
Und die Partie gegen Kaiserslautern startet wie so viele in den letzten Wochen – der Gegner geht in Führung und formiert sich kompakt in der eigenen Hälfte. Das Defensivkonzept der Pfälzer geht auf, doch Michael Ballack reißt das Spiel immer mehr an sich. Er leitet einen gefährlichen Angriff nach dem nächsten ein und nach etwas mehr als einer halben Stunde sorgt er nach Vorarbeit von Bernd Schneider für den Ausgleich. Nach dem Wechsel profitiert die Werkself in der 50. Minute von einer recht harten Elfmeterentscheidung. Der Lauterer Innenverteidiger Harry Koch schubst Mittelstürmer Ulf Kirsten und Schiedsrichter Florian Meyer entscheidet zum Entsetzen der Pfälzer auf Elfmeter. Diesen verwandelt Michael Ballack eiskalt: Bayer 04 führt mit 2:1. Jetzt öffnet der FCK seine Deckung, bekommt die eine oder andere kleine Torchance, scheitert aber entweder an Torhüter Jörg Butt oder an den eigenen Nerven. Nach dem Schlusspfiff etabliert sich Bayer 04 mit diesem Sieg auf Platz 2 hinter Bayern München.
Die nächsten zwei Wochen stehen ganz im Zeichen des WM-Qualifikations-Entscheidungsspiels gegen die Ukraine. Mit Jens Nowotny, Carsten Ramelow, Bernd Schneider und Michael Ballack stehen vier Leverkusener in der Startelf beim Hinspiel in Kiew. Michael Ballack gelingt auch in der 31. Minute der Ausgleich und so geht die Nationalmannschaft unter Teamchef Rudi Völler mit einem guten Gefühl in das Rückspiel am 14. November in Dortmund. Diesmal steht auch noch Oliver Neuville mit auf dem Platz und die Bayer 04-Spieler ziehen ihre Mannschaftskollegen mit. Im „Leverkusener Angriffswirbel“ (Kicker vom 15.11.2001) liegen die Ukrainer nach 15 Minuten nach Toren von Michael Ballack, Oliver Neuville und Marco Rehmer mit 0:3 zurück. Am Ende gibt es einen souveränen 4:1-Sieg – die Teilnahme an der WM 2002 in Japan und Südkorea ist gesichert.
Drei Tage später steigt das Bundesliga-Derby im Müngersdorfer Stadion. Die Kölner stehen mit 8 Punkten auf dem 16. Platz und setzen vor 41.000 Zuschauern erstmal auf die Defensive. Und ihre Taktik geht auf. Zur Pause steht es noch 0:0. Wermutstropfen für die Werkself: Geburtstagskind Bernd Schneider muss in der 38. Minute mit einer Zerrung ausgewechselt werden und wird durch Zoltan Sebescen ersetzt. Nach der Pause wirft Schiedsrichter Uwe Kemmling den Kölner Jens Keller mit einer Ampelkarte vom Platz. Trotzdem geht der FC mit zehn Mann in Führung. Dieser Treffer ist wieder einmal ein Weckruf für die Werkself. Jetzt bekommt Bayer 04 Chance auf Chance und in der 63. Minute trifft Ulf Kirsten zum Ausgleich. Als dann Oliver Neuville neun Minuten später den Führungstreffer erzielt, ist die Entscheidung gefallen. Bayer 04 hält den 1. FC Köln vom eigenen Tor weg und fährt mit drei Punkten im Gepäck zurück nach Leverkusen. Durch die Niederlage des FC Bayern in Bremen übernimmt die Werkself, auch an diesem 13. Spieltag noch ungeschlagen, mit 33 Punkten die Tabellenführung.
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In der Königsklasse erlebt Bayer 04 zum Auftakt der Zwischenrunde in Turin außergewöhnliche Umstände. Im Mittelpunkt steht dabei zunächst nicht das Spiel, sondern der dichte Nebel, der die Partie im Stadio delle Alpi am 21. November verhindert. Das Spiel wird auf den 28. November verschoben. So reist der Bayer 04-Tross wieder zurück nach Leverkusen und Mannschaft und Trainer bereiten sich auf das nächste Bundesligaspiel gegen den Hamburger SV vor. Dieses startet wie immer – mit einem Gegentor. Schon in der 7. Minute erzielt der Hamburger Jörg Albertz das 1:0 für die Norddeutschen. Die Bayer 04-Fans antworten mit einem lauten „Jetzt geht’s los! Jetzt geht’s los!“ und werden von ihrer Mannschaft nicht enttäuscht. Bis zur Pause drehen Michael Ballack und Oliver Neuville den Rückstand in eine 2:1-Führung. Auch nach der Pause dominiert nur eine Mannschaft – die Werkself. Es ist noch zweimal Oliver Neuville, der das Ergebnis auf 4:1 erhöht. Der Tabellenführer der Bundesliga heißt weiterhin Bayer 04 Leverkusen. Mit elf Siegen und drei Unentschieden grüßt die Werkself von der Tabellenspitze, vier Punkte vor dem FC Bayern München.
