
„Erst einmal gebührt Rüdiger Vollborn ein großes Dankeschön. Er hat es uns ermöglicht, dass wir uns hier in der BayArena mit einigen Spielern der damaligen Mannschaft wiedersehen können. Es ist schön, wieder hier zu sein“, sagte Karl-Heinz Brücken im Pausengespräch mit dem Stadionsprecher-Duo Pitti Dahl und Tobias Ufer.
So gab der einstige Leverkusener Mittelfeldakteur unter anderem einen Einblick in die zur heutigen Zeit undenkbaren Trainingspläne der Mannschaft, die damals den Erfolg gebracht hatten: „Wir trainierten nur drei Mal in der Woche. Eigentlich ist das höchstens Amateurniveau, aber so war es zu dieser Zeit. Wir hatten ja noch alle gearbeitet oder studiert.“ Brücken studierte damals und wechselte von Fortuna Düsseldorf unters Bayer-Kreuz, nachdem der ehemalige Cheftrainer Theo Kirchberg auf ihn aufmerksam wurde und ihm erst ein Probetraining, dann einen Vertrag anbot.

Auf die Nachfrage, wie sich das Team vor den Partien vorbereitet hat, antwortete der 75-jährige Brücken in freudiger Erinnerung an damals: „Wir waren ja nur 13 Feldspieler plus zwei Torhüter, aus denen die ganze Mannschaft bestand - das war einfach eine andere Zeit. Immerhin gab es ab der Saison 1967/68 zum ersten Mal die Möglichkeit, zu wechseln - ein Spieler durfte getauscht werden. Aber es war natürlich trotzdem schwierig, einen so kleinen Kader bei all der Belastung zusammenzuhalten. Wir hatten uns daher vor den Spielen samstags getroffen und sind dann öfters ins Bergische gefahren, wo wir uns mit Spaziergängen und Gesprächen untereinander auf die Spiele vorbereitet haben. Dadurch ist ein wirklich guter Mannschaftsgeist entstanden, und der war angesichts des kleinen Kaders sicherlich wichtig für den späteren Titelgewinn.“

Für Stefan Kießling ist das DFB-Pokalduell zwischen Bayer 04 und dem 1. FC Nürnberg eine ganz besondere Begegnung. Beim Club gelang ihm der Durchbruch im Profifußball, in Leverkusen wurde er zur Legende. Im Interview mit Werkself-TV spricht Kies über seine Erinnerungen an die Zeit beim FCN, die Bedeutung beider Klubs für seine Karriere und seine Erwartungen an das anstehende Pokalspiel. Außerdem blickt er auf die gemeinsame Zeit mit Nürnbergs Cheftrainer Miroslav Klose bei der WM 2010 zurück und verrät, worauf es für die Werkself ankommen wird, um in die nächste Runde einzuziehen...
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