
Die vergangenen Jahre hätten für Ibrahim Maza kaum besser laufen können. Nach seinen fußballerischen Anfängen bei den Reinickendorfer Füchsen Berlin und dem Schritt in den Nachwuchs von Hertha BSC 2016 unterzeichnete er im April 2023 seinen ersten Profivertrag bei den Blau-Weißen. Wenige Tage später folgte auch schon das Bundesliga-Debüt, das Maza zum zweitjüngsten Bundesliga-Profi in der Hertha-Historie aufsteigen ließ.
Wiederum nur einen Monat darauf erzielte er dann auch direkt seinen ersten Bundesliga-Treffer. Mit diesem Tor im Alter von nur 17 Jahren, 6 Monaten und 3 Tagen avancierte er zum sechstjüngsten Bundesliga-Torschützen aller Zeiten. Platz zwei in diesem Ranking belegt übrigens ein gewisser Florian Wirtz mit 17 Jahren, 1 Monat und 3 Tagen.
Zwar musste Maza mit Hertha BSC am Ende der Saison 2022/23 den Gang in die 2. Bundesliga antreten, seine Entwicklung aber schritt weiter voran. Nach einer längeren Verletzungspause kam der Offensivakteur im Saison-Endspurt 2023/24 in 13 der 14 letzten Partien zum Einsatz und steuerte ein Tor sowie zwei Vorlagen bei. Im Zuge dessen stieg er mit 18 Jahren und 92 Tagen sogar zum jüngsten Spieler jemals auf, der ein Tor in der Bundesliga und 2. Bundesliga erzielte.

Die ansprechenden Auftritte belohnten die Verantwortlichen von Hertha BSC schließlich im vergangenen Sommer sowohl mit der Rückennummer 10 als auch mit einer Vertragsverlängerung. Einer der Gratulanten in den sozialen Medien damals: der bekannte Berliner Musiker Peter Fox. Kurz zuvor hatte Maza bereits sein Abitur bestanden. Ein erfolgreicher Sommer – auf den weitere vielversprechende Monate folgen sollten.
Auch auf Nationalmannschafts-Ebene lief es für Maza zuletzt wie am Schnürchen: Nach insgesamt 13 Einsätzen für die U18, die U19 und die U20 des DFB entschied sich der Sohn einer vietnamesischen Mutter und eines algerischen Vaters im Herbst 2024, für die A-Nationalmannschaft Algeriens aufzulaufen. Sein Debüt gab er im Oktober vergangenen Jahres in der Afrika-Cup-Qualifikation, Ende März folgte ein weiterer Auftritt in der WM-Qualifikation.

Maza ist nach Ahmed Madouni (42 Pflichtspiele für Bayer 04 von 2005 bis 2007) der zweite algerische Profi in Diensten der Werkself.
In der laufenden Zweitliga-Spielzeit mit Hertha BSC steht Maza derzeit bei 30 Einsätzen, in denen ihm fünf Tore und fünf Vorlagen gelangen. Im DFB-Pokal hatte er in drei Partien zweimal getroffen. Der 1,80 Meter große Rechtsfuß scheint bereit für den Schritt zum Meister und Pokalsieger. Das sieht auch Geschäftsführer Sport Simon Rolfes so, der über die Stärken des Neuzugangs sagt: „Ibrahim ist aktuell einer der interessantesten jungen Offensivspieler. Er hat hervorragende technische Fertigkeiten, ist dribbelstark und durchsetzungsfähig und hat dabei einen Blick für seine Mitspieler, die er glänzend einzusetzen weiß.“
Für den hochtalentierten offensiven Mittelfeldspieler selbst, dessen Fokus nun erst einmal auf dem Schlussspurt mit der Hertha liegt, ist der Wechsel unters Kreuz „eine großartige Chance – ein Traum! Ich freue mich sehr auf Bayer 04, auf das spezielle, enge Stadion mit seiner tollen Atmosphäre und auf eine Mannschaft, die mich in den zurückliegenden Jahren sehr beeindruckt hat. Hier in Leverkusen kann ich mich noch weiterentwickeln und Titel gewinnen – das ist es, was mich antreibt.“
Ein Erfolgshunger, der wie die Faust aufs Auge passt zu den Ambitionen des Deutschen Doublesiegers…

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