Kicker-Rangliste: Bailey sticht alle aus

Die starke Hinrunde der Werkself in der Bundesliga zahlt sich auch in der entsprechenden Berücksichtigung von Bayer 04-Profis im Rahmen der halbjährlich erscheinenden Rangliste des deutschen Fußballs im Kicker aus.
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Absoluter Branchenführer dabei ist Leon Bailey. Der Jamaikaner wurde nicht nur vom Kicker und der Bild-Zeitung als mit Abstand notenbester Bundesligaspieler bewertet, sondern er führt im Kicker auch die Wertung auf der „Außenbahn offensiv“ vor den beiden Bayern Coman und Robben an. Bailey wurde in der „internationalen Klasse“ einsortiert, die Jury bescheinigte ihm indes „fast Weltklasse“. In der Urteilsbegründung heißt es unter anderem: „Für sein junges Alter ist Bailey bereits ein erstaunlich kompletter Fußballer. Er ist unsagbar geschwind, wendig, trickreich, gedankenschnell und mit einer guten Übersicht gesegnet, im Stellungsspiel leistet er sich so gut wie keine Fehler. Zudem erfüllt er die heutigen Defensiv-Anforderungen, die an einen offensiven Außenbahnspieler gestellt werden, gewissenhaft und vorbildlich.“

Julian Brandt rangiert an Position fünf bei den offensiven Flügelspielern in der Rubrik „im weiteren Kreis“: „Brandt trug maßgeblich zu Leverkusens Erfolg in den ersten beiden Pokalrunden gegen Karlsruhe und Union Berlin bei, in der Liga glänzte er vor allem beim Sieg in Mönchengladbach. Seine Einwechselung war damals ein entscheidender Grund für die Wende (5:1 nach 0:1).“ Wie Brandt taucht auch Kevin Volland „im weiteren Kreis“ auf, als sechstbester Stürmer hinter Lewandowski, Aubameyang, Timo Werner, Uth und Finnbogason. Im Text zum erfolgreichsten Torschützen der Werkself (neun Ligatreffer) ist zu lesen: „Der Weg in die internationale Klasse ist nicht mehr weit für den wuchtigen und für sein Team extrem wertvollen Angreifer.“ Im „Blickfeld“ bei den Stürmern findet sich auch Lucas Alario wieder.

Kai Havertz belegt für die Kicker-Redakteure Rang neun „im weiteren Kreis“ bei den offensiven Mittelfeldspielern. Begründung: „Für seine gerade mal 18 Jahre wirkt Kai Havertz erstaunlich reif. Ruhe am Ball, exzellente Technik, hohes Spielverständnis und Kopfballstärke zeichnen Leverkusens Jungspund aus. Er sorgt auf verschiedenen Positionen für Kreativität: halbrechts offensiv, als hängende Spitze oder auf der Doppelsechs.“

Bei den defensiven Mittelfeldspielern tauchen sogar drei Bayer 04-Sechser in der Rangliste auf. Lars Bender und Charles Aránguiz belegen die Plätze zwei und drei in der „internationalen Klasse" und mussten nur Münchens Javi Martinez den Vortritt lassen, Dominik Kohr wird dazu noch im „Blickfeld“ aufgeführt. Zum Werkself-Kapitän Lars Bender sagte die Jury: „Er machte das Rennen um die Krone spannend, am Ende setzte sich Martinez in einer Kampfabstimmung knapp durch. Bender knüpfte in der abgelaufenen Hinrunde an seine besten Zeiten an. Er spielte sehr konstant, war die Zuverlässigkeit in Person, was sich auch im besten Notenschnitt aller Konkurrenten widerspiegelte... Aufgrund seiner Offensivstärke (zwei Tore, vier Vorlagen) wurde er auch vor Aránguiz eingestuft."

Zum Chilenen heißt es: „Er schwang sich zum Kopf im Bayer-Mittelfeld auf. Mit seinen technischen Fähigkeiten lenkte er das Spiel aus der Sechser-Position heraus wie ein Spielmacher und lieferte zum Teil überragende Spiele ab.“ Auch Dominik Kohr wurde explizit erwähnt: „Der Neuzugang aus Augsburg überzeugte gerade zum Ende der Hinrunde mit Laufstärke und großem Einsatz.“

In der Rubrik „Außenbahn defensiv“ ist Wendell Neuntbester der Wertung „im weiteren Kreis“: „Start und Ende der Halbserie verliefen für den Brasilianer etwas unglücklich, dazwischen präsentierte er sich extrem. Der Bayer-Profi bewahrte sich die Dynamik in der Offensive, agierte hinten weniger ungestüm als in vergangenen Jahren.“

Bei den Innenverteidigern belegt Jonathan Tah Platz vier „im weiteren Kreis“, Sven Bender ist im „Blickfeld“ positioniert. Zu Tah heißt es: „Der Leverkusener spielte in der Liga beständig und war vor allem in Zweikämpfen, auch bei Kopfballduellen, mit seiner imposanten Physis sehr präsent. Verbessert im Spielaufbau.“ Last but not least findet Nationalkeeper Bernd Leno wie jedes halbe Jahr Erwähnung bei den Torhütern, diesmal als Elfter  „im weiteren Kreis“. Begründung: „In den letzten Wochen zeigte sich Leno wieder in bekannt starker Verfassung. Zuvor aber mit zu vielen Schwankungen.“

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