
Zwei Änderungen greifen schon vor Beginn der 90 Minuten: Ab der neuen Spielzeit darf der Kapitän, der vor Spielbeginn den Münzwurf gewinnt, nicht mehr nur entscheiden, auf welches Tor zuerst gespielt wird. Optional besteht ab dieser Saison auch die Möglichkeit, den Anstoß für seine Farben zu beanspruchen.
Außerdem dürfen die Trainer nun auf eine größere Auswahl an Ersatzspielern zurückgreifen. Anstelle der bisherigen sieben dürfen fortan neun Spieler auf der Bank Platz nehmen, wodurch sich der Spieltags-Kader von insgesamt 18 auf 20 Akteure erweitert. Dabei ist es jedoch immer nur sechs Spielern eines Teams gestattet, sich gemeinsam aufzuwärmen.
Am Auswechsel-Kontingent ändert sich derweil nichts. Allerdings:Um bei einem Spielerwechsel unnötiges Zeitspiel zu vermeiden, muss der ausgewechselte Akteur das Spielfeld ab sofort über den kürzesten Weg verlassen – also ab der nächsten Begrenzungslinie (Tor- oder Seitenauslinie). Bislang fanden Wechsel bzw. das Abklatschen mit dem Einwechselspieler ausschließlich auf Höhe der Mittellinie statt. Der Einwechselspieler betritt den Platz jedoch weiterhin an der Mittellinie.
Ab der neuen Saison können nicht nur Spieler die Gelbe oder Rote Karte sehen. Auch die (Chef-)Trainer sowie Teamoffizielle und -Betreuer können vom Schiedsrichter des Platzes bzw. Innenraums verwiesen werden. Markant: Ist der Verursacher des unsportlichen Verhaltens nicht auszumachen, wird stellvertretend automatisch der Cheftrainer bestraft.
Ab sofort gilt: Jeder Treffer, der mithilfe der Hand oder des Arms erzielt wird, ist irregulär. Dabei spielt es keine Rolle, ob Absicht vorliegt oder nicht. Auch, wenn im Vorfeld des Treffers ein (vorteilschaffendes) Handspiel ausgemacht werden kann, ist es vom Schiedsrichter zu ahnden.
Die „unnatürliche Vergrößerung der Körperfläche“ besteht weiterhin, liegt aber im Ermessen des Unparteiischen. Hält ein Spieler seine Arme beispielsweise über Schulterhöhe, droht ihm eine Bestrafung – auch bei einer Grätsche. Anders ist die Ausgangslage, wenn der Ball unmittelbar zuvor abgefälscht wird, sodass keine ausreichende Zeit zum Reagieren bleibt.
Ebenfalls geahndet wird künftig, wenn der Ball den Schiedsrichter (oder einen anderen Spieloffiziellen) berührt und danach ins Tor geht oder der Ballbesitz wechselt oder ein Angriff begünstigt wird. Dann gibt es an entsprechender Stelle ein Schiedsrichter-Ball. Demzufolge ist der Schiedsrichter also nicht mehr „Luft“.
Der Schiedsrichter-Ball erfolgt jedoch ab sofort nur noch mit einem Spieler. Und zwar mit einem Spieler des Teams, das zuletzt in Ballbesitz war – an der Stelle, an der der Ball zuletzt berührt wurde. Alle anderen Akteure müssen einen Abstand von mindestens vier Metern einhalten.
Eine schnelle Spielfortsetzung bzw. ein schnelles Ausführen von Freistößen ist künftig auch dann möglich, wenn der Schiedsrichter noch eine Gelbe oder Rote Karte zeigen will. Um einen Vorteil bzw. eine mögliche Torchance nicht zu verhindern, kann der Referee die Verwarnung ab sofort bei der nächsten Spielunterbrechung vornehmen.
Apropos Freistoß! Bei einem Standard in Tornähe dürfen sich die Spieler der ausführenden Mannschaft künftig nicht mehr in die Mauer stellen. Sie müssen einen Meter Abstand halten – es sei denn: Die Mauer besteht aus drei oder mehr gegnerischen Akteuren.
Bisher musste der Ball bei einem Abstoß immer erst den Strafraum verlassen, ehe er von einem Mitspieler berührt werden durfte. Jetzt darf ein Zuspiel vom Mitspieler auch im Strafraum angenommen werden. Der Ball ist im Spiel, sobald er mit dem Fuß gespielt wurde und sich eindeutig bewegt. Selbiges gilt für einen direkten oder indirekten Freistoß der verteidigenden Mannschaft im eigenen Strafraum. Gegnerische Spieler müssen einen Abstand von mindestens 9,15 Meter einhalten und dürfen erst dann an den Ball, wenn der Freistoß ausgeführt wurde.
Eine weitere Regeländerung bei Standards: Der Torhüter muss bei der Ausführung des Elfmeters ab sofort nur noch mit einem Fuß auf Höhe der Torlinie stehen, nicht mehr mit beiden Füßen. Dadurch wäre zum Beispiel ein Ausfallschritt in Richtung des Schützen denkbar.Übrigens: Ein gefoulter Spieler darf – falls nötig – künftig erst (noch) behandelt werden, ehe er den Strafstoß im Anschluss selbst ausführt.
Bei einem Einwurf muss das gegnerische Team derweil künftig einen Abstand von mindestens zwei Metern zu dem Punkt an der Seitenlinie einhalten, an der der Einwurf ausgeführt wird – selbst wenn der einwerfende Spieler hinter der Linie stehen würde.
Einen Artikel von bundesliga.de zum Thema „Regeländerung in der Bundesliga“ gibt es hier.
Das komplette, erneuerte Regelwerk des DFB gibt es hier zum Download (Änderungen in gelb markiert).

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