
Zehn Nationalspieler der Werkself sind auf Reisen – dazu verzichtete Trainer Heiko Herrlich neben Lars und Sven Bender auch auf Routinier Stefan Kießling, der noch unter den Nachwirkungen einer Erkältung litt. Dafür stand Lucas Alario auf dem Platz, die Sperre für den Argentinier im Zuge seiner Roten Karte im Derby gegen Köln griff nicht für das Testspiel. Auf der Bank saßen neben Keeper Niklas Lomb in Max Schneider, Marius Samoura, Hajdar Shala und Chinedu Ekene vier A-Junioren. Zwei U19-Akteure standen sogar in der Startelf: Tim Stappmann in der Abwehr-Dreierkette und Herdi Bukusu im Mittelfeld. Bei den von Ex-Bayer 04-Coach Robin Dutt betreuten Bochumern spielte Sidney Sam nicht von Anfang an, Robbie Kruse fehlte ganz, da er für Australien im Länderspieleinsatz war.
Dem Zweitligist, der munter mitzuspielen versuchte, eröffnete sich am Kurtekotten die erste Gelegenheit, Keeper Rambo Özcan musste bereits nach vier Minuten energisch eingreifen. Bayer 04 nutzte hingegen gleich seine erste Chance effektiv: Bukusu setzte Kevin Volland in Szene, und der Nationalspieler, der am vergangenen Wochenende erstmals Vater geworden ist und deshalb in Köln nicht dabei war, schob die Kugel mit rechts flach zur Führung ins Netz (11.). Wenig später verpasste Karim Bellarabi aus aussichtsreicher Position den zweiten Treffer (12.). Den holte kurz darauf Herdi Bukusu nach: Der Youngster traf mit schöner Direktabnahme zum 2:0, nachdem ein Bochumer den ersten Versuch von Alario noch geblockt hatte (15.). Und es blieb höchst kurzweilig für die Zuschauer: Johannes Wurtz profitierte von einem Abstimmungsfehler in der Bayer 04-Defensive und ließ Özcan aus halbrechter Position mit einem Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance – nur noch 2:1 (21.).
Ähnlich munter ging es weiter: Ein Kopfball von Simon Lorenz verfehlte das Leverkusener Tor knapp (25.), Leon Bailey knallte den Ball mit rechts über den Bochumer Kasten (30.). Danach netzte Lucas Alario locker zum 3:1, Volland hatte ihm maßgerecht serviert (33.). Die Werkself blieb am Drücker und legte entschlossen nach: Volland verwandelte die punktgenaue Rechtsflanke von Bailey per Kopf zum 4:1 (39.) – zugleich auch der Halbzeitstand in einem flotten Schlagabtausch.
Nach der Pause – nun mit Niklas Lomb zwischen den Pfosten – ließ es Bayer 04 deutlich gemächlicher angehen. Nach gut einer Stunde brachte Heiko Herrlich auch Hajdar Shala und Chinedu Ekene für Wendell und Bukusu. Lucas Alario tat es Kevin Volland gleich und schnürte ebenfalls einen Doppelpack: Der Mittelstürmer – von Bellarabi gut bedient – schlenzte die Kugel schön zum 5:1 ins lange Eck (70.). Dann durfte sich Lomb auszeichnen und parierte den Versuch von Hinterseer mit feiner Flugparade (76.). Marius Samoura kam für Volland ins Team (78.), Max Schneider löste Bailey ab (81.). Kevin Stöger setzte mit einem Freistoß für den VfL den Schlusspunkt zum 5:2 aus Leverkusener Sicht (87.).
Die Formation im Testspiel:
Özcan (46. Lomb) – Stappmann, Frey, Wendell (63. Shala) – Yurchenko, Kohr – Bellarabi, Bukusu (63. Ekene), Bailey (81. Schneider) – Volland (79. Samoura), Alario


Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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Werkself-TV zeigt nach dem 0:1 beim 1. FC Union Berlin am 23. Bundesliga-Spieltag die Pressekonferenz mit den beiden Trainern Steffen Baumgart und Kasper Hjulmand...
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Werkself-TV zeigt das 0:1 beim 1. FC Union Berlin am 23. Bundesliga-Spieltag re-live...

Zweiter Sieg im zweiten Heimspiel: Am 3. Spieltag der Hauptrunde in Liga A der DFB-Nachwuchsliga hat die U19 von Bayer 04 den 1. FC Nürnberg 2:0 (0:0) bezwungen. Jeremiah Mensah (69.) per Strafstoß sowie Axel Tape (72.) nach einem sehenswerten Sololauf erzielten die Tore für das Team von Trainer Kevin Brok, dessen Mannschaft nach drei Spieltagen nun sieben Punkte auf dem Konto hat.
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Nach dem 2:0-Sieg bei Olympiakos Piräus wartet am Samstagnachmittag, 21. Februar (Anstoß: 15.30 Uhr), in Berlin-Köpenick wieder der Bundesliga-Alltag auf die Werkself. Dort treffen Leverkusener, die gerne die Spielkontrolle an sich reißen, auf einen 1. FC Union Berlin, der lieber gegen den Ball arbeitet und schnell umschaltet. Entsprechend liegen den Eisernen eigentlich spielstarke Top-Teams, in 16 Partien gewannen die Berliner jedoch erst einmal gegen Schwarz-Rot. Zudem kann die zuletzt starke Werkself-Defensive die fünfte Weiße Weste des Kalenderjahres sammeln, muss aber insbesondere bei Standards höllisch aufpassen. Die Kurzpässe.
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