
Gleich 25 Lernzentren des bundesweiten Netzwerks Lernort Stadion an Standorten der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie der 3. Liga setzen in den kommenden Wochen erneut einen verstärkten Fokus auf diskriminierungsfreien Umgang unter Jugendlichen und positionieren sich so klar gegen Ausgrenzung mit interaktiven Aktionen, themenspezifischen Workshops, Bildungsmaterialien und Events vor Ort in den Fußballstadien – so auch bei Bayer 04 in der BayArena sowie bei weiteren Klubs wie Borussia Dortmund, dem 1. FSV Mainz 05 oder dem FC St. Pauli der Fall.
„Fast jede und jeder zweite Jugendliche in Deutschland ist von Mobbing betroffen. […] Rund 80 Prozent derjenigen, die gemobbt werden, […] sprechen selten oder gar nicht über ihre Erfahrungen“, sagt Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch und Mitglied des Lernort Stadion-Beirats. „An genau dieser Stelle setzt der Aktionsmonat an – mit Zeit und Raum, um Erfahrungen zu teilen und Strategien für ein verantwortungs- und respektvolles Miteinander zu entwickeln.“
Die außerschulischen Angebote in Fußballstadien, die die Begeisterung junger Menschen für den Fußball als Brücke nutzen, richten sich an Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren und sollen dazu motivieren und dabei unterstützen, sich aktiv für Vielfalt, Respekt und Fairness einzusetzen – auf dem Platz ebenso wie im Alltag und im digitalen Raum. In der einzigartigen Atmosphäre der Stadien entstehen Lernumgebungen, in deren Mittelpunkt die Stärkung der Medienkompetenz von Jugendlichen, die Entwicklung kritischer Reflexion und ein wertschätzender Umgang miteinander stehen.

Eine der Grundlagen bilden die von der Aktion Mensch und dem Lernort Stadion e.V. gemeinsam herausgegebenen sowie barrierefrei aufbereiteten Materialien „Fairplay im Netz“, die mit Jugendlichen mit und ohne Behinderung entwickelt wurden. Sie können flexibel in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen eingesetzt werden und stehen allen Interessierten kostenfrei HIER zum Download zur Verfügung.
Über den Lernort Stadion e.V.:
Der Lernort Stadion e.V. bringt politische Bildung für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler ins Fußballstadion. An spielfreien Tagen werden Stadien bundesweit zu außerschulischen Lernorten, an denen sich Jugendliche in Workshops und Projektwochen bewegungsorientiert und niedrigschwellig mit Themen wie Demokratie, Vielfalt, Nachhaltigkeit sowie Gewalt- und Konfliktprävention auseinandersetzen. Der Verein bildet das Dach für aktuell 32 unabhängige Lernzentren im gesamten Bundesgebiet. Ziel ist es, gemeinsam mit Förderern und Partnern aus Sport und Politik Lernzentren an möglichst allen Profifußball-Standorten der 1. bis 3. Liga zu etablieren. Jährlich erreicht das Netzwerk bundesweit mehr als 20.000 Jugendliche.

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