2:1 - Mehmedi und Chicharito treffen in Offenbach

Freundschaft auf den Rängen, ein knapper Sieg auf dem Rasen: Im Benefizspiel bei den Offenbacher Kickers kam Bayer 04 zu einem 2:1 (1:1)Erfolg. Chicharito hatte die Werkself in Führung gebracht (9.), nach dem Ausgleich des OFC (33.) gelang Admir Mehmedi acht Minuten vor dem Ende der Siegtreffer. Trainer Roger Schmidt wechselte zur Pause einmal komplett durch.
© Bayer 04 Leverkusen Fussball GmbH

Dieser Hashtag ist Programm: #BayerundderOFC – die Fanfreundschaft beider Vereine hat eine gewaltige Tradition. Wie lebendig und innig sie auch 35 Jahre nach Beginn dieser Beziehung ist, davon ließ sich am Dienstagabend mal wieder ein treffliches Bild machen. Gut 3.000 Besucher waren im Sparda-Bank-Hessen-Stadion beim Benefizspiel der Offenbacher Kickers gegen die Werkself vor Ort, und die Anhänger beider Teams verfolgten das Duell auf dem Rasen einträchtig gemeinsam auf den Rängen. #BayerundderOFC – da passt eben wirklich kaum ein Blatt Papier zwischen Rot-Weiß und Schwarz-Rot. Sportlich gab's bei der Fanfreundschafts-Party einen 2:1 (1:1)-Sieg von Bayer 04 beim Südwest-Regionalligisten. Aber das Resultat war an diesem Abend gewiss nicht das wesentliche.

Rudi Völler hatte natürlich ein Heimspiel an diesem Abend. Der Sportchef von Bayer 04, dessen Profikarriere 1977 auf dem Bieberer Berg begonnen hatte, nachdem er als 15-Jähriger vom TSV Hanau zum OFC gewechselt war, bekam vor dem Anpfiff von OFC-Präsident Helmut Spahn ein Trikot mit seinem Namen und der Nr. 9 sowie eine Dauerkarte der Kickers überreicht. Bis auf den individuell seinen Rückstand aufholenden Stefan Kießling und die beiden Olympioniken Lars Bender und Julian Brandt hatte Chefcoach Roger Schmidt alle Mann an Bord bei diesem Benefizspiel – das gab ihm die Möglichkeit, in beiden Halbzeiten eine komplett unterschiedliche Elf aufzubieten.

Chicharito legt früh vor

Neun Minuten dauerte es, bis OFC-Keeper Sebald erstmals überwunden war: Chicharito schloss eine gelungene Kombination über rechts zur frühen 1:0-Führung ab. Dennoch verdienten sich die tapferen Kickers ein Lob, der OFC mühte sich nach Kräften in der ersten halben Stunde, auch wenn Bayer 04 natürlich sehr dominant agierte und gefühlte 80 Prozent Ballbesitz aufwies. Und nach 33 Minuten glückte dem Außenseiter sogar der Ausgleich: Ein feiner Freistoß von Serkan Firat landete unhaltbar für Bernd Leno genau im Dreieck zum 1:1. Bayer 04 ließ es vor der Pause an Zielstrebigkeit in der Offensive fehlen, bestes Beispiel dafür war die Szene mit Karim Bellarabi unmittelbar vor der Halbzeit, als er den sicheren Treffer zum 2:1 allein vor dem OFC-Kasten verdaddelte.

Nach der Pause drehte Roger Schmidt seine Mannschaft einmal auf links und brachte eine komplett neue Formation. Joel Pohjanpalo, der sich im Trainingslager im Salzburger Land den Beinamen „Danger“ verdient hatte, hatte gleich die erneute Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Sebald. Auch ein Kopfball von Ramalho landete in den Armen des tüchtigen Offenbacher Torhüters. Die Werkself machte in Hälfte zwei deutlich mehr Druck und Betrieb. Danach sorgte erneut Pohjanpalo für Gefahr, aber eben nicht für das 2:1, weil der Finne das Duell mit dem Kickers-Schlussmann erneut verlor (59.). Kurz darauf schaufelte Admir Mehmedi die Kugel drüber (62.).

Flotter Spielzug zum Siegtor

Bayer 04 kam aus dem vollen Training heraus und hatte auch am Vormittag noch eine Einheit absolviert. Da ließen sich bei dem ein oder anderen Werkself-Profi schon recht schwere Beine ausmachen. Das 2:1 war dann aber doch klasse und putzmunter herausgespielt: Toller Diagonalpass von Hakan Calhanoglu, punktgenaue Flanke von Tin Jedvaj und Admir Mehmedi traf in Manier eines Mittelstürmers zum Siegtreffer (82.).

Die Werkself vor der Pause:
Leno – Hilbert, Toprak, Tah, Henrichs – Baumgartlinger, Kampl – Bellarabi, Kruse – Volland, Chicharito

Die Formation nach dem Wechsel:
Özcan – Jedvaj, Ramalho, Papadopoulos, Wendell – Aránguiz, Yurchenko – Öztunali, Mehmedi – Calhanoglu, Pohjanpalo

© Bayer 04 Leverkusen Fussball GmbH

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