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Die ganze Sommerpause über halten sich hartnäckige Wechselgerüchte um Jens Nowotony (zu Arsenal London), Michael Ballack (zum FC Bayern), Diego Placente (zu Real Madrid) und Paulo Rink (ins Ausland nach England oder Frankreich). Der Brasilianer Ze Roberto soll „mit ziemlicher Sicherheit“ (Kicker vom 25. Juni 2001) zu Deportivo La Coruna wechseln, aber am Ende stehen alle an diesem sonnigen Junitag weiterhin im Kader von Bayer 04 für die Saison 2001/2002.
Das erste Freundschaftsspiel der Saison bestreitet die Werkself beim FV Rheindorf. Bei diesem lockeren Aufgalopp treffen Ulf Kirsten, Bernd Schneider und Markus Daun je dreimal ins gegnerische Netz. Thomas Brdaric (2 Tore), Zoltan Sebescen, Frankie Hejduk sind neben einem Eigentor die weiteren Torschützen beim 14:0 gegen den Nachbarn.
Als sich der Bayer 04-Tross am 3. Juli auf den Weg ins Trainingslager in die Schweiz nach St. Gallen macht, sind auch die Nationalspieler Jens Notowny, Carsten Ramelow, Oliver Neuville und Michael Ballack mit an Bord. Es fehlen allerdings
Ersatztorhüter Frank Juric, der mit einer Viruserkrankung in seiner Heimat Australien das Bett hütet, der brasilianische Abwehrspieler Lucio, der sich noch bei der brasilianischen Nationalmannschaft befindet, Ze Roberto und Diego Placente, der argentinische Linksverteidiger. Für den größten Gesprächsstoff sorgt Lucio, denn angeblich soll es für ihn ein Angebot über 35 Millionen Euro von Lazio Rom geben. Dafür taucht dann für die Presse überraschend Ze Roberto im Säntispark in der Schweiz auf. Deportivo La Coruna ist nicht bereit, die von Bayer 04 geforderten 15 Millionen Euro zu zahlen und so spricht Manager Reiner Calmund ein Machtwort: „Ze bleibt hier. Ich habe keine Lust, einen Basar zu eröffnen.“
Ein weiteres Freundschaftsspiel gegen Rot-Weiß Weiler gewinnt die Werkself mit 11:1 und zum Abschluss des Trainingslagers kassiert Bayer 04 eine 2:3-Niederlage gegen den FC Liverpool. Nach acht Tagen in der Schweiz macht sich Schwarz-Rot dann auf den Weg nach Dessau, wo Bayer 04 gegen Hertha BSC in der ersten Runde des Liga-Pokals antritt. Am 12. Juli 2001 verliert das Toppmöller-Team mit 1:2 und kann sich auf die Vorbereitung des Saisonstarts konzentrieren.
Die Prognosen der Experten für die folgende Saison sind sehr schlecht. Nur selten wird Bayer 04 im Kreis der Anwärter auf einen Champions-League-Platz gesehen. Gehörte die Werkself in den Jahren zuvor immer auch zu den Meisterschaftsfavoriten, so trauen die Journalisten den Leverkusenern trotz Spielern wie Lucio, Jens Nowotny, Michael Ballack, Carsten Ramelow, Bernd Schneider, Hans Jörg Butt, Yildiray Bastürk, Ulf Kirsten, Oliver Neuville, Boris Zivkovic, Zoltan Sebescen, Ze Roberto, Dimitar Berbatov und Diego Placente nicht allzu viel zu. Heute in der Rückbetrachtung unvorstellbar bei den Namen, aber der Glaube an ein starkes Bayer 04 Leverkusen ist vielen abhandengekommen.
Nach einem 4:1-Testsieg beim schwedischen BK Häcken, wo verletzungsbedingt immer noch Innenverteidiger Lucio fehlt, und einem 2:0-Auswärtssieg bei den Offenbacher Kickers befindet sich die Werkself auf der Zielgeraden für das erste Bundesligaspiel der Saison 2001/2002. In der BayArena wird am Samstag, 28. Juli, der VfL Wolfsburg zu Gast sein.








Von Beginn an setzen die Gastgeber voll auf Offensive und lassen die Wölfe kaum aus deren eigenen Hälfte kommen. Eine Stunde gibt es in der mit 22.000 Zuschauern fast ausverkauften BayArena Einbahnstraßenfußball zu sehen. Besonders der laufstarke und ballsichere Bernd Schneider setzt in der Leverkusener Offensivzentrale die Impulse. Der mit einem gebrochenen Zeh spielende Michael Ballack unterstützt den „weißen Brasilianer“ und wird in der 64. Minute durch Boris Zivkovic ersetzt. Zu diesem Zeitpunkt führt Bayer 04 mit 2:0 durch zwei Treffer von Lucio. Am Ende stehen ein souveräner 2:1-Sieg und ein guter Start in die Saison 2001/2002. Eine Spielzeit, die bis zur Doublesaison 2023/2024 die beste einer Bayer 04-Mannschaft werden wird. Monatlich werde ich euch die Geschichte dieser tollen Saison wieder in Erinnerung rufen.

Harry Gniech erblickt am 14.10.1951 in Leverkusen-Schlebusch das Licht der Welt. Mit sechs Jahren kommt er zum SV Bayer 04, zunächst zur Leichtathletik. Eigentlich will der Junge Fußball spielen, darf aber erst mit neun Jahren zu den Fußballern wechseln. Schnell wird Harry im Mittelfeld zum Spielmacher. Trotz seines Talents ist der Weg von der Jugend in den Lizenzkader damals weit. In der Saison 1973/74 setzt ihn sein ehemaliger A-Jugendtrainer Friedhelm Renno, der mittlerweile die erste Mannschaft von Bayer 04 trainiert, zum ersten Mal in einem Spiel der Vertragsspieler-Mannschaft ein.
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Henrique Adriano Buss, genannt Henrique, kommt am 14. Oktober 1986 im brasilianischen Marechal Cândido Rondon zur Welt, einer Stadt im brasilianischen Bundesstaat Parana. Mit 13 Jahren wechselt er zum Coritiba FC und schafft 2006 den Sprung in die erste Mannschaft. Henrique steigt mit dem Team in die 1. brasilianische Liga auf und wechselt zum FC Palmeiras. Nach nur fünf Spielen für den neuen Klub wird der 1,85 Meter große Innenverteidiger 2008 vom FC Barcelona für zehn Millionen Euro verpflichtet und von Bayer 04 gegen eine Gebühr von 400.000 Euro für ein Jahr ausgeliehen.
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Constant Djakpa wird am 17. Oktober 1986 in Abidjan in der Elfenbeinküste geboren. Schon im Alter von fünf Jahren beginnt er mit dem Fußballspielen. Seine ersten Schritte im Profifußball macht er beim Stella Club d’Adjamé, bevor er nach Norwegen zu Sogndal IL wechselt. Über den rumänischen Verein Pandurii Târgu Jiu führt sein Weg schließlich nach Deutschland.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat Oktober. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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In der ersten Oktoberwoche des Jahres 1966 entscheiden sich die Vertragsfußballspieler zu einem ungewöhnlichen Schritt – sie treten in den Streik. Sie sehen sich zu dieser bis dato wenig üblichen Selbsthilfe gezwungen, damit sie ihren Forderungen nach einer gerechten Bezahlung mehr Nachdruck verleihen können. Bei drei Unentschieden, so folgern sie, steht ihnen eine Prämie zu, zumindest ist eine Punktprämie von 75 D-Mark vor Saisonbeginn vereinbart worden.
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