„Individuell mit Spielern arbeiten“ – Seoanes Plan für die Pause

Chefcoach Gerardo Seoane stand am Dienstag im Anschluss an das Mannschaftstraining gemeinsam mit seinen beiden Co-Trainern etwas länger auf dem Rasen. Denn der 43-Jährige absolvierte mit Werkself-Profi Amine Adli im Schatten der BayArena noch eine zusätzliche individuelle Einheit. Im Anschluss daran stellte sich der Schweizer in einer Gesprächsrunde den Fragen der Medienvertreter und berichtete unter anderem über die Ziele für die beiden bevorstehenden Trainingswochen. Wir haben die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.
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Gerardo Seoane über…

…den Aufbau der kommenden beiden Trainingswochen: Normale Wochen bieten einem immer – im Gegensatz zu Englischen Wochen – die Möglichkeit, das Training besser zu strukturieren und sich Zeit zu nehmen. Diese Woche konnten wir die ersten Einheiten zum Reinkommen nutzen, Videobilder im Nachgang ausführlicher analysieren. In den Tagen danach bearbeiten wir vor allem individuelle, physische Themen. Nächste Woche geht es dann um gruppentaktische Elemente und konkrete gegnerbezogene Spielvorbereitung. Mit dem BVB erwartet uns jetzt vor allem ein Gegner, der sich durch viel Ballbesitz und Kombinationsfußball auszeichnet. Das werden wir fokussieren.

…. konkrete Trainingsinhalte: Wir können aus dem Spiel gegen Augsburg viele sehr positive Dinge mitnehmen, es läuft gut, aber ich möchte das Spiel auch nicht zu sehr überbewerten. Es gibt immer genug Punkte, die man noch besser machen kann. Im Angriff waren wir im Spielaufbau zwischen den Linien noch etwas ungenau, dadurch hatten wir in der Vorwärtsbewegung trotzdem noch zu viele Ballverluste. In der Defensive werden wir vor allem das individuelle Zweikampfverhalten – zum Beispiel nach Ecken – aufarbeiten.

… die Rückenverletzung von Exequiel Palacios: Heute Morgen hatten wir einen guten Eindruck. Er befindet sich aber nach wie vor im Aufbau und wir führen ihn sukzessiv wieder an die Belastung heran. Wenn er nächste Woche dabei wäre, würden wir das natürlich begrüßen, allerdings können und werden wir uns jetzt auch in den kommenden beiden Wochen – wie bei aktuell allen Verletzten – genügend Zeit für eine angemessene und effektive Rehabilitation nehmen.

Daley Sinkgravens mögliche Rückkehr: Daley befindet sich aktuell noch in der Werkstatt und arbeitet dort mit unserem Staff. Er hat diese Woche angefangen zu joggen und wird voraussichtlich im Verlauf der kommenden Woche langsam wieder einsteigen. Gegen Dortmund wird er allerdings noch nicht so weit sein.

Paulinhos Genesung: Wir haben mit ihm verschiedene Untersuchungen durchgeführt und er hat mehrere Checks absolviert. Er hat keinerlei Krankheitssymptome und auch sonst keine Probleme. Allerdings ist er von unserer medizinischen Abteilung noch nicht für hochintensives Training freigegeben. Er trainiert aber bereits individuell und unter Aufsicht auf dem Laufband, Fahrrad oder im Kraftbereich. Insofern ist es eine reine Präventivmaßnahme.

Julian Baumgartlingers aktuellen Zustand: Baumi hat gestern bereits erste Passübungen mitgemacht. Wir wollen ihn aber nach wie vor geduldig aufbauen. Er macht gute Fortschritte, doch sicher wird es bei den nächsten Belastungssteigerungen auch noch einmal Rückschläge geben, was völlig normal ist. Wir haben also bewusst keinen konkreten Zeitplan mit Datum im Kopf.

… einen möglichen Wechsel von Nadiem Amiri: Es ist bekannt, dass Gespräche stattfinden. Aber bei so einem Transfer spielen immer verschiedene Faktoren eine Rolle – für den Spieler, den potenziellen neuen Verein, aber auch für uns. Als ehemaliger Spieler habe ich volles Verständnis dafür, wenn ein Profi mit seiner Spielzeit nicht zufrieden ist oder sich nach einer gewissen Zeit noch einmal verändern möchte. Das zeugt von Ehrgeiz und Ambitionen. Wir haben von Anfang an offen miteinander kommuniziert. Nadiem gibt auch nach wie vor im Training alles. Insofern bedeutet eine Einigung am Ende auch immer, dass alle Partien mit der gefundenen Lösung einverstanden sind – egal, wie sie dann konkret aussieht.

Charles Aránguiz und seinen bevorstehenden Einsatz in der Nationalmannschaft: Erfahrene und vor allem wendige, technisch-starke Spieler, wie Charlie einer ist, brauchen in der Regel nicht so eine lange Eingewöhnungszeit, um ihren Rhythmus wiederzufinden. Am Wochenende hat das in seinen 25 Minuten Einsatzzeit bereits gut funktioniert, wir wollten aber auch noch nicht zu viel riskieren. Bevor er abgereist ist, haben ihn unsere Ärzte und Physios noch einmal komplett durchgecheckt. Außerdem stehen wir im regelmäßigen Austausch mit dem Staff vor Ort, um die Belastung zu dosieren und freuen uns gleichzeitig, wenn er sich dort jetzt ein gutes Gefühl holen kann.

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