
Für das Duell gegen seine Landsleute berief Cheftrainer Peter Bosz eine Startelf mit Rückrundenauftakt-Potenzial. Lars Bender führte sein Team als Kapitän aufs Feld. Nicht mit dabei sein konnte hingegen sein Bruder Sven Bender, der sich in der gestrigen Trainingseinheit eine Oberschenkelprellung zuzog und heute geschont wurde. Winter-Neuzugang Exequiel Palacios kam wie diverse weitere Akteure im zweiten Testspiel des Tages gegen den Schweizer Vertreter FC St. Gallen (Anstoß: 16 Uhr) zum Einsatz.
Bei elf Grad und windigen Verhältnissen in Südost-Spanien begann Schwarz-Rot im ersten Spiel des Jahres gegen Utrecht mit viel Ballbesitz, kam durch Karim Bellarabis Direktabnahme nach Diaby-Flanke nach vier Minuten zur ersten Chance. Auf Seiten der Niederländer gab’s derweil erst einmal zwei Hiobsbotschaften: Binnen sechs Minuten mussten Willem Janssen und Adam Maher verletzungsbedingt das Feld verlassen. Besser lief es für Utrecht dann in der 17. Minute: Der spanische Stürmer Adrian Dalmau enteilte der Werkself-Defensive nach zwei verlorenen Kopfballduellen und schob den Ball unhaltbar vorbei an Torhüter Lukas Hradecky zum 1:0 ins linke Eck.
Die beste Chance der ersten halben Stunde für Bayer 04 hatte Julian Baumgartlinger auf dem Fuß. Der Sechser war für einen Freistoß von Nadiem Amiri aufgerückt, seinen Schussversuch konnte Utrechts Schlussmann Maarten Paes allerdings zur Ecke klären (26.). In der Folge zeigten sich die Niederländer dann erneut eiskalt: Nach einer Ecke landete der Ball bei Rechtsverteidiger Sean Klaiber, der sich aus rund 20 Metern ein Herz fasste und mit Hilfe des Innenpfostens das 2:0 markierte – Leverkusens Hradecky blieb erneut ohne Chance (35.).
Kurz darauf stand Bayer 04-Stürmer Kevin Volland alleine vor Keeper Paes, der dessen Schussversuch jedoch blocken konnte (40.). Es sollte die letzte Aktion des Utrecht-Schlussmanns bleiben. Denn auch Paes musste noch vor dem Pausenpfiff verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für ihn rückte Fabian de Keijzer zwischen die Pfosten (42.). So endete die erste Hälfte im Jahr 2020 für die Werkself pünktlich nach 45 Minuten mit einem 0:2-Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel machten die Niederländer dort weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatte: Mit der ersten Chance des Abschnitts traf Stürmer Kerk eiskalt zum 3:0 (51.). Drei Minuten später folgte dann das erste Tor der Werkself: Spielmacher Kai Havertz versenkte den Ball per Volleyabnahme zum 1:3 (54.). Selbiger hatte auch die Gelegenheit, auf 2:3 zu verkürzen, schoss aber links am Tor vorbei (69.). Das übernahm dann Volland, der auf Vorlage von Daley Sinkgraven und Diaby, der die Nr. 31 in die Gasse schickte, das 2:3 markierte (80.).
Nun drückte die Werkself auf den Ausgleich, den Havertz, auffälligster Werkself-Akteur des Spiels, fast markieren konnte. Doch auf Vorlage von Sinkgraven ging der Schussversuch aus 16 Metern knapp links vorbei (83.). Direkt in der Drangphase der Schwarz-Roten gab's jedoch die Entscheidung: Utrechts Erros Maddy (86.) erzielte mit seinem zweiten Treffer des Tages das 4:2 aus Sicht des FC Utrecht.
Die letzte Aktion des Spiels blieb wiederum Havertz vorbehalten. Der Spielmacher schloss eine gute Aktion über rechts, an der der eingewechselte Leon Gaedicke, Havertz selbst sowie Volland beteiligt waren, mit einem Schlenzer in die lange Ecke zum 3:4-Endstand ab (90.). Wenige Sekunden später beendete der Schiedsrichter trotz der zahlreichen Wechsel und verletzungsbedingten Unterbrechungen die Partie pünktlich nach exakt 90 Minuten.
Die Statistik:
Bayer 04: Hradecky – L. Bender (72. Gaedicke), Tah, Retsos, Sinkgraven – Baumgartlinger, Amiri – Bellarabi, Havertz, Diaby – Volland
Utrecht: Paes (42. de Keijzer) – Klaiber, Janssen (10. Emanuelson), van der Maarel (79. Hoogma), Guwara (74. Culhaci) – Maher (16. van Rooijen), Gustafson, van Overeem – Kerk (79. Abbas), Dalmau (61. Maddy), van de Streek (71. Cerny)
Tore: 0:1 Dalmau (17.), 0:2 Klaiber (35.), 0:3 Kerk (51.), 1:3 Havertz (54.), 2:3 Volland (80.), 2:4 Maddy (86.), 3:4 Havertz (90.)
Gelbe Karten: –
Zuschauer: 300






6. Platz in der Bundesliga, Halbfinale im DFB-Pokal und Achtelfinale in der UEFA Champions League: In allen Wettbewerben schoss die Werkself in der Saison 2025/26 zusammengerechnet 96 Tore. Martin Terrier wurde mit seinem Scorpion Kick im Derby gegen Köln zum „Goal of the Season“ nominiert. Alejandro Grimaldo machte seinem Status als einer der besten Freistoß-Schützen Europas einmal mehr alle Ehre und traf wettbewerbsübergreifend fünfmal per direktem Freistoß. Montrell Culbreath und Arthur feierten jeweils ihr erstes Bundesliga-Tor. Edmond Tapsoba gehört mit fünf Treffern zu den torgefährlichsten Verteidigern der Bundesliga. Und Patrik Schick bewies mit 22 Toren, unter anderem gegen Manchester City, RB Leipzig oder Benfica Lissabon, abermals, warum er zu den besten Stürmern zählt. Alle Tore von Bayer 04 in der Saison 2025/26...
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