
Der Sonnenschein bleibt der Werkself treu. Nicht nur in Nordrhein-Westfalen, auch im Salzburger Land hält die Hitzewelle an. Doch darauf können Heiko Herrlich und sein Trainerteam insbesondere in der Saisonvorbereitung bzw. im Hinblick auf die anstehende Dreifach-Belastung keinerlei Rücksicht nehmen. Und so bleibt auch die Intensität im Training hoch – auch wenn am heutigen Trainingstag der Fokus weniger auf der konditionellen Arbeit lag. „Wir haben wieder ordentlich Gas gegeben. Eine gewisse Müdigkeit ist da, aber Trainingslager sind immer ziemlich anstrengend – so ist es halt in der Vorbereitung“, brachte Mitchell Weiser die Lage auf den Punkt. Denn auch spieltaktische Elemente bei über 35 Grad können den Organismus mächtig in Wallung bringen. Da liegt es nahe – und das ist in diesem Falle wörtlich zu nehmen – Abkühlung im Wasser zu suchen; im benachbarten Zeller See. Dort ging es (wie bereits gestern) auf Anweisung der Trainer nach der Einheit auch wieder geschlossen für die Werkself hin. Diesmal wagten auch Cheftrainer Heiko Herrlich und Athletikcoach Schahriar Bigdeli den Sprung ins Wasser. Außerdem: Nach der Erfüllung unzähliger Autogrammwünsche offenbarte Nationalspieler Julian Brandt einmal mehr sein akrobatisches Talent...





War am Vormittag noch die 28-köpfige Trainingsgruppe der Werkself im Alois-Latini-Stadion vertreten, fehlten bei der zweiten Einheit des Tages fünf Gesichter: Lukas Hradecky, Lars und Sven Bender, Karim Bellarabi sowie Charles Aránguiz blieben im Mannschaftshotel in Kaprun und absolvierten dort ein individuelles Programm. Grund zur Aufregung besteht laut der medizinischen Abteilung aber nicht: Abgesehen von Keeper Hradecky, der wegen seiner Kiefer-OP weiterhin nur eingeschränkt belastet werden darf, lag der Grund bei den vier Feldspielern schlichtweg auf der Steuerung ihrer Belastung.









Schon in der vergangenen Saison legten Herrlich und Co. das Augenmerk nicht nur auf das Sportliche – auch Filmschauen gehörte immer wieder zum Repertoire. Auch am Dienstagabend, als bei der Werkself zum gemeinsamen Tagesabschluss die Dokumentation „Foreman“ über die Leinwand im Medienraum flimmerte. In dem Streifen geht es um die Geschichte des berühmten amerikanischen Boxers George Foreman, der eines der größten Comebacks in der Sportgeschichte feierte. Die Filmauswahl ist wenig verwunderlich, hatte der Bayer 04-Cheftrainer doch in der Vergangenheit schon häufig betont, wie wichtig Mentalität auch im Fußball ist...
Nach der Einheit am Dienstagvormittag wurde in Zell am See eine alte Tradition aufleben lassen: Auf dem Nebenplatz im Alois-Latini-Stadion kam es zu einem Fanspiel zwischen einer Auswahl aus dem Bayer 04-Tross (bei der unter anderem der Direktor Soziales/Fans Meinolf Sprink, Legende Hans-Peter Lehnhoff oder Lennart Coerdt aus der Direktion Sport zugehörten) und knapp 30 Fans der Werkself, teilweise Anhänger der Ultra-Szene und Freunde, die die Werkself ins Trainingslager ins Salzburger Land begleitet haben. Die Begegnung über den halben Trainingsplatz bei einer Spieldauer von insgesamt 45 Minuten endete 16:2 für die Bayer 04-Auswahl.

Für Sam Schreck hatte der Dienstagnachmittag etwas Besonderes: Zum ersten Mal in seiner Karriere als Profi durfte der 19-jährige Flügelflitzer der Werkself ein Interview führen – für die Rheinische Post. Doch der Youngster war nicht der einzige, der an diesem Tag zum Mediengespräch gebeten wurde: Auch seine Teamkollegen Lars und Sven Bender sowie Jonathan Tah stellten sich am Mittag, wie im Trainingslager üblich, den Fragen der Pressevertreter.
Seit 2016 arbeitet sein Vater bereits unterm Bayer-Kreuz im Junioren-Bereich. Seit diesem Sommer gehört auch Mitchell Weiser zur Bayer 04-Familie. Nach den Stationen in München, Kaiserslautern und Berlin ist es für den gebürtigen Troisdorfer (Rhein-Sieg-Kreis) auch wie eine Rückkehr in die Heimat. Dass der 24-Jährige bald Vater wird, verriet er unter anderem im Interview mit Bayer 04-TV. Darüber hinaus hatte der Rechtsverteidiger richtig Bock, am heutigen Dienstag auch die Instagram-Story von Bayer 04 in seine Hände zu nehmen. Was ihm übrigens großartig gelungen ist! Apropos: Über den Hashtag #B04inAustria (Instagram, Twitter, Facebook) kann man sich rund um die Uhr über das Geschehen der Werkself im Salzburger Land informieren. Schaut vorbei. Es lohnt sich!


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