
Sven, zum Start der Youth League tretet ihr beim FC Brügge an. Sieht die Vorbereitung auf solch einen internationalen Vergleich anders aus, als vor Ligaspielen der Fall?
Hübscher: Glücklicherweise hatten wir unser letztes Spiel gegen Düsseldorf schon am Freitagabend. Dennoch ist die Vorbereitungszeit im Vergleich zum Ligaalltag natürlich um einiges kürzer. Zudem tun sich im Vorfeld solch einer Partie unter der Woche bei den Jungs einige Themen auf, die bei Spielen am Wochenende nicht aufkommen würden. Das betrifft vor allem die Schule.
In der Youth League dürfen pro Mannschaft bis zu drei am oder nach dem 1. Januar 2003 geborene Spieler auf dem Rasen stehen. Was für einen Gegner erwartest du?
Hübscher: Die Altersstrukturen und Voraussetzungen der Mannschaften in der Youth League sind total unterschiedlich. Wir werden im Vergleich zu Brügge beispielsweise ein jüngeres, unerfahreneres Team auf dem Platz haben. Wir gehen mit sechs U19-Jungjahrgängen und einem U17-Spieler in die Partie. Brügge hingegen hat eine zweite Profimannschaft, in der nahezu alle U19-Spieler des Klubs spielen – und das in der zweiten belgischen Liga. Dadurch haben die meisten Spieler von ihnen schon regelmäßige Erfahrungen im Profifußball gesammelt. Wir werden also auf eine sehr reife und erwachsene Mannschaft treffen.
In der UEFA Youth League gibt es einige Vorgaben, die im Hinblick auf das personelle Aufgebot eingehalten werden müssen. So müssen mindestens 14 der nominierten Spieler zwei volle Kalenderjahre oder mehr im Klub gewesen sein. Sechs Spieler dürfen mitgenommen werden, die weniger als zwei Jahre im Klub sind. Wie wirkt sich diese Regel bei Bayer 04 auf die Zusammenstellung des Kaders aus?
Hübscher: Wir haben den U19-Kader in den letzten zwei Jahren mit dem einen oder anderen Neuzugang von außen verstärkt. Bedauerlicherweise können wir von ihnen wegen der genannten Vorgaben aber nicht alle mitnehmen. Klar ist aber, dass wir dennoch den bestmöglichen Kader zusammengestellt haben.
Die weiteren Gruppengegner heißen FC Porto und Atlético Madrid. Ebenfalls klangvolle Namen im Nachwuchsfußball…
Hübscher: Dieses Top-Niveau zieht sich in der Youth League natürlich durch jede Gruppe, schließlich treten hier die Nachwuchsteams der besten Klubs Europas gegeneinander an. Jedes Spiel wird für uns eine Aufgabe und Herausforderung sein, die wir aber auch sehr gerne annehmen.
Welchen Stellenwert hat die Youth League als zusätzlicher Wettbewerb zur A-Junioren-Bundesliga und zum DFB-Pokal der Junioren?
Hübscher: Für Spieler, Trainer und Staff ist die Youth League natürlich ein Highlight. Grundsätzlich fokussieren wir uns immer auf das nächste Spiel und gehen dieses mit einhundert Prozent an, was auch schon im letzten Jahr der Fall war. Wenn das Youth-League-Spiel am Abend vorbei ist, geht es sofort in die Regeneration und die Vorbereitung auf die nächste Aufgabe.
Diese wartet bereits am Samstag auf euch, im Rahmen des DFB-Pokals der Junioren gastiert ihr beim SSV Ulm 1846. Ein straffes Programm, nicht zuletzt aufgrund der langen Busreisen nach Brügge und Ulm…
Hübscher: Und dazu kommt für den Großteil der Jungs ja noch die Schule. Es heißt ja immer, dass die Jungs schon sehr nahe an den Profis und am Profifußball dran sind. Man darf aber nie vergessen, dass sie noch zur Schule gehen und häufig auch bis nachmittags Unterricht haben. Einige von ihnen schreiben wenige Stunden vor dem Spiel in Brügge noch eine Klausur. Die Belastung für die Jungs ist enorm hoch. Aber das sind alles Dinge, bei denen wir als Klub sie bestmöglich unterstützen.

Gleich dreimal waren die schwarz-roten Legenden der Bayer 04-Traditionsmannschaft am vergangenen Wochenende im Einsatz. Unter anderem mit Stefan Kießling, Philipp Wollscheid, Sidney Sam und Karim Bellarabi trat das von Falko Götz und Jürgen Gelsdorf gecoachte Team auf Indoor-Kunstrasen-Turnieren in Oldenburg, Regensburg und Bielefeld an. Bei Letzterem zauberten sich die Leverkusener dank vierer Wollscheid-Tore sogar bis ins Finale, wo dann gegen Arminia Bielefeld Endstation war. Einsatz und Spaß waren jedoch bei allen Beteiligten wie immer titelwürdig.
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