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Am 27. November 2001 reist Bayer 04 wieder nach Turin. Aber einen Tag später muss das Spiel erneut wegen der schlechten Sicht abgesagt werden – ein bis dahin einmaliger Vorgang in der Geschichte des europäischen Fußballpokals. Nach der zweiten Absage terminiert die UEFA trotz des Wunsches beider Mannschaften, die Partie erst im Dezember oder Januar nachzuholen, das Spiel kurzfristig auf Donnerstag, den 29. November, 15 Uhr. Da in Turin wegen eines Ärztekongresses keine Unterkünfte verfügbar sind, muss Bayer 04 in das rund 100 Kilometer entfernte Aosta-Tal ausweichen. Der Mannschaftsbus trifft dort erst mitten in der Nacht ein, so dass den Spielern nur wenig Schlaf bleibt.
Sportlich verläuft der Nachmittag mehr als enttäuschend. Vor gerade einmal 5.000 Zuschauern dominiert Juventus Turin von Beginn an und geht bereits in der 8. Minute durch David Trezeguet in Führung. Die Werkself kommt anschließend besser ins Spiel und hat durch Oliver Neuville, Zoltan Sebescen und Lucio durchaus Torchancen. Kurz vor der Pause schlägt Juventus jedoch erneut zu: Alessandro Del Piero erhöht nach einem Konter auf 2:0, ehe Igor Tudor unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff das 3:0 erzielt. Nach der Pause überlässt Juventus der Werkself zwar mehr Spielanteile, doch Bayer 04 kann daraus keinen Nutzen ziehen. Trezeguet erzielt in der 60. Minute mit seinem zweiten Treffer den 4:0-Endstand. In der Schlussphase lassen beide Mannschaften das Spiel weitgehend auslaufen.







Die kurzfristige Neuansetzung sorgt bei Bayer 04 für großen Unmut. Der damalige kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser kritisiert die Entscheidung der UEFA als „absolut unprofessionell und amateurhaft“ und spricht von Wettbewerbsverzerrung. Gleichzeitig will er die schwierigen Bedingungen nicht als alleinige Erklärung für die deutliche Niederlage gelten lassen. Auch Trainer Klaus Toppmöller sucht keine Ausreden. Er bemängelt vor allem die fehlende Zweikampfstärke, leichtfertige Ballverluste im Mittelfeld und individuelle Fehler, die letztlich zur klaren Niederlage führen.

Thomas Hörster wird am 27. November 1956 in Essen geboren. Als Kind betreibt er Turmspringen und Judo, begeistert sich aber auch für Fußball. Nach seinen Anfängen bei Blau-Weiß Holsterhausen-Essen wechselt er zum ETB Schwarz-Weiß Essen. Als A-Jugendlicher trainiert er erstmals bei den Herren in der 2. Liga mit. Und mit knapp 18 Jahren debütiert Thommy, wie er gerufen wird, in der 2. Bundesliga. In zweieinhalb Saisons absolviert er 71 Spiele für Schwarz-Weiß Essen.
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Bernd Dreher wird am 2. November 1966 in Leverkusen geboren und beginnt bereits im Alter von fünf Jahren beim SV Schlebusch mit dem Fußballspielen. Als Neunjähriger wechselt er in die Nachwuchsabteilung von Bayer 04. Hier durchläuft der Torhüter alle Juniorenteams und erreicht mit der U19 1985 das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, das Bayer 04 gegen Eintracht Frankfurt mit 2:4 verliert.
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Robson Ponte wird am 6. November 1976 in São Paulo, Brasilien, geboren. Seine Fußballkarriere beginnt er in Brasilien bei CA Juventus. Danach spielt er für América FC und den Guarani FC. Im Jahr 1999 wechselt er zu Bayer 04. Bei der Werkself spielt Robson zunächst bis 2001. Anschließend wechselt er für zwei Jahre auf Leihbasis zum VfL Wolfsburg. Dort entwickelt er sich weiter und sammelt wichtige Erfahrungen in der Bundesliga. Im Jahr 2003 kehrt er nach Leverkusen zurück und zeigt dort besonders seine Fähigkeiten im Dribbling und im offensiven Mittelfeld. Insgesamt kommt er für Bayer 04 auf 79 Einsätze und erzielt sechs Tore.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat November. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Am Sonntag, 4. November 1951, steigt das erste Derby zwischen Bayer 04 und dem 1. FC Köln um Punkte. Zu diesem Aufeinandertreffen platzt das Kölner Stadion in Müngersdorf aus allen Nähten. Eine wahre Invasion von Bayer 04-Fans aus Leverkusen macht sich mit Straßenbahnen und Bussen auf den Weg nach Köln. Ab Mittag fahren zu den planmäßigen Bahnen sechs zusätzliche Straßenbahnzüge zum normalen Preis ab Leverkusener Rathaus bis zum Kölner Stadion. Zur selben Zeit fahren regelmäßig Busse der Firma Grein ab dem Wiesdorfer Marktplatz nach Köln. Am Ende schwenken über 5.000 Bayer 04-Fans ihre schwarzroten Fahnen auf der Tribüne des Kölner Stadions und feuern ihre Mannschaft neunzig Minuten an.
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