
Joachim Löw hatte sich schon am Tag zuvor öffentlich auf Bernd Leno als Torhüter festgelegt, und so kam der 25-jährige Keeper der Werkself in Kaiserslautern zu seinem sechsten Länderspiel. Auch Julian Brandt stand gegen Aserbaidschan in der Startformation und machte sein Dutzend voll an Einsätzen im A-Nationalteam. Brandt half mit seiner Flanke mit, den Eckball herauszuholen, den der Schalker Leon Goretzka kunstvoll per Hacke zur frühen deutschen Führung versenkte (9.). Kurz nachdem Wagner den Pfosten getroffen hatte, glichen die zunächst überraschend gewitzten Aserbaidschaner durch Sheydaev aus, Bernd Leno musste den Schuss ins kurze Eck passieren lassen (34.).
Nach dem Wechsel legte das DFB-Team deutlich zu – mit Julian Brandt in exponierter Position. Erst scheiterte der 21-Jährige gleich doppelt um Haaresbreite im Abschluss (47.), dann legte er Sandro Wagner mit einer punktgenauen Hereingabe das 2:1 auf den Kopf (54.). Danach war der Widerstand des Gegners gebrochen: Antonio Rüdiger (64.), erneut Goretzka (66.) und Emre Can (80.) erhöhten auf 5:1.
Wie auch die deutsche Equipe hat die Schweiz ihre weiße Weste in der Gruppe B gewahrt. Die Eidgenossen holten am Samstag mit dem ungefährdeten 5:2-Erfolg im St.-Jakob-Park in Basel den neunten Sieg im neunten Spiel – und sind doch noch nicht sicher bei der WM. Am Dienstag (20.45) Uhr folgt das finale Duell in Lissabon gegen den drei Punkte zurückliegenden Europameister Portugal um den Gruppensieg, der Schweiz würde bereits ein Remis zur WM-Quali reichen. Admir Mehmedi kam gegen Ungarn nicht zum Einsatz, ist aber ganz sicher beim prickelnden Endspiel um Platz eins eine Option in Vladimir Petkovics Team.
In der Gruppe H hat das griechische Team einen überragenden Abend gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe, bei der Panos Retsos in der 69. Minute eingewechselt wurde und somit zu seinem zweiten Länderspiel kam, siegte in Nikosia nach Rückstand noch mit 2:1 gegen Zypern und profitierte zugleich enorm von der 3:4-Niederlage des bisherigen Tabellenzweiten Bosnien gegen Spitzenreiter Belgien. Die Griechen liegen nun mit zwei Punkten Vorsprung als Zweiter prächtig im Play-off-Rennen und sollten sich die Butter am Dienstag im abschließenden Heimspiel gegen das punktlose Schlusslicht Gibraltar nicht mehr vom Brot nehmen lassen.

Am 9. Spieltag der Bundesligasaison 2026/27 geht es für die Werkself über den Rhein zum 1. FC Köln. Anpfiff ist am Sonntag, 8. November, um 15.30 Uhr. Seit dieser Spielzeit ist zudem das neue Fan-Mitfahrportal WERKSELFgo im Einsatz. Die Bayer 04-Fanbetreuung hat vorab alle Infos zur Partie im RheinEnergieSTADION zusammengefasst.
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