
Jörg, herzlichen Glückwunsch zu der Auszeichnung! Du bist normalerweise mit der Werkself unterwegs und auf der Jagd nach den besten schwarz-roten Motiven – wie kam es dazu, dass du einen Triathleten vor der Linse hattest?
Ich bin seit August letzten Jahres fest im Verein, davor war ich als freier Sportfotograf tätig, unter anderem auch schon für Bayer 04. Weil im ersten Lockdown letzten Jahres die sportlichen Ereignisse fehlten, bin ich selbst aktiv auf die Suche nach besonderen Motiven gegangen. Ich hatte den Kontakt zu Athleten gesucht, die im erweiterten olympischen Kader standen. Und da ich im Vorfeld schon mit der Deutschen Triathleten Union gearbeitet hatte, kamen schnell Kontakte zu Stande – so auch mit Lasse Lührs.
Ist das dein erster Preis? Wie fühlt es sich an?
Ja, das ist das erste Mal, dass ich bei einem Fotowettbewerb gewonnen habe. Ich bin stolz, dass es nach acht Jahren als Sportfotograf so weit ist. Ich habe schon darauf hingearbeitet, möglicherweise irgendwann mal einen Fotopreis zu gewinnen. Es jetzt geschafft zu haben, ist eine wirklich tolle Anerkennung – gerade wenn man sieht, wie groß die Konkurrenz und wie hoch das Niveau in der Sportfotografie ist.
Wie kam es zur Nominierung?
Das Sportfoto des Jahres wird vom kicker und dem Verband Deutscher Sportjournalisten immer im November oder Dezember eines Jahres ausgeschrieben. Als Corona kam, hatte ich für mich schon beschlossen, so viele Sportler wie möglich zu kontaktieren und mir ein Portfolio über Athleten im Heimtraining aufzubauen, das ich einreichen würde. Letztendlich habe ich meine Arbeiten sowohl für die Kategorie Portfolio als auch im Einzelbild eingereicht – und in letzterer den ersten Platz gemacht.
Wie ist das außergewöhnliche Gewinner-Foto entstanden?
Da kam tatsächlich ein wenig Glück ins Spiel, dass ich Lasse überhaupt vor die Linse bekommen habe. Er war zuvor in Australien bei einem Wettkampf und wollte dort auch länger bleiben. Nach Alicante, wo er normalerweise lebt, wollte er nicht zurück, weil Spanien bereits im harten Lockdown war und so blieb er nach seiner Ankunft in Deutschland bei seinen Schwiegereltern. Dort konnte ich ihn beim Training begleiten. Ich habe auf der Terrasse die zwei Bierkästen und eine Bierbank gesehen und musste schmunzeln – aber die Triathleten mussten sich ja irgendwas überlegen, wie man das Schwimmtraining simulieren kann. Wir haben dann verschiedene Blickwinkel probiert. Oben vom Balkon war die spannendste Perspektive, weil das Bild von dort eine ganz andere Tiefe bekam.
Seit wann fotografierst du im Sport?
Ende 2011 habe ich mich selbstständig gemacht, ursprünglich mit der Idee, an Wakeboard-Anlagen zu fotografieren. Über einen Bekannten bin ich dazu gekommen, den Marathon in Koblenz fotografisch zu begleiten, mein erstes Fußballspiel folgte dann im August 2012 – Alemannia Aachen gegen den Halleschen FC. Die Internetverbindung funktionierte nicht richtig, ich bekam die Bilder nicht rausgeschickt – ein totales Chaos und leichte Überforderung. Doch so bin ich peu à peu in den Fußball-Bereich gekommen. Und seit vier Jahren fotografiere ich nun für Bayer 04.
Hättest du als Fotograf eines Fußballvereins lieber mit einem Fußball-Foto gewonnen?
Das ist schwer zu sagen... Toll ist es, überhaupt gewonnen zu haben. Das ist als Fotograf die größte Auszeichnung. Das erste Ziel war, dass es mein Foto mal auf ein Titelbild schafft, das ging relativ schnell. Dann wurde der Jubel von Lars Bender beim 4:3 gegen Dortmund in der vergangenen Saison bei der SportBild zum Sportfoto der Woche gewählt. Aber ich war ja von Anfang an Sportfotograf für verschiedene Sportarten. Und im Fußball DAS eine Bild zu schießen, ist extrem schwierig. Da gibt es auch eine Flut an Fotografen. Bei anderen Sportarten kann man sich schon deutlich kreativer ausleben, muss ich zugeben. Aber freuen würde es mich schon, wenn es auch mal mit einem Bild von Bayer 04 klappt.

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