1:3 n.V. in Heidenheim – U19 scheidet im Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft aus

Die U19 von Bayer 04 ist im Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft der A-Junioren ausgeschieden. Beim 1. FC Heidenheim 1846 unterlag das Team von Trainer Kevin Brok nach großem Kampf 1:3 (0:0, 1:1) nach Verlängerung. Jeremiah Mensah hatte in der Nachspielzeit zum 1:1 getroffen, am Ende schlug Heidenheim aber noch zweimal zu und sicherte sich den Einzug ins Viertelfinale.
Achtelfinale

Im Vergleich zum 1:3 gegen den 1. FC Union Berlin zum Abschluss der Liga-Hauptrunde änderte U19-Coach Kevin Brok seine Startelf auf drei Positionen: Emmanuel Chigozie Owen, Nebe Sirak Domnic und Burak Kir rückten für Axel Tape, Ivan Massek und Isaiah Eichie in die Anfangsformation. Die Leverkusener hatten ihre Hauptrunden-Gruppe A auf Platz drei beendet, der FCH hatte in Gruppe B als Zweiter unter anderem den FC Schalke 04 und Borussia Dortmund hinter sich gelassen.

Chancenreiche erste Hälfte

In der Voith-Arena, in der gewöhnlich die Profis des FCH spielen, übernahm Bayer 04 zuerst die Initiative. Schon nach zwei Minuten tauchte Owen im FCH-Strafraum auf, sein Querpass fand aber keinen Abnehmer. Kurz danach folgte der erste Abschluss durch den gebürtigen Heilbronner Owen. Nachdem sich Heidenheim mehr und mehr in die Partie arbeitete, war es dann wieder die Auswahl von Kevin Brok, die für Gefahr sorgte. Doch die lautstark von ihren Fans unterstützten Heidenheimer meldeten sich mit weiterem Spielverlauf zurück. Zunächst konnte Simeon Rapsch einen Abschluss von Yannik Wagner parieren, den Nachschuss setzte Mete Tuz aus kurzer Distanz nur Zentimeter am langen Pfosten vorbei (20.). Vor dem Halbzeitpfiff versuchte es FCH-Angreifer Jarne Lang noch zweimal aus der Distanz, ein Tor fiel jedoch nicht mehr und so ging es nach einer intensiv geführten und vor allem von den schnellen Angriffsreihen beider Teams geprägten ersten Hälfte mit einem 0:0 in die Pause.

Duell auf Augenhöhe: Bayer 04 und Heidenheim lieferten sich einen intensiven Fight.

Bayer 04 drückt, der FCH trifft

Auch nach dem Wiederanpfiff blieb der FCH – ganz nach dem Vorbild der Profis – bei Standards gefährlich. In der 58. Minute zeigte die Werkself dann aber, dass auch sie Eckbälle bestens beherrscht: Nach einer Ecke von Gabriel Minutillo kam Osman Turay frei zum Abschluss, der Ball klatschte an den Innenpfosten und rollte dann parallel zur Torlinie – es war die bis dato beste Chance des Spiels (58.). Sechs Minuten später wackelte das Gestänge des Heidenheimer Tores erneut, als ein Schuss von Minutillo an die Torlatte klatschte. Das Tor fiel dann jedoch auf der anderen Seite: Der FCH kombinierte sich über die linke Seite nach vorn, spielte den Ball quer in den Strafraum, wo Tuz heranrauschte und denn Ball zum 1:0 im Leverkusener Tor versenkte (66.).

Ausgleich in der Nachspielzeit

Bayer 04 stemmte sich in der Folge vehement gegen das drohende Aus. Heidenheim verteidigte allerdings konsequent und so blieb es nach 90 Minuten bei der knappen Führung der Gastgeber. In der Nachspielzeit schlug Werkself dann doch noch zurück: Owen wurde im Strafraum zu Fall gebracht, den fälligen Strafstoß verwandelte Jeremiah Mensah souverän (90.+2) - 1:1. 

In der ersten Hälfte der Verlängerung war den Spielern dann die Anspannung anzumerken und beide Teams hielten den Gegner vom eigenen Tor fern. Doch kaum war die zweite Hälfte angepfiffen, schlug Heidenheim zu: Nach einem Ballverlust im Mittelfeld liefen die Gastgeber in Überzahl auf das Leverkusener Tor zu, Maximilian Kos traf  zum 2:1 (106.). Bayer 04 warf alles nach vorn, doch den nächsten Treffer erzielte wieder der FCH: Der eingewechselte Nevio Bove kam im Strafraum frei zum Abschluss und traf zum 3:1-Endstand für Heidenheim (115.). Somit ist Bayer 04 trotz einer starken und kämpferisch hervorragenden Leistung im Achtelfinale aus dem Wettbewerb ausgeschieden.

„Wir sind alle enttäuscht über die heutige Niederlage. Es ist klar, dass wir uns mehr vorgenommen hatten. Letztendlich können wir nur uns selbst die Schuld geben, da wir zu viele Fehler gemacht haben", sagte Kevin Brok im Anschluss. Der Bayer 04-Coach zog ein gemischtes Fazit dieser Spielzeit: „Insgesamt gab es in dieser Saison einige Höhepunkte, zum Beispiel den erstmaligen Einzug in die nächste Runde in der Youth League und natürlich Montrell Culbreath, der viel Spielzeit in der ersten Mannschaft erhält. Leider konnten wir unser Ziel in der Meisterschaft aber nicht erreichen."

Die Statistik:

1. FC Heidenheim 1846Mark – Vogel, Zrilic (97. Kos), Lang (84. Failer), Weigel (88. Oettinger), Wagner (90. Veh), Leis (84. Burghardt), Radöhl (90. Bove), Gjini, Tchitchi, Tuz

Bayer 04: Rapsch – Turay (85. Kurowski), Pohl, J. Mensah (112. Zidane), Owen, Domnic, Buck (118. Ermec), Berghoff, Hawighorst (85. Eichie), Kir (76. Massek), Minutillo (118. Papadakis)

Tore: 1:0 Tuz (66.), 1:1 J. Mensah (90.+2/FE), 2:1 Kos (106.), 3:1 Bove (115.)

Gelbe Karte: Zrilic, Gjini, Tuz, Spranger, Veh - Berghoff, Pohl

Schiedsrichter: Ahmad Chahrour (Berlin)

Zuschauer: 1.100 in der Voith-Arena

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