Brandt kommt rein, Havertz muss leiden

Abschluss der Länderspielphase: Viele Werkself-Profis waren noch einmal im Dienst ihrer Nationalteams.
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Deutschland gegen Brasilien, der aktuelle Titelverteidiger gegen den Rekordsieger der WM. Bernd Leno und Julian Brandt verfolgten den Anpfiff im Berliner Olympiastadion von der Bank aus. Nach einem intensiv-kniffligen Schlagabtausch vor 71.000 Zuschauern endete die prestigeträchtige Partie 0:1 (0:1). Gabriel Jesus sorgte acht Minuten vor der Pause für den Siegtreffer der Selecao – Keeper Kevin Trapp brachte zwar den Körper an den Ball, konnte den zentral platzierten Kopfball des für Manchester City spielenden Mittelstürmers aber nicht entscheidend abwehren. Julian Brandt kam nach einer Stunde für Leroy Sané auf den Platz und so zu seinem 14. Länderspiel.

Das wird ihrem Vereinstrainer Heiko Herrlich gewiss nicht unrecht gewesen sein: Charles Aránguiz und Panos Retsos standen bei den Begegnungen von Chile in Dänemark und Griechenland gegen Ägypten nicht in der Startformation, nachdem sie bereits am Samstag jeweils über die volle Distanz zum Einsatz gekommen waren. Am Ende schauten sich beide das Spiel von draußen an und sahen ein 0:0 von Chile sowie einen 1:0-Sieg der Griechen. Julian Baumgartlinger führte Österreich wie gewohnt beim Testspiel in Luxemburg als Kapitän aufs Feld. Team Austria siegte souverän mit 4:0 (2:0), „Baumi“ wurde nach 65 Minuten ausgewechselt. Tin Jedvaj gewann mit Kroatien in der Nacht zum Mittwoch in den USA 1:0 gegen Mexiko mit Ex-Bayer 04-Torjäger Chicharito, der Werkself-Abwehrspieler wurde nach 35 Minuten eingewechselt.

Die deutsche U21 kam in der EM-Qualifikation im Kosovo nicht über ein 0:0 hinaus. Kapitän Jonathan Tah stand wegen Rückenproblemen vorsorglich gar nicht erst im Kader, Benjamin Henrichs gab wie gewohnt den zuverlässigen Rechtsverteidiger und spielte die kompletten 90 Minuten. Das torlose Unentschieden war zwar für den Geschmack des DFB-Teams zu wenig, in der Tabelle der EM-Gruppe 5 bleibt die Truppe von Coach Stefan Kuntz nach sieben von zehn Partien aber weiter vorn.

Havertz trifft und Trauert

Für die deutschen U19-Junioren mit Kapitän Kai Havertz ging es im abschließenden Duell der EM-Quali gegen die Niederlande um alles oder nichts: Das deutsche Team benötigte zwingend einen Sieg, dazu durfte Norwegen im Parallelspiel gegen Schottland nicht gewinnen. Der Abend in Ahlen vor 3.600 Zuschauern nahm nach einem dramatischen Verlauf ein ganz bitteres Ende für die Hausherren. Deutschland setzte sich zwar mit 4:1 nach einem überzeugenden Auftritt durch, doch weil Norwegen in den letzten Minuten aus einem 2:4-Rückstand noch einen 5:4-Erfolg machte, genügte der Sieg nicht zum Einzug in die EM-Endrunde im Sommer nach Finnland. Entsprechend geknickt schlich die DFB-Equipe vom Platz. „Niemand weiß gerade so richtig, wie er mit der Situation umgehen kann. Es tut mir brutal leid für die Mannschaft“, sagte der tief geknickte DFB-Trainer Meikel Schönweitz. Kai Havertz machte ein starkes Spiel, bereitete das erste Tor vor und verwandelte einen Elfmeter souverän zum 4:1-Endstand – sein siebter Treffer im achten Spiel für die DFB-U19. Atakan Akkaynak und Sam Schreck litten am Spielfeldrand mit, kamen aber nicht zum Einsatz.

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