
Nach einem anstrengenden Tag, bestehend aus Anreise ins Salzburger Land und dem vorherigen Testspiel beim SV Sandhausen, hieß es für die Werkself nur noch: Abendessen und ab in die Federn.
Am Montagmorgen waren die umliegenden Pinzgauer Grasberge in dichten Nebel gehüllt. Hinzu hinzu kam strömender Regen – Schmuddelwetter, das in der Landessprache gerne auch als "grausig" beschrieben wird. Das hatte sich angekündigt, spätestens nachdem tags zuvor die nachmittägliche Sonne von Hagelschauern und Windböen vertrieben wurde. Nichtsdestotrotz: Alpenpanorama bleibt auch in Graustufen Alpenpanorama. Auch wenn sich hier wohl so ziemlich alle über Sonnenschein gefreut hätten...
Seit heute Morgen ist die Werkself um drei Spieler reicher: Die frisch gebackenen Confed Cup-Sieger Julian Brandt, Benjamin Henrichs und Bernd Leno erreichten als letzte Profis das Mannschaftsquartier. Während die meisten aus der Bayer 04-Equipe wohl noch im Traumland geschwebt hatten, war die Nacht für die drei bereits lange vorbei gewesen. Bereits um 6.30 Uhr startete der Flieger von Düsseldorf. Von dort ging es nach Salzburg, ehe Bayer 04-Chauffeur Werner Rüsen die Nachzügler sicher ins Teamhotel brachte. Mit an Bord war übrigens auch Schiedsrichter Rainer Werthmann, der der Mannschaft am Nachmittag die Neuerungen im Regelwerk näher brachte.
Auf Charles Aránguiz wird die Werkself jedoch noch etwas warten müssen. Nach seiner Teilnahme am Confed Cup wird der 28-jährige Chilene erst am Montag unterm Bayer-Kreuz erwartet. Er darf nach Rücksprache mit Trainer Heiko Herrlich noch etwas länger Urlaub machen und wird erst in einer Woche zum Team dazu stoßen. Dann wird der defensive Mittelfeldspieler – übrigens genau wie die deutschen Confed Cup-Starter – in der BayArena medizinische Untersuchungen und den Leistungstest absolvieren.
Die Vorbereitung ist eine trainingsintensive Zeit. Auch bei der Werkself. Für die Jungs, die am Sonntagnachmittag beim SV Sandhausen im Einsatz waren, stand am Morgen eine regenerative Einheit im hoteleigenen Kraftraum auf dem Plan. Dort war es zumindest trocken – was Jonathan Tah, André Ramalho und Lars Bender bei ihrer fußballspezifischen Einheit im Alois-Latini-Stadion definitiv nicht behaupten konnten. Am Nachmittag bat das Trainerteam um Heiko Herrlich die Werkself wieder nach draußen: Im strömenden Regen avancierte dabei Aleksandar Dragovic beim Präzisions- und Ausdauer-Parcours zum Sieger – vor den punktgleichen Sam Schreck und Vladlen Yurchenko.
Drei Spieler der Herrlich-Equipe wurden am ersten Trainingstag geschont: Karim Bellarabi stand zwar am Nachmittag auf dem Rasen, der 27-jährige Angreifer absolvierte mit Athletik-Coach Daniel Jouvin aber eine gesonderte Einheit zwecks Trainingssteuerung. Kevin Kampl trainierte hingegen, ebenso wie der leicht erkältete Lars Bender, im Teamhotel.
Am Abend gab es dann ein weiteres Wiedersehen. Diesmal mit einem alten Bekannten. Stefan Reinartz, der zwischen 1999 und 2015 bei Bayer 04 für den Nachwuchs als auch für die Profis zum Einsatz kam, nutzte den Bayer 04-Aufenthalt im Salzburger Land für ein Hallo bei seiner alten Liebe. Der 28-Jährige Ex-Profi, der mit seiner Firma neben anderen Bundesligisten auch die Werkself betreut, reiste gemeinsam mit Bayer 04-Manager Jonas Boldt nach Zell am See und wird ein paar Tage beim Team weilen.
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Bayer 04: Öczan – Bednarczyk (72. Akkaynak), Dragovic, S. Bender, Wendell (46. Pohjanpalo) – Kohr (46. Baumgartlinger), Kampl (61. Yurchenko) – Mehmedi, Havertz (72. Schreck), Bailey – Volland (72. Kießling)


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