
Vor rund 12.000 Zuschauern in der A. Le Coq Arena in der estnischen Hauptstadt Tallinn brachte ein Doppelschlag von Ilkay Gündogan kurz nach der Pause das deutsche Team auf die Siegerstraße (51./57.), der eingewechselte Timo Werner sorgte für den Endstand (71.).
Dabei hatte das DFB-Team, bei dem Kai Havertz von Beginn an im rechten Mittelfeld zum Einsatz kam und in seinem siebten Länderspiel erstmals durchspielen durfte, über 75 Minuten in Unterzahl spielen müssen, nachdem der ehemalige Leverkusener Emre Can nach einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte (14.). In der Folge tat sich die deutsche Mannschaft über weite Strecken schwer. Nadiem Amiri kam in der 86. Minute zu seinem zweiten Länderspiel-Einsatz. In der Gruppe C liegt Deutschland punktgleich mit dem Tabellen-Ersten Niederlande zwei Spieltage vor dem Qualifikations-Ende auf Rang zwei.
Auch die österreichische Landesauswahl befindet sich voll auf EM-Kurs. In der Gruppe G setzte sich die Mannschaft von Trainer Franco Foda mit 1:0 (1:0) in Slowenien durch. Nach einem ideenlosen Auftritt der Slowenen machte ein präziser Kopfball von Stefan Posch (21.) am Ende den Unterschied. Damit festigte die ÖFB-Equipe im Klassement den zweiten Platz hinter Polen, das die EM-Teilnahme bereits perfekt gemacht hat, und hat nun fünf Zähler Vorsprung vor Nordmazedonien. Kapitän Julian Baumgartlinger und Aleksandar Dragovic trugen über 90 Minuten lang zum Sieg bei.
Bereits am frühen Sonntagabend fuhr die argentinische Nationalmannschaft einen ungefährdeten 6:1 (3:0)-Sieg im Freundschaftsspiel in Ecuador ein. Vier Tage nach seinem Treffer beim 2:2 gegen Deutschland leitete Lucas Alario nach 20 Minuten den Torreigen ein (20.) – erneut mit einem Kopfball. Für die Argentinier erzielten in der spanischen Stadt Elche ein Eigentor von Jhon Espinoza (27.), Leandro Parades (32., Elfmeter), German Pezzella (66.), Nicolas Dominguez (82.) und Lucas Ocampos (86.) die weiteren Treffer. Ecuadors Angel Mena hatte in der 49. Minute für sein Heimatland verkürzt. Alario stand in der Startelf und wurde nach 57. Minuten ausgewechselt.
Bereits am Samstag gab Joel Pohjanpalo sein Comeback für die finnische Nationalmannschaft. Nach rund anderthalb Jahren Abstinenz kam der lange verletzte Angreifer der Werkself im EM-Qualifikationsspiel in Bosnien-Herzegowina zur zweiten Halbzeit ins Spiel – in der 79. Minute erzielte die Nummer 17 der Werkself beim 1:4 (0:2) den per Abstauber Ehrentreffer sein Heimatland. Insgesamt konnten die Finnen nicht an die bislang gezeigten Leistungen in der Qualifikation anknüpfen und kassierten in einem Spiel so viele Gegentreffer wie in der ganzen Quali zuvor. Die Treffer für die Gastgeber erzielten Izet Hajrovic (29.), Miralem Pjanic (37., Handelfmeter/58.) und Armin Hodzic (73.). Lukas Hradecky stand im Kasten der „Uhus“ und verhinderte mit zahlreichen Paraden eine höhere Niederlage. In der Gruppe J belegen die Finnen weiter den zweiten Platz hinter den bereits qualifizierten Italienern. Am morgigen Dienstag (18 Uhr) empfängt die finnische Nationalmannschaft den Tabellen-Dritten Armenien.


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