
Elf schweißtreibende Einheiten lagen im SalzburgerLand hinter der Werkself, noch am Morgen hatte Roger Schmidt trainieren lassen, und doch präsentierte sich sein Team am Abend im Alois-Latini-Stadion taufrisch. Nur acht Minuten dauerte es bis Levin Öztunali die von Beginn an stark aufspielenden Schwarz-Roten in Führung brachte. Kevin Kampl, der mit 85 Minuten die meiste Spielzeit bekam, hatte den Ball clever erobert und auf Chicharito weitergeleitet, der Mexikaner dann mit perfektem Steilpass den jungen Öztunali geschickt, und der Rechtsaußen vollstreckte in Torjägermanier zum 1:0.
In der Folge zog sich die Werkself ein wenig zurück und die Fiorentina, die in der vergangenen Saison Platz fünf in der Serie A erreicht hatte, kam zu einigen Chancen. Doch wie immer konnte sich Bayer 04 auf Bernd Leno verlassen, der die guten Gelegenheiten von Mauro Zárate (12.) und Matias Vecino (29.) vereitelte. So blieb es beim verdienten 1:0 zur Pause.
Viele Wechsel, viele Tore
In der wechselte Roger Schmidt gleich acht Mal. Kampl, Chicharito und Admir Mehmedi blieben zunächst drauf, und der Schweizer machte auf der linken Seite richtig Dampf. In der 61. Minute wurde er dann mit dem Tor belohnt. Wendell hatte den Ball von der linken Seite scharf reingebracht, Mehmedi geknipst. Das Erfreuliche: Genau diese Kombinationen hatte Schmidt noch in der Einheit am Morgen trainieren lassen. Direkt nach seinem Treffer wurde Mehmedi dann rausgenommen, für ihn kam Julian Baumgartlinger zu seinem ersten Einsatz nach der muskulären Verletzung im Adduktorenbereich.
Doch bevor sich der gebürtige Salzburger bei seinem Heimspiel so richtig präsentieren konnte, musste die Werkself erst mal den Gegentreffer hinnehmen. Nach einem Leverkusener Ballverlust spielte sich die Fiorentina schnell durch die Reihen und kam durch den kroatischen Nationalspieler Nikola Kalinic zum Treffer zum 1:2 (73.). Doch die Spannung währte nicht lange: Die Werkself übernahm wieder das Kommando. Vor allem die Standards von Linksfuß Kevin Volland waren brandgefährlich. André Ramalho hatte nach einer Hereingabe des Neuzugangs die Latte getroffen (50.), nach dem Anschlusstreffer der Italiener scheiterte Joel Pohjanpalo nur hauchzart (77.). Begleitet wurde die Aktion wieder von „Danger, Danger“-Rufen der Leverkusener Fans.
Eine Minute später krönte Kampl dann seine herausragende Leistung: Pohjanpalo hatte auf der linken Seite seine Gegenspieler gekonnt ausgetrickst und in die Mitte geschoben, wo Kampl ansatzlos abzog. Der Ball schlug im kurzen Eck ein – Keeper Ciprian Tätärusanu sah nicht gut aus. Das war der Schlusspunkt einer ansehnlichen Partie, die die Werkself verdient mit dem Sieg verließ. So kann sie am Freitag mit einem guten Gefühl die Heimreise antreten.
Die Statistik
Bayer 04: Leno (46. Özcan) – Jedvaj (46. Hilbert), Papadopoulos (46. Tah), Toprak (46. Ramalho), Henrichs (46. Wendell) – Aránguiz (46. Yurchenko), Kampl (85. Boeder) – Öztunali (46. Bellarabi), Calhanoglu (46. Volland), Mehmedi (62. Baumgartlinger) – Chicharito (68. Pohjanpalo).
Tore: 1:0 Öztunali (8.), 2:0 Mehmedi (61.), 2:1 Kalinic (73.), 3:1 Kampl (78.).


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