefühl, dass auch nur ein einziger Spieler Probleme mit dieser Spielweise hatte. Alle waren überzeugt von diesem Weg. Das war für mich neu und habe ich so auch noch nicht erlebt bei meinen anderen Stationen. Sonst gab es immer einzelne Spieler, ob Torhüter oder Abwehrspieler, bei denen wir Überzeugungsarbeit leisten mussten. Hier haben alle sofort voll hinter unserem System gestanden und motiviert und hochkonzentriert mitgezogen. Nur deshalb konnte alles so schnell funktionieren.
...über die Besetzung der Mannschaft in der kommenden Saison:
Das ist die Herausforderung, vor der wir jetzt stehen. Ich hoffe, dass wir die nächsten Schritte machen können – zumal die Mannschaft unseren Spielstil dann noch stärker verinnerlicht hat und sie sich inzwischen daran gewöhnt hat, wie wir trainieren. Aber im Fußball ist es immer schwierig, wenn man etwas erreicht hat, das Gleiche anschließend noch einmal zu schaffen. Dieselbe Einstellung wie zuvor reicht dafür nicht, man muss noch härter dafür arbeiten und noch mehr Energie investieren.
...über Kai Havertz:
Er hat sicherlich etwas Besonderes. Zunächst mal, dass er erst 19 Jahre alt ist. Solche Leistungen sind in dem Alter sehr ungewöhnlich. Er hat in den letzten Begegnungen geradezu unglaublich gut gespielt. Aber auch Kai muss natürlich noch einiges lernen, wobei er sehr offen dafür ist, was er noch besser machen kann. Der Junge wird sich weiter steigern, so wie er es auch in dieser Saison schon getan, etwa indem er wesentlich torgefährlicher geworden ist als zuvor. Und noch dazu erzielt er meist die ganz wichtigen Führungstore. Aber auch Kai wird in seiner Karriere gewiss noch Tiefen überwinden müssen. Zu Beginn der Rückrunde beispielsweise hat er keine gute Phase gehabt. Als wir darüber sprachen, hat er mir ein neues deutsches Wort beigebracht. Er sagte, dass er in vielen Situationen zu „schlampig“ gespielt hätte.
...über die Verletzungen von Karim Bellarabi und Leon Bailey im Endspurt der Saison und die Dreifachbelastung in der nächsten Spielzeit:
Es ist immer wichtig, die richtige Balance zu finden bei der Frage, wie viele Spieler man braucht. Wenn ich zu viele Profis in meinem Kader habe, die wenig spielen, werden da auch viele unzufrieden sein. Das wäre nicht gut. Alle Spieler, die ich habe, müssen die Perspektive besitzen, auf ihre Einsätze zu kommen. Wir hatten in der Endphase der Rückrunde das Pech, dass sich bei uns beide Flügelspieler beinahe parallel verletzt haben, so dass wir unsere Spielweise etwas anpassen und umstellen mussten. Aber wir haben trotzdem Erfolg gehabt. Grundsätzlich geht es für mich nie darum, Quantität im Kader zu haben, sondern immer Qualität. Eine Mannschaft braucht zwar auch in der Breite Qualität, aber für mich steht an erster Stelle, dass jeder Spieler, der zu uns kommt, uns auch tatsächlich besser macht.
...über seine Spielphilosophie:
Als ich nach Leverkusen kam, haben viele gesagt, ich sei der Trainer, der immer im 4-3-3 spielen lassen will. Das stimmt nicht. Es geht mir mehr um Prinzipien. Ich möchte in erster Linie Offensivfußball spielen lassen. Ob das mit einem 4-3-3 passiert oder mit dem, was wir in den vergangenen Wochen gespielt haben, manche haben es 3-6-1 genannt, ist egal. Wir wollen offensiv spielen, hoch stehen und Druck machen. Wir sind mit gut 68 Prozent in der Rückrunde das Team mit dem meisten Ballbesitz, noch vor den Bayern mit 64 Prozent. Ob wir das mit einem oder zwei oder drei Stürmern hinkriegen, ob mit oder ohne Flügelspieler, ist egal. Unser deutliches Spielprinzip basiert darauf, von hinten aufzubauen, offensiv zu spielen, hoch Druck auszuüben, viel Raum im Rücken zu haben und den Ball sofort zurückzuerobern, wenn wir ihn mal verloren haben.
...über die sechswöchige Sommerpause:
Viele unserer Spieler haben jetzt noch Einsätze mit ihren Nationalmannschaften vor der Brust. Für mich ist es ganz entscheidend, dass jeder Spieler grundsätzlich drei Wochen Urlaub hat. Die Spieler brauchen die Zeit zur Erholung, gar nicht mal so sehr körperlich, sondern vor allem vom Kopf her. Also wird es einige geben, die dann wahrscheinlich etwas später einsteigen als am 1. Juli, wenn wir wieder mit der Vorbereitung beginnen. Alle haben individuelle Programme mitbekommen, so dass sie danach nicht bei Null anfangen. Nach zwei Wochen werden wir unser Trainingslager (erneut im SalzburgerLand in Zell am See-Kaprun, Anm. der Redaktion) beziehen, dann sollen alle spätestens wieder an Bord sein.

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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