Carro zum UEFA-Beschluss: Tragfähiger und sinnvoller Kompromiss

Trotz der Ankündigung von zwölf europäischen Top-Vereinen, in absehbarer Zukunft eine Super League ausspielen zu wollen, hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) die Reform der Champions League ab der Saison 2024/25 beschlossen. Das teilte die UEFA nach der Sitzung ihres Exekutivkomitees am Montag in Montreux/Schweiz mit.
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Fernando Carro als Vorsitzender der Geschäftsführung von Bayer 04 Leverkusen sowie als Mitglied im UEFA Club Competitions Committee bewertet die Entscheidung des Exekutivkomitees wie folgt: „Leistung muss belohnt werden, verstärkte kommerzielle Interessen im modernen Fußballbusiness sind legitim. Aber es ist gleichzeitig essenziell wichtig, die Wurzeln des Sports und die Idee des offenen Wettbewerbs, so wie wir ihn kennen, zu schützen. Dieses Spannungsfeld ist durch die unterschiedlichen Interessen im europäischen Vereinsfußball sehr komplex. Für mich war und ist deshalb die verabschiedete Reform der europäischen Klubwettbewerbe ab 2024 ein tragfähiger und sinnvoller Kompromiss.

Das zeigt sich umso mehr im Hinblick auf die Planung einer geschlossenen ‚Super League‘. Sie ist leider alleine von finanziellen Ansprüchen und ggf. auch finanziellen Nöten getrieben. Sie würde das Fundament des Fußballs an vielen Stellen konterkarieren. Diese Initiative zeigt leider das fehlende Gespür der daran beteiligten Menschen im Hinblick auf die Konsumenten, die Fans.

Wir als Bayer 04 Leverkusen lehnen dieses alternative Format entschieden ab und werden gemeinsam mit den in der UEFA und ECA vertretenen deutschen Klubs alles dafür tun, die über zwei Jahre hinweg erarbeitete Reform 2024 im Sinne des Fußballs zur Umsetzung zu bringen.

Dank an Bayern und Dortmund

Insbesondere Bayern München und Borussia Dortmund gilt es zu danken dafür, dass sie den vermeintlichen Verlockungen der ‚Super League‘ widerstehen und sich damit auch eindeutig zur Bundesliga bekennen. Wünschenswert wäre, dass sich nun auch die deutsche Politik klar gegen die Gründung einer geschlossenen, pan-europäischen Klub-Veranstaltung positioniert.“

Der neue Modus der Champions League sieht ab 2024 eine Aufstockung von derzeit 32 auf 36 Teilnehmer vor. Der Wettbewerb wird künftig im sogenannten „Schweizer Modell“ gespielt. Demnach bestreitet jeder Klub zehn Gruppenspiele gegen zehn anhand einer Setzliste zugeloste Gegner. Daraus wird eine Gesamttabelle der 36 Teams ermittelt, anhand derer die acht bestplatzierten Mannschaften direkt in die K.o.-Runde einziehen. Die Teams auf den Rängen neun bis 24 spielen in Play-offs die weiteren Teilnehmer der K.o.-Runde aus.

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