
Bayer 04 gratuliert herzlich zum runden Jubiläum: Happy Birthday, Berbo! Und wir blicken exemplarisch auf einen der vielen besonderen Momente seiner Karriere zurück.
In Leverkusen sei er von einem Jungen zu einem Mann gereift, hat er einmal im Gespräch mit bayer04.de gesagt, als er anlässlich des 40-jährigen Bundesliga-Jubiläums des Klubs im Mai 2019 mal wieder in der BayArena war. „Deshalb verbinde ich mit dieser Stadt und dem Verein auch immer noch Heimatgefühle.“
Fünfeinhalb Jahre ist er unterm Bayer-Kreuz geblieben. Länger als bei jeder seiner weiteren Profi-Stationen. Für die Werkself machte er mit Abstand die meisten Pflichtspiele (202) und schoss er die meisten Tore (91). Darunter viele außergewöhnliche, typische Berbatov-Treffer. Erstaunlich eigentlich, dass nur einer davon zum „Tor des Monats“ gewählt wurde. Ein Tor, das er sich quasi selbst zu seinem 21. Geburtstag geschenkt hat; erzielt am 30. Januar 2002, im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen 1860 München.
Es läuft die 66. Minute. Michael Ballack schlägt aus dem Mittelfeld einen hohen Ball auf Ulf Kirsten an der Strafraumgrenze, der „Schwatte“ köpft die Kugel Richtung Elfmeterpunkt, wo Berbo gemeinsam und fast synchron mit seinem Gegenspieler Filip Tapalovic aus dem Lauf heraus zum Fallrückzieher ansetzt. Der Bulgare ist einen Tick schneller am Ball, den er über Keeper Simon Jentzsch hinweg ins Netz schießt. Was für ein Tor! Es steht 1:0 für Bayer 04. Sieben Minuten später schlägt Berbo noch ein zweites Mal zu, Thomas Brdaric sorgt schließlich für den 3:0-Endstand. Zuvor hatte Berbatov bereits in der 2. Runde des Wettbewerbs alle drei Tore beim 3:2-Sieg in Bochum erzielt. Auch im Finale gegen Schalke 04 (2:4) traf er einmal. In dieser unglaublichen Saison 2001/02 ging der Stern des Bulgaren auf. Er begann, die großen Fußstapfen von Ulf Kirsten auszufüllen.
In seiner letzten Saison für Bayer 04, in der er alle 34 Bundesligaspiele bestritt, 21 Tore erzielte und neun vorbereitete, hatte Berbatov längst die internationalen Top-Klubs auf sich aufmerksam gemacht. Sein Wechsel im Sommer 2006 zu Tottenham Hotspurs war der nächste Karriereschritt. Es folgten Manchester United, wo er seine größten Erfolge feierte, FC Fulham, AS Monaco, PAOK Saloniki und schließlich als letztes Abenteuer die Kerala Blasters in Indien. Im Herbst 2019 hat er seine Spieler-Karriere offiziell beendet.
Aber dem Fußball ist er erhalten geblieben. Kurz vor seinem 40. Geburtstag startete Dimitar Berbatov seine Trainer-Laufbahn: Seit Mitte Januar dieses Jahres ist er Stürmertrainer beim bulgarischen Erstligisten Etar Veliko Tarnovo. Dort wird er laut Chefcoach Alex Tomas „kostenlos arbeiten, um die Erfahrung zu sammeln, die er braucht“.
Viel Erfolg dabei und alles Gute, Berbo!

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