
Unsere Nr. 1 spricht über den Spirit der „Uhus“, die Entstehung des gleichnamigen Spitznamens für die finnische Nationalmannschaft sowie die Gründe dafür, weshalb man den skandinavischen Außenseiter nicht unterschätzen sollte. Lukas Hradecky über…
…die Fußball-Begeisterung in Finnland: „Ich glaube schon, dass es in Finnland eine große Begeisterung für den Fußball gibt. Das hat sich durch die Corona-Pandemie auch noch einmal verstärkt. In der letzten Zeit haben sehr wenige Sport-Veranstaltungen stattgefunden – da war der Fußball schon fast die einzige Sportart, die zumindest im Fernsehen viel zu sehen war. Es wurde dann dementsprechend am meisten in Finnland darüber gesprochen – auch durch unseren Erfolg mit der Nationalmannschaft.“
…über den Zeitpunkt, wann die erstmalige EM-Teilnahme realistisch wurde: „Das war nach dem vierten Qualifikationsspiel, was wir 2:0 gegen Liechtenstein gewonnen hatten. Nach der Partie und den neun Punkten im Gepäck war ich mit meinem guten Kollegen und Mitspieler Teemu Pukki auf dem Hotelzimmer. Da wurde uns erstmals so richtig klar: ‚Die EM-Qualifikation ist für uns möglich.‘ Tatsächlich haben wir es dann auch durch die guten Ergebnisse in den weiteren Begegnungen geschafft.“
…über die Stärken der finnischen Nationalmannschaft: „Was wir hier in der finnischen Nationalmannschaft für einen Zusammenhalt und Teamgeist verspüren, ist unglaublich. Wir sind 25 Spieler, die miteinander befreundet sind. Wir haben eine lockere Atmosphäre im Team und jeder kann der sein, der er wirklich ist. Man hat hier eine sehr spezielle Stimmung und das braucht auch glaube ich jeder von uns – zu wissen, dass wenn man in der ersten Elf steht, 15 weitere Spieler auf der Bank für dich da sind und dich unterstützen. Das ist der beste Mannschaftszusammenhalt, den ich bisher in meiner Karriere erlebt habe. Wir sind sehr schwer zu schlagen und sollten nicht unterschätzt werden.“
…über den Spitznamen „die Uhus“: „2007 hat damals in Helsinki ein Uhu auf dem Feld das Spiel unserer Nationalmannschaft gegen Belgien unterbrochen. Die Partie haben wir damals übrigens 2:0 gewonnen, vielleicht sollten wir den Uhu wieder zum Spiel am 23. Juni gegen Belgien einladen. (lacht)“
…über die Außenseiterrolle der Finnen: „Wir haben nichts zu verlieren und sind sicher nicht bei der Europameisterschaft, um nur daran teilzunehmen. Schwierig zu sagen, ob uns die Gegner unterschätzen. Ich hoffe es aber zumindest, denn wir sind nicht so schwach, wie man vielleicht denkt. Klar sind wir der klare Außenseiter in unserer EM-Gruppe. Durch die neue Reform bei der EM können aber sogar drei der vier Mannschaften aus einer Gruppe weiterkommen. Mit Glück kann da schon ein Sieg für uns reichen.“
…über Gruppen-Favorit Belgien: „Jeder finnische Spieler kennt jeden belgischen Spieler. Man muss kein Fußball-Experte sein, um Spieler wie De Bruyne, Lukaku oder Courtois zu kennen. Es wird ein hartes Spiel für uns. Klar ist die Gruppe schwierig, aber wir sind auch in der Lage, gegen große Mannschaften zu gewinnen.“
…über die Defensiv-Stärke der finnischen Nationalmannschaft: „Wir haben natürlich nicht die Weltklassespieler, die bei anderen Nationen vorne in der Offensive spielen. Man kann also davon ausgehen, dass unser Spiel mehr auf Kontern und einer stabilen Defensive aufgebaut wird – das funktioniert bei uns. Kleinere Fußballnationen müssen ekelige Gegner sein, und das werden wir auf jeden Fall auch sein.“
HIER geht's zum EM-Interview mit Aleksandar Dragovic.

Schwarz-rote Talentförderung auf höchstem Niveau – auch abseits des Platzes: Die Azubinen Jule Suermann, Leandra Bellia und Julia Niederheide haben ihre zwei- beziehungsweise dreijährige Ausbildung beim Werksklub erfolgreich abgeschlossen. Bayer 04 würdigte das Trio am Dienstag in der BayArena.
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