
Die Bayer-Mannschaft ist erst vor einem halben Jahr in die 2. Bezirksklasse aufgestiegen und sehr gut in die Saison gestartet. Mit 9:5-Punkten steht der Klub auf Platz zwei, obwohl ihm nicht immer die beste Mannschaft zur Verfügung steht. Heute ist der Nachbar aus Bensberg zu Gast und die SpVgg Leverkusen 04, wie unser Klub damals heißt, spielt von Beginn an „wie aus einem Guss“.
Der Sportredakteur betont in seinem Artikel, dass „es allein die Einigkeit und Geschlossenheit ist, die eine Mannschaft nach vorne bringt“. Weiterhin hofft er, dass das „Primadonnentum“ zu Hause gelassen wird, denn „diese verwirren nur das Konzept und sind außerdem nicht nur unsportlich, sondern auch weibisch“.
Am Ende schießen der Rechtsaußen drei, Mittelstürmer und Halbrechter jeweils zwei und der Linksaußen und Halblinke je einen Treffer zum souveränen 9:0 (4:0)-Sieg – dem damit höchsten Punktspielsieg unserer Klubgeschichte. Spielernamen nennt man zu dieser Zeit noch nicht, so dass uns leider nicht bekannt ist, in welcher Formation dieses historische Ergebnis herausgespielt worden ist.
Ich glaube zwar nicht, dass dieser 9:0-Erfolg jemals zu toppen sein wird, aber im Jahr 2000 war unsere Werkself mit ihrem 9:1-Auswärtssieg in Ulm immerhin nah dran, wenn auch auswärts. Und im Mai 2019 stand es in der BayArena zur Halbzeit gegen die Frankfurter Eintracht 6:1. Also, man sollte nie nie sagen.

Hans Sarpei wird am 28. Juni 1976 in Tema in Ghana geboren und kommt mit seinen Eltern als Dreijähriger nach Deutschland, wo er in Köln aufwächst. Seine Mutter und sein Vater arbeiten schon vor seiner Geburt zeitweise in Hamburg im Import-Export-Bereich. Dort lernen sie einen älteren Mann kennen, der ihnen die deutsche Kultur näher bringt und sie unterstützt. Aus Dankbarkeit erhält Hans später dessen Vornamen, obwohl dieser Mann bereits vor seiner Geburt verstirbt. Hans stammt aus einer sportlichen Familie, sein älterer Bruder Edward sowie seine Neffen Hans Nunoo Sarpei und Kingsley Sarpei waren beziehungsweise sind ebenfalls Profi-Fußballer.
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Hans-Josef („Sepp“) Kretschmann wird am 3. Juni 1953 der fünfte Trainer der Vereinsgeschichte von Bayer 04 Leverkusen. Der am 21. März 1902 im ostpreußischen Allenstein geborene Fußballlehrer widmet sich nach dem Studium erst dem Lehrerberuf, um dann später auf den Fußball umzusatteln. Er übernimmt die Werkself von Franz Strehle, unter dem die Mannschaft zweimal die Klasse in der 1. Oberliga West halten konnte. Aber Strehle verlängerte nach diesen zwei recht erfolgreichen Jahren seinen Vertrag in Leverkusen nicht mehr.
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Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord im Sommer 1975 kämpft Bayer 04 nur acht Monate später gegen den Abstieg. Der Verein erwartet von allen vollen Einsatz in dieser prekären Situation. Aufstiegstrainer Manfred Rummel soll seinen Hauptberuf als Lehrer im Beamtenstatus an der Sonderschule Mülheim aufgeben und Vollzeit-Trainer bei Bayer 04 werden. Der bei der Mannschaft sehr beliebte Coach sieht sich nicht in der Lage, diesem Anliegen des Klubs zu entsprechen. Trotz eines 2:0-Heimspiel-Erfolges gegen die SpVgg Erkenschwick wird Manfred Rummel im „partnerschaftlichen Einvernehmen“ beurlaubt.
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Bayer 04 bestreitet als feststehender Aufsteiger in die 1. Oberliga West schon in der zweiten Mai-Hälfte 1951 Freundschaftsspiel an Freundschaftsspiel. Und das geht auch den ganzen folgenden Monat weiter so.
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Jacek Krzynowek wird am 15. Mai 1976 im polnischen Kamiensk geboren und wächst als typischer Junge vom Land auf. Seine Kindheit verbringt er weniger in strukturierten Trainingseinheiten als vielmehr auf einfachen Bolzplätzen, auf denen er stundenlang mit älteren Jungs spielt. Schon früh fällt auf, dass er über eine außergewöhnliche Schusskraft und enorme Laufstärke verfügt. Doch lange ist ihm selbst nicht bewusst, welches Talent in ihm steckt. Während andere von einer großen Karriere träumen, scheint der Profifußball für ihn zunächst eine ferne Welt zu sein, die er nur aus dem Fernsehen kennt.
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