Skill- oder Maradona-Challenge – Mutmacher der Bayer 04-Junioren im Lockdown

Es sieht so aus, als wäre die auch sportlich trübe Lockdown-Zeit bald vorbei und die Bayer 04-Junioren können zumindest zum Training wieder raus aufs Feld. Doch die vergangenen Wochen und Monate haben bei den Leverkusener Talenten nicht nur für Frust gesorgt. Die Teams von U8 bis U19 haben mit ihren Trainern neben den virtuellen Einheiten mit vielen Aktionen dafür gesorgt, dass der Kontakt zueinander und der Spaß nicht verloren gehen. Ein Überblick.

Dribbeln auf dem Laufband? Fußball-Artistik im Wohnzimmer? Hütchen-Sammeln mal anders? Bei der U10-Challenge waren der Fantasie (fast) keine Grenzen gesetzt. Die Jungs von Alexander Nuss und Marvin Schmitz wurden mit dem Leder kreativ, haben sich einige knifflige Übungen ausgedacht und als Videos aufgenommen. Die gingen dann als Herausforderung an die U8. „Da sind wirklich Sachen bei herausgekommen, die ich in dem Alter zum Teil nicht erwartet hätte“, war Trainer Nuss von den Resultaten begeistert.

U13 wie Maradona

Eine Menge Spaß hatte auch die U13 bei ihrer Maradona-Challenge. In Anlehnung an ein legendäres Aufwärmvideo des im November 2020 verstorbenen Diego Maradona ließen die Bayer 04-Jungs den Ball zum Hit „Live is life“ von der Band Opus tanzen.

Aber nicht nur das: Die Spieler versuchten, das Video so genau wie möglich nachzustellen, zogen sich Perücken an oder besorgten sich Trikots und Nebendarsteller. „Eine klasse Aktion mit viel Liebe zum Detail“, freute sich Trainer Benjamin Adam, der dann zusammen mit seinem Trainerkollegen Marco Walter Jury spielte und die besten Videos auszeichnete.

Das besondere U17-Plakat

Skills und Persönlichkeit standen auch bei einer besonderen Aktion der U17 im Mittelpunkt. Mit ihrem Sportpsychologen Timo Heinze kreierten die B-Junioren ein „FIFA-Plakat“, das jeden einzelnen Spieler mit seinen Stärken darstellt. Der Clou: Jeder bekam von Heinze die Aufgabe, sportliche oder persönliche Attribute zu drei Mitspielern aufzuschreiben, die er besonders positiv findet.

„Dadurch haben sich die Jungs mit ihren Mitspielern beschäftigt und selbst positives Feedback bekommen“, so der Sportpsychologe: „Und da das von den Teamkollegen kommt, hat das natürlich noch einmal einen anderen Stellenwert.“

„Echter Leader“

Klar, wenn man von den eigenen Mitspielern Eigenschaften zugeschrieben bekommt wie „findet immer einen Ausweg“, „echter Leader“, „unnormal gute Steckpässe“ oder auch „hilfsbereit und freundlich“ oder „total ehrlich“, hat das für jeden einzelnen einen großen Wert.

Die Aussagen schrieben die Bayer 04-Talente an Heinze, und der fasste sie dann auf einer an das Konsolen-Spiel FIFA angelehnten Spielerkarte zusammen – ohne, dass ein Spieler hinterher wusste, von wem welche Aussage stammte.

Daraus entstand ein Plakat, das nun im Flur des Trainertraktes in der BayArena hängt. Zusätzlich bekam jeder Spieler ein Päckchen mit zehn seiner eigenen Karten. „Eine richtig starke Aktion“, freut sich Trainer Jan Hoepner. „In einer Zeit, in der wir nicht alle zusammen trainieren konnten, hat das die Jungs trotzdem zusammengebracht und jedem einzelnen einen positiven Impuls gegeben.“

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„Mikrofon an“ bei der U12

Neben einigen anderen Aktionen, wie zum Beispiel dem Einstudieren einer Tanz-Choreographie per Videokonferenz, beschäftigte sich die U12 auch ein Stück mit der Geschichte der Werkself. Die Spieler bekamen einige Szenen ihres Techniktrainers Andrzej Buncol vorgesetzt, der mit Bayer 04 unter anderem 1988 den UEFA-Pokal gewonnen hatte, und durften diese nach bester Sportreporter-Manier kommentieren.

„Ein großer Spaß“, berichtet Trainer Pierre De Wit, „und nebenbei haben die Jungs auch noch gesehen, was für ein toller Kicker ihr Trainer war.“

„Schnick, Schnack, Schnuck“ gegen den Coach

Direkt mit ihren Trainern battelte sich die U15. Am Ende einer Video-Einheit ging es mit Co-Trainer Erdal Celik ins „Schnick Schnack Schnuck“. Gewinnt der Spieler, bleibt dem Team ein anstrengendes Trainingsfinale erspart. Siegt der Coach, geht es noch einmal richtig rund. „Meistens ist Letzteres eingetreten“, erzählt Trainer Markus Daun mit einem Augenzwinkern.

Fit dürfte die U15 also auf jeden Fall auf den Platz zurückkehren – aber wie die anderen Teams eben durchaus auch mit einigen außergewöhnlichen und positiven Erinnerungen an eine absolut ungewöhnliche Phase in ihrem Fußballerleben.

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