
Personell gab es auf Seiten der Werkself an diesem Nachmittag durchaus einiges zu berichten: Torhüter Lukas Hradecky führte das Team als Kapitän auf den Rasen. Das Innenverteidiger-Duo vor dem Finnen bildeten dieses Mal Panagiotis Retsos und Odilon Kossounou, auch weil Jonathan Tah im DFB-Pokalspiel beim 1. FC Lok Leipzig am kommenden Wochenende gesperrt fehlen wird. Charles Aránguiz stand nur wenige Tage nach seiner Rückkehr von der Copa América bereits wieder in der Anfangsformation, ebenso wie Lucas Alario und Patrik Schick, die eine Doppelspitze bildeten. Florian Wirtz und Julian Baumgartlinger hingegen setzten mit leichten muskulären Problemen aus.
Den ersten Warnschuss im UHS gaben derweil die Gäste nach nur einer Minute ab; der einstige Leverkusener U19-Akteur Tim Stappmann aber scheiterte am linken Pfosten. Auf der anderen Seite hatte Karim Bellarabi im direkten Tempogegenstoß ebenfalls eine Großchance auf dem Fuß, konnte RWO-Schlussmann Justin Heekeren aber nicht überwinden (2.). Der erste Treffer des Tages gehörte dann der Werkself: Moussa Diaby sprintete mit dem Ball am Fuß auf seiner linken Seite bis zur Grundlinie und legte das Spielgerät dann in den Rückraum. Dort wartete Knipser Alario und schob zur Führung ein (10.). Der Argentinier war es auch, der nur vier Minuten später auf 2:0 erhöhte. Dieses Mal hatte Jeremie Frimpong über rechts für die Vorarbeit per flacher Hereingabe gesorgt.





Was Alario bis hierhin bereits zweimal gelungen war, blieb seinem Sturmpartner Schick nach 26 Minuten verwehrt – der tschechische EM-Fahrer setzte einen Abschluss knapp rechts am Tor vorbei. Kurz vor dem Pausenpfiff traf dann aber auch die zweite Spitze auf Seiten der Werkself: Nach einer klasse Vorarbeit von Kerem Demirbay, der sich im Zentrum gegen gleich mehrere Oberhausener durchgesetzt hatte, schob Schick aus drei Metern im Nachschuss zum 3:0 ein (40.). Kurz darauf verabschiedeten sich die Teams für 15 Minuten in die Katakomben der angrenzenden BayArena.

Mit zwei neuen Defensivakteuren – Mitchel Bakker und Tah ersetzten Daley Sinkgraven und Frimpong – musste die Werkself im zweiten Abschnitt schnell den ersten und am Ende auch einzigen Gegentreffer des Tages hinnehmen; Oberhausens Shaibou Oubeyapwa hatte per Linksschuss getroffen (47.). Die folgenden Spielminuten ließen hochkarätige Torchancen dann erst einmal vermissen. Erst in der 72. Minute wurde es wieder gefährlich. Alario verpasste jedoch Demirbays Querpass vor dem Tor haarscharf. Auch Bellarabi scheiterte – unsere Nr. 38 fand ihren Meister jedoch in RWO-Keeper Heekeren (75.). Mehr sollte nicht mehr passieren im Ulrich-Haberland-Stadion, es blieb beim 3:1-Erfolg der Werkself.
Bereits in einer Woche bestreitet die Seoane-Elf dann ihr erstes Pflichtspiel der Saison 2021/22. Am Samstag, 7. August, geht es in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den 1. FC Lok Leipzig. Der Anstoß erfolgt um 15.30 Uhr, auch etwas mehr als 1.000 Fans der Werkself dürfen die Partie im Bruno-Plache-Stadion verfolgen.
Die Statistik:
Bayer 04: Hradecky – Frimpong (46. Tah), Kossounou, Retsos, Sinkgraven (46. Bakker) – Bellarabi (86. N. Pesch), Aránguiz, Demirbay, Diaby – Alario (75. Gedikli), Schick (69. Sertdemir)
Die RWO-Startelf: Heekeren – Obst, Stappmann, Öztürk, Odenthal – Oubeyapwa, Propheter, Holthaus, Heinz – Buckmaier, Kreyer
Tore: 1:0, 2:0 Alario (10., 14.), 3:0 Schick (40.), 3:1 Oubeyapwa (47.)
Gelbe Karten: Bellarabi - Dorow
Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz)
Zuschauer: 400 (ausverkauft) im Ulrich-Haberland-Stadion

